Ist da wer? – Spielkritik

Nicht alle Tiere zeigen sich gerne in der Öffentlichkeit. Einige entziehen sich den Blicken der Neugierigen. Nur, wer hält sich gerade im Gebüsch bedeckt? Beim Kinderspiel Ist da wer? sucht man möglichst rasch die fehlenden Tiere.

Ist da wer?

Der Zoch-Verlag ist nie um eine gute Spielidee verlegen und so staunt man beim Öffnen der Schachtel über den kleinen Apparat, den man in Händen hält. Das Gebüsch ist dicht bewachsen. Zwischen den vielen Blättern lassen sich durch die Schlitze nur teilweise die Farben der Tiere erkennen, die darin verbogen sind. Das ist wunderbar so. Aber sollten es nicht zwei Tiere von jeder Sorte sein? Schnell noch einmal nachgezählt. Wer fehlt? Eines? Beide? Keines? Ist da wer? 10 Tiere gibt es im Dickicht zu entdecken. Jedes Tier besitzt eine andere, für das Tier passende, Farbe. 20 Farbscheiben sind in das Gebüsch eingebaut. Sie wackeln und haben Luft. Mit ein wenig Schütteln wirbeln die Scheiben durcheinander, 5 von ihnen bleiben danach am Boden liegen. Mit einem flexiblen Dickicht aus dicker Pappe deckt man diese 5 Tierfarben ab. So sieht man im oberen Teil einzelne Farben, doch in jeder Spielrunde sind 5 zufällige Tiere verschwunden.

Ist da wer? ist ein Beobachtungs- und Reaktionsspiel. Mit einem schnellen Blick versucht man die fehlenden Tiere nach ihrer Farbe zu identifizieren. Schnell schnappt man sich eines der Holztiere vor dem Gebüsch und legt es vor sich. Es ist möglich mehrmals zuzuschlagen, wenn man weitere fehlende Tiere kennt und die Mitspielenden nicht schnell genug sind. Einmal genommen, darf man kein Tier mehr zurückstellen.

Ist da wer?

Das Schnappen erfolgt nur mit einer Hand. Es wird so lange geschnappt, bis niemand mehr möchte. Dann hebt man das kleine Gebüsch an und sieht in grossen, runden Öffnungen die Farben der fehlenden Tiere. Nun schreitet man zur Belohnung von Ist da wer?.

Für jedes richtig geschnappte Tier erhält man ein Zoo-Puzzleplättchen. Für ein falsches Tier gibt man ein Puzzleteil ab. Mit einem Schütteln des Dickichts bereitet man die nächste Spielrunde vor und sucht nach den fehlenden Tieren. Wer seinen Zoo zuerst zusammengepuzzelt hat, gewinnt das Spiel.

Ist das wer?

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Fazit

Ist da wer? ist ein absolutes Kinderspiel. Es geht um das Beobachten und Vergleichen der Farben. Welche Farbe erkennt man in den Schlitzen des Gebüsches? Welche Farbe fehlt? Reaktion ist an zweiter Stelle gefragt. Schnell zugreifen, aber nicht unbedacht, denn ein falsch gewähltes Tier lässt sich in der aktuellen Runde nicht mehr zurücklegen. Obwohl Ist da wer? ein einfaches Spiel ist, überzeugt der kleine Apparat mit den klackernden Farbteilen. Das ist richtig gut gelöst, in den Lösungsschlitzen findet man immer exakt 5 Farben. Dadurch, dass auch zwei gleiche Farben unten liegen können, sind die Spielenden nie sicher, wonach noch gesucht werden muss. Die Tierfiguren sind übrigens aus dickem Holz. Das ist die gewohnte Zoch-Qualität, besonders wenn man ständig nach den Tieren schnappen muss. Ist da wer? ist ein richtig schönes Einsteigerspiel für die ersten spielerischen Gehversuche.

Alles über Ist da wer?

Ist da wer? | Autor: Enrico Feresin | Illustrationen: Gabriela Silveira | Verlag: Zoch

Spielerzahl: Reaktionsspiel für 2 – 4 Personen
Spieldauer: 15 Minuten
Altersangabe: ab 5 Jahren
Benötigt: Ein Auge für fehlende Farben
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Kinder

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