Kamon – Spielkritik

Der Verlag Cosmoludo widmet sich vor allem abstrakten Spielen für 2 Personen. Bei Kamon wird die Sache ein wenig bunter, aber nicht weniger knifflig. Wer einen Stein legt, macht seinem Gegenüber bereits eine Vorgabe für den nächsten Spielzug. Also aufgepasst!

Kamon

Schon Yoxii aus demselben Verlag hat einen guten Eindruck hinterlassen. Nun könnte man meinen, dass die Spielideen für abstrakte 2er-Spiele irgendwann ausgehen. Dem ist aber nicht so. Bei Kamon ist der bekannte Spieleautor Bruno Cathala für die Idee zuständig. Das Spielbrett wird ein wenig bunter mit seinen Kamon-Chips in 6 verschiedenen Farben und mit 6 unterschiedlichen Symbolen. Für den Spielverlauf sind diese Angaben besonders wichtig. Zu Beginn platziert man die runden Chips beliebig auf dem Spielfeld. Ein letztes Blanko-Feld bleibt übrig und erhält ebenfalls irgendwo einen Platz. Das Spielfeld ist ein grosses Sechsecke, das aus vielen kleinen Sechseck-Feldern besteht. Die gegenüberliegenden Ränder sind mit der gleichen Farbe markiert. Die duellierenden Personen spielen mit 18 Sechsecksteinen in den Farben weiss und schwarz.

Schwarz beginnt mit dem Setzen eines ersten Steines auf ein Randfeld, das kein Eckfeld sein darf. Den schwarzen Spielstein legt man dort auf eines der bunten Symbole. Einen goldenen Sechseckstein legt man gleich oben drauf. Der goldene Stein markiert immer den zuletzt gesetzten Stein bei Kamon.

Kamon

Das eben besetzte bunte Symbol liefert die Vorgabe für den nächsten Spielzug von Weiss. Ist es ein grüner Vogel, so hat Weiss nun zwei Möglichkeiten. Der weisse Spielstein muss nun entweder auf ein grünes Feld oder auf einen Vogel. Mit dem Legen des weissen Steines versetzt man zugleich den goldenen. Damit erhält Schwarz seine zwei Möglichkeiten für den nächsten Spielzug. So wandern bei Kamon die Vorgaben hin und her – bis jemand sein Ziel erfüllt.

Es gibt drei Möglichkeiten, um eine Partie zu gewinnen. Nummer 1: Jemand schafft mit seinen Spielsteinen eine Verbindung der gleichfarbigen, gegenüberliegenden Seiten. Nummer 2: Einer Farbe gelingt es, eine Schleife auf dem Spielfeld zu bilden, eine Kette, die mindestens ein freies Feld oder einen andersfarbigen Spielstein einschliesst. Und Nummer 3: Man blockiert einen Gegner, so dass er keinen Stein mehr legen kann, weil keine passende Farbe und kein passendes Symbol ausliegt.
Wie beim Schach liegt auch ein Remis drin. Haben die Gegner sämtliche Spielsteine platziert, ohne eine Siegbedingung zu erfüllen, endet Kamon unentschieden.

Kamon

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Fazit zu Kamon

Es ist aktuell schön anzusehen, wie wieder vermehrt abstrakte Spiele auf dem Markt erscheinen. Auch bei Kamon entscheiden alleine die Spielzüge. Es braucht ein gutes Auge, um zu erkennen, wie sich eine Partie entwickelt, welche Farben oder Symbole zur Mangelware werden. Drei Siegmöglichkeiten bedeuten auch, dass man drei unterschiedliche Spielausrichtungen im Auge behalten muss. Bildet jemand eine Strecke? Oder wird das am Ende gar eine Schleife? Oder vergisst man beim Beachten der ersten Siegbedingungen, auf die ausgehenden Symbole zu achten? Durch die immer neue Auslage der Kamon-Chips ist das Spielfeld stets neu bespielbar. Was in der einen Partie noch möglich war, liegt in einer nächsten ganz anders auf dem Tisch. Das Spielfeld von Kamon ist schlicht, sieht mit seinen bunten Symbolfeldern aber sehr schön aus. Liegen auch noch die schwarzen und weissen Spielsteine auf dem Feld, erhält das Spiel einen edlen Touch. Nur zwei Seiten Regeln gibt es für Kamon, dafür einiges zu überlegen auf dem Spielbrett, um sein Gegenüber in die Enge zu treiben.

Fakten zu Kamon

Autor: Bruno Cathala | Illustrationen: Tom Delahaye | Verlag: Cosmoludo

Spielerzahl:  2 Personen
Spieldauer: 15 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Eine von drei Siegbedingungen
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 Personen
Richtet sich an: Familie

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