Jurassic Brunch – Spielkritik

Jurassic Brunch ist der geistige Zwilling von Jurassic Snack. Beides sind Spiele für 2, doch besitzt man sie beide, lässt sich daraus ein Spiel für bis zu 4 Spieler kombinieren. Diesmal wandeln die Triceratops über die Weide und suchen nach Nahrung.

Jurassic Brunch

Das Spielprinzip gleicht auf den ersten Blick dem von Jurassic Snack. Da sind wieder die vier Weideplatten, die man, seitlich anliegend, beliebig kombinieren kann. Für die ersten Partien würde ich sie aber im Quadrat anordnen. Die Grasplättchen verbergen allerlei Geheimnisse. Man legt sie verdeckt aus. Doch bei Jurassic Brunch startet man mit vier Triceratops. Ein Velociraptor steht als Gegner bereit. Er wird erst später in der Partie auftauchen. Abwechselnd führt jeder Spieler zwei Aktionen durch. Der Zug des Startspielers beinhaltet nur eine Aktion.

Diese Aktionen lassen sich durchführen: Da die eigenen Dinos sehr hungrig sind und genügend Pflanzen herum stehen, fressen sie auch gerne. Man kann also einen seiner Triceratops bewegen, waagrecht oder senkrecht. Er bleibt stehen, wenn er auf einen anderen Triceratops stösst, den Velociraptor trifft, den Rand des Spielfelds erreicht oder an ein Grasplättchen kommt. In diesem Fall frisst er sofort, man dreht das Plättchen um und befolgt seine Effekte.

Trifft der Triceratops einen anderen Dino (egal welcher Farbe, auch den Velociraptor), so rammt er ihn. Seine langen Hörner vertreiben den anderen Dino auf ein beliebiges, leeres Feld. Und nicht zuletzt kann man einen schlafenden Triceratops wecken. Die Dinos schlafen nämlich sofort ein, wenn sie verdorbenes Gras fressen.

Der Velociraptor kann als Option von beiden Spielern bewegt werden, allerdings nur als eine von beiden Aktionen im eigenen Spielzug. Der Fleischfresser kommt erst ins Spiel, wenn ein Grasplättchen das befiehlt. Das kann in einer Partei ziemlich früh sein, in einer anderen eher spät. Ein guter Dino kann damit umgehen. Der Velociraptor bewegt sich bei Jurassic Brunch auch diagonal. Bei einem Hindernis oder dem Spielfeldrand bleibt er stehen. Trifft er einen Triceratops, so schmeisst er ihn aus dem Spiel in den Vorrat des jeweiligen Spielers.

Jurassic Brunch

Ein wichtige Rolle spielen natürlich die Grasplättchen. Sie liefern Punkte, bringen neue Triceratops ins Spiel, leider auch den Velociraptor und sorgen für Unruhe. Beim verdorbenen Gras schläft der Dino ein. Eine Blume tauscht man gegen ein Plättchen des Gegenspielers. Mit dem Super Mampf-Plättchen führt man eine Aktion mehr aus. Und mit einem Versteck kann man bis zu drei Plättchen vor Räubereien schützen.

Jurassic Brunch endet, wenn ein Spieler keinen Triceratops mehr in der Landschaft hat. Dann hat er verloren. Sind alle Grasplättchen weg oder während zwei Zügen konnte nichts mehr gefressen werden oder kein Triceratops wurde mehr vom Spielfeld verjagt – dann bestimmen die Punkte auf den Grasplättchen den Sieger.

Jurassic Brunch

Mischt man Jurassic Snack mit Jurassic Brunch erhält man eine grössere Spielfläche. Gezogen wird abwechselnd, mal die Diplodocus, mal die Triceratops. Im Grunde bleibt das Spiel gleich, durch das grössere Spielfeld, die vielen Dinos und Grasplättchen gibt es natürlich mehr zu beachten. Das Spiel wird ein wenig komplexer und unübersichtlicher durch die unterschiedlichen Interessen.


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Fazit

Jurassic Snack oder Jurassic Brunch? Das ist reine Geschmacksache. Beide Spiele haben ihren Reiz und unterscheiden sich durch die Aktionen, die Feinde und ihre Grasplättchen. Auch Jurassic Brunch läuft sehr rund. Eine Partie ist schnell gespielt. Sobald der Velociraptor im Spiel ist, herrscht zusätzliche Aufregung, da man eine Komponente mehr beachten muss. Beim Verschieben der Dinos muss man taktisch vorgehen, sie nicht ins Verderben laufen lassen. Und natürlich ist beim Aufdecken der Grasplättchen eine Portion Glück im Spiel. Durch das Rammen und das Schlafen haben bei mir persönlich die Triceratops einen Stein im Brett. Das passt einfach zu den Tieren und ist spielerisch toll umgesetzt. Das Spielmaterial ist natürlich wieder klasse. Ein Duell mit den Dinos dauert nicht lange, lässt sich gut mit Kindern spielen und sorgt immer für Spannung. Also rettet die Dinos vor dem Aussterben!

Alles über Jurassic Brunch

Jurassic Brunch | Autor: Bruno Cathala | Illustrationen: Camille Chaussy | Verlag: Board Game Box

Spielerzahl: Brettspiel für 2 Personen
Spieldauer: 15 Minuten
Altersangabe: ab 7 Jahren
Benötigt: Vegetarische Snacks
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 Personen
Richtet sich an: Familie

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