Jumanji – Spielkritik

Mittlerweile sind drei erfolgreiche Filme zu Jumanji erschienen, in denen die Spieler eines Brett- oder Videospiels sich plötzlich mitten im Abenteuer befinden. Als einziger Ausweg bleibt das erfolgreiche Beenden einer wilden Geschichte. Ganz so wild geht es beim Brettspiel nicht zu und her.

Jumanji

Thematisch erinnert Jumanji natürlich an seine Vorlagen auf der Leinwand. Figuren, Orte oder Tiere – die Abenteuerwelt auf dem Spielbrett hält einige Erinnerungen bereit. Spielerisch ist Jumanji eher simpel gestrickt. Im Grundgerüst steckt ein Laufspiel, das durch viele kleine Spielchen aufgelockert wird. Wie im Film muss man die Aufgaben kooperativ lösen. Entweder man erreicht gemeinsam das Ziel oder man scheitert. Jeder Spieler absolviert mit seiner Spielfigur die eigene Laufstrecke zum Zentrum des Spielbretts. In jeder Runde würfelt er sich mit zwei Würfeln vorwärts. Mit einem Pasch erhält man einen zusätzlichen Wurf.

Das zentrale Element des Spiels sind die Challenge-Karten. Nach jedem Wurf zieht der Spieler eine Karte und steckt sie in eine grüne Kuppel in der Mitte des Spielbretts. Dadurch wird ein Reim sichtbar. Kann man ihn lösen, erhält man ein Lauffeld als Belohnung. Ein Übersichtsblatt liefert 20 mögliche Antworten zu den Reimen. Wer die Filme also nicht kennt, kann sich eventuell selber einen Reim daraus machen, was gemeint ist. Die Rückseiten der Challenge-Karten stellen dem aktiven Spieler eine Aufgabe, die er lösen muss. Einige Challenges benötigen die Hilfe der Mitspieler. Hier geht es ans Eingemachte, denn es lassen sich Belohnungen verdienen, aber auch Lebenschips verlieren.

Jumanji

3 oder 4 Lebenschips besitzt jeder Spieler zu Beginn einer Partie. Diese Chips darf man auch verschenken und so die Gruppe vor der Niederlage retten, wenn die Not gross ist. Hat ein Spieler alle Leben verspielt, endet das Abenteuer sofort.

Doch wenden wir uns den Challenges zu. Was erwartet die Spieler dort? Es gibt Geschicklichkeitsaufgaben zu lösen, Geschichten müssen erfunden werden oder organisatorische Aufgaben stehen an. Kurz: Kleine Spielchen, die man vielleicht vom Klassenlager kennt oder an Geburtstagen erlebt hat. Da stapelt man sämtliche Würfel auf der Sanduhr, wirft einen Würfel quer durch den Raum, nennt Dschungeltiere oder sucht sich Dinge aus dem Haushalt zusammen. Einige Sachen lassen sich leicht lösen, andere kommen doch eher überraschend und sorgen in der Spielrunde für Aufruhr. Bei vielen Aufgaben sorgt die Sanduhr für Zeitdruck.

Jumanji

Erreicht ein Spieler das Zentrum des Spielplan, gilt das Abenteuer als bestanden. Mit einem lauten “Jumanji” gewinnen die Abenteurer die Partie.


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Fazit

Jumanji ist ja eigentlich eine Steilvorlage für Herausgeber von Brettspielen. Im ersten Film verschwanden die Spieler noch in einem uralten Brettspiel und die darin enthaltenen Abenteuer wurden lebendig und äusserst bedrohlich. Diese Brettspielversion ist aber wesentlich simpler gestrickt, im Grunde ein einfaches Laufspiel mit vielen kleinen Aufgaben. Das muss man wissen, wenn man sich darauf einlässt. Hier spielt man gesellige Spielchen, löst kleine Denkaufgaben und entwickelt Geschichten. Die Qualität der Challenges schwankt leider ein wenig. Es kann Aufgaben geben, die sich durch die Vorgaben nicht in jedem Haushalt lösen lassen. Das Spiel entwickelt sich je nach Challenges ganz unterschiedlich. Das ist auch ein wenig dem Zufall unterworfen. Die Laufstrecke ist nicht besonders lang. Würfelt jemand besonders hohe Zahlen oder hat ein Pasch abonniert, kann es ziemlich schnell enden. Ich empfehle, mit einem Würfel zu spielen. Der Spassfaktor geht schliesslich von den Challenges aus, da sollen ruhig einige Aufgaben ins Spiel kommen. Pures Abenteuer wird man mit Jumanji nicht erleben, eher ein solides Laufspiel mit mehr oder weniger unterhaltsamen Spielchen, das man am besten mit Kindern spielt.

Alles über Jumanji

Jumanji | Autor: keine Angaben | Illustrationen: keine Angaben | Verlag: Spinmaster

Spielerzahl: Laufspiel für 2 – 4 Personen
Spieldauer: 30 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Spontane Lösungsstrategien
Wiederspielreiz: ok

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: 3 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

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