K3 – Spielkritik

Knapp über 8000m ist er hoch, der K3, auch Broad Peak genannt. Nur mit bester Vorbereitung gelingt es, den Gipfel zu erklimmen. Und genau so geht man an das taktische Spiel von Helvetiq heran. Planen, starten, gewinnen!

K3

Wunderschöne Holzteile in 5 verschiedenen Farben, ein paar hölzerne und ein paar weisse Spielsteine. Dazu noch ein praktischer Holzbeutel, damit man das Spiel überall hin mitnehmen kann. Mehr braucht es nicht. K3 ist ein taktisches Spiel, bei dem man erst eine Vorleistung erbringt. Mit einer eigenen Pyramide geht man den Aufstieg an. Indem man später seine eigene Pyramide abbaut, stapelt man den K3 in der Mitte langsam in die Höhe. Allerdings bauen dort sämtliche Spieler mit und das ist auch die Crux in der ganzen Angelegenheit. Wer den Anschluss verliert und blockiert ist, tritt den Rückweg an und ist aus dem Spiel raus. Nur mit einer perfekten Planung kann man sich die Welt von ganz oben ansehen.

Die Spielsteine baut man in der ganzen Partie pyramidenartig aufeinander: Zwei Steine bilden das Fundament, der dritte Stein liegt auf beiden Basissteinen. Jeder Spieler legt immer nur einen Stein pro Spielzug in die Mitte auf den grossen Berg, dieser Stein muss farblich zu einem der Basissteine passen, auf die er gelegt wird. Doch bevor man überhaupt so weit ist, bereitet man den K3 erst einmal vor. Das Basiscamp bildet man aus 9 zufällig gezogenen Spielsteinen, die man in eine Reihe nebeneinander legt. Mindestens 4 Farben müssen darin vorkommen.

K3
Die eigene Pyramide und das Basiscamp des K3

Danach ziehen die Spieler, je nach Anzahl der Bergsteiger, ihre eigenen Steine. Hölzerne Steine und weisse Steine kommen als Jokersteine dazu. Mit diesen Steinen bilden alle eine eigene Pyramide mit dem Wissen: Ich baue sie während des Spiels von oben nach unten ab. in der eigenen Pyramide gibt es keine Farbzwänge, hier stapelt man frei. Die Jokersteine baut man möglichst geschickt mit ein, denn die hölzernen Steine können jede Farbe annehmen und die weissen Steine dienen zum Passen. Mit ihnen lässt man einen Spielzug aus, um erst im nächsten wieder ins Spiel einzugreifen.

Haben alle Spieler ihre Pyramiden erstellt, geht es los. Reihum legt jeder einen seiner Steine auf den K3, farblich passend wie ganz oben beschrieben.
Und dann besitzt K3 noch einen entscheidenden Kniff. Muss man einen Stein auf zwei gleichfarbige setzen, führt das zu einer Strafe. Der nachfolgende Spieler darf sich einen Stein aus der Pyramide stehlen und ihn neben seine eigene legen. Damit hat er ab sofort einen weiteren, jederzeit zugänglichen Stein zur Verfügung.

K3

Kann ein Spieler keinen Stein mehr passend legen, fliegt er raus. Wer zuletzt übrig bleibt, gewinnt.
K3 besitzt auch einen kooperativen Modus. Dann plant man gemeinsam den Aufstieg. Schafft man es bis zum Gipfel des Berges, gewinnt man gegen das Spiel.


Monatlich den brettspielblog.ch – Newsletter erhalten
Spielend auf dem Laufenden sein. Regelmässige Informationen erhalten. Nichts verpassen. Kurz, knackig und spielend einfach…
» Anmelden


Fazit

K3 ist ein leicht zugängliches, abstraktes Spiel. Holzsteine und ein Stoffbeutel – K3 nimmt man locker auf Reisen und hat jederzeit ein hochwertiges, taktisches Spiel dabei. Es beginnt schon beim Bau der eigenen Pyramide. Welche Steine sollen nach oben, welche weiter nach unten? Es lohnt sich, einen heimlichen Blick auf die Mitspieler und deren Farbplanung zu werfen, denn die Bauplätze werden gleich sehr schnell knapp. Die Jokersteine erhalten ebenfalls Gewicht. Zu früh eingesetzt, schmeisst man sie unnötig vom Berg. Zu spät eingesetzt, kommen sie gar nicht mehr zum Einsatz. Bei K3 plant man sich also schon im Vorfeld zum Sieg, es ist ein Programmierspiel. Der Bau des Berges ist schlussendlich nur die Bestätigung des eigenen, gedachten Weges. Als knallhartes Ausscheidungsspiel gefällt mir K3 tatsächlich besser als in der kooperativen Variante. Hier darf man mal so richtig fies Wege abschneiden und Spielsteine klauen. Als 2er-Spiel ist es taktisch berechenbarer als mit 3 oder 4 Spielern. So oder so ist K3 als kurzer und knackiger Schlagabtausch aber sehr willkommen.

Alles über K3

K3 | Autor: Philippe Proux | Illustrationen: Felix Kindelan | Verlag: HELVETIQ

Spielerzahl: Bauspiel für 2 – 4 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Gute Vorbereitungen
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 3 Personen
Richtet sich an: Familie

2 Kommentare

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.