Just in Time – Spielkritik

Just in time beendet man die gestellte Aufgabe beim gleichnamigen Brettspiel oft. Doch das Lösen in letzter Sekunde ist nicht immer punkteträchtig. Das Brettspiel von Ravensburger erinnert optisch ein wenig an Tetris oder Blokus. Das Legen der unterschiedlichen Spielsteine ist gar nicht so einfach – und wird noch schwieriger, wenn unter Zeitdruck lukrative Punktefelder frei bleiben sollen.

Just in Time 1Bei Just in Time spielen alle Spieler gleichzeitig. Jeder Spieler hat 10 Legetafeln. Für jede Spielrunde wird eine neue Tafel gewählt. Aufgabenkarten bestimmen zufällig, welche Spielsteine man für die aktuelle Runde nehmen muss. Erfahrenen Spielern werden diese Steine bekannt vorkommen. Die Figuren aus kleinen Quadraten finden immer wieder mal Verwendung in der Spielwelt.
Auf Kommando müssen nun alle Spielsteine auf die Legetafel platziert werden. Dabei darf natürlich der Rand nicht überschritten werden. Zudem befinden sich noch Zahlenfelder von 1-5 auf der Tafel. Sie bringen Punkte, wenn sie nach dem Legen der Spielsteine noch sichtbar sind.

Sobald ein Spieler seine Steine erfolgreich verarbeitet hat, ruft er laut seine Punktzahl in die Runde und startet den Countdown. Von nun an läuft die Sanduhr und lässt den Mitspielern nur noch ein wenig Zeit, um die gestellte Aufgabe zu bewältigen. Schaffen es weitere Mitspieler, die Legetafel zu füllen, so rufen sie ebenfalls ihre Punktzahl. Besonders gemein: Gleiche Punktzahlen dürfen in einer Runde nicht genannt werden.
So erhalten nur alle Spieler Punkte, die die Aufgabe erfolgreich lösen konnten und als Erste eine neue Punktzahl nannten.

Just in Time 2

Sollten sich nun bereits Lege-Legastheniker benachteiligt fühlen – Hilfe naht: Liegt man in der Punktewertung mehr als 10 Punkte hinter dem Führenden zurück, darf man für die nächste Aufgabe einen Spielstein seiner Wahl durch einen einfacheren Ersatzstein tauschen. Damit lässt sich die nächste Aufgabe leichter bewältigen und (hoffentlich) mit einer höheren Punktzahl abschliessen. Eine schöne Spieleigenschaft, die weit abgehängte Spieler immer wieder hoffen lässt.
Nach 10 Runden ist Schluss. Der Sieger steht nach Punkten fest.

Just in Time kann man natürlich auch allein spielen und trainieren. Am spannendsten spielt es sich aber zu dritt oder viert. Konkurrenz belebt das Geschäft um die besten Punktzahlen.

Fazit:
Just in Time ist ein rasantes Legespiel. Wer löst eine vorgegeben Aufgabenstellung schnell und auch noch mit vielen Punkten? Der Schnellste holt jedoch nicht immer am meisten Punkte. Mit den Aufgabenkarten und den Legetafeln sind die Vorgaben immer unterschiedlich. Auch geübte Spieler müssen sich neu orientieren. Mit der Zeit entwickelt man ein Gefühl, welche Plätze man für bestimmte Spielsteine suchen sollte. Aber liegen die Punktezahlen auch günstig? Just in Time ist ein unterhaltsames Legespiel für die ganze Familie. Mit dem Ersatzstein erhalten auch abgehängte Spieler wieder eine Chance. Da alle Spieler immer aktiv sind, ist die gefühlte Spielzeit gering. Und wie schon bei Tetris möchte man es immer noch besser machen – und das just in time.

Just in Time | Autor: Günter Burkhardt | Verlag: Ravensburger
Legespiel für 1-4 Personen | Spieldauer: ca. 30 Minuten | Benötigt: Den schnellen Legeblick im Quadrat | Wiederspielreiz: gross

Besten Dank an Carlit + Ravensburger AG Schweiz für ein Rezensionsexemplar von Just in Time!

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