Kampf um den Olymp – Spielkritik

Beim direkten Duell treten die Götter zum Kampf um den Göttersitz im Olymp an. Der Kampf um den Olymp ist hart. Jeder Spieler schickt seine vermeintlich besten Götter ins Rennen – oder das was er dafür hält.

kampf-um-den-olympDer Kampf um den Olymp findet im Olymp, in Delphi und in Troja statt. An jedem Ort besitzen die Spieler gleich viele Anlegeplätze für ihre Karten. Das Spielprinzip ist dabei ganz einfach, es sind nachher vielmehr die Karten, die dem Spiel mit ihren Sonderfähigkeiten den Stempel aufdrücken. Die Spielzüge finden abwechselnd statt und folgen einem festen Ablauf: Handkarten ausspielen, Angriff und Karten nachziehen.

Mit 6 Karten startet jeder Spieler ins Duell. Als erste Aktion legt der erste Spieler so viele Karten, wie er möchte. Bezahlt wird ebenfalls mit Karten, denn sie führen ein eigentliches Doppelleben. Mit ihren Farben benutzt man sie, um neue Karten zu bezahlen und anzulegen. Einmal auf dem Tisch, gelten ihre inneren Werte. Als Held, Soldat oder Ausrüstung besitzen sie Sonderfähigkeiten oder eine gewisse Stärke im Angriff und der Verteidigung. Wo man die Karten hinlegt, spielt keine Rolle. Jeder Platz darf nur von einer Karte genutzt werden. Die Ausnahme: Ausrüstungskarten liegen nie allein, sie werden einem Helden oder Soldaten zur Verstärkung hinzugefügt. Das Legen der Karten ist also stark abhängig von den Ressourcen in der eigenen Hand. Und logisch – starke Karten kosten auch mehr. Einige Karten sind als Joker beliebig handelbar.

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Ist das Auslegen abgeschlossen, wird angegriffen. Jede Karte greift die exakt gegenüberliegende des Gegenspielers an. Schadensmarker zeigen die Verletzungen auf den Karten an. Ist die Anzahl der Marker höher als der Verteidigungswert, verabschiedet sich die eben besiegte Karte sofort aus dem Spiel.
Gibt es keinen Verteidiger auf der anderen Seite des Kampfgebiets, tritt die Bonusregel in Kraft: Im Olymp erhält man einen Siegpunkt, in Delphi einen Farbmarker, der später zum Einsetzen einer Karte benutzt werden kann und in Troja zieht man eine Karte vom Nachziehstapel. Es lohnt sich also, einen Verteidiger ausliegen zu haben, auch wenn er nur schwach ist. Die Bonuswerte sind nicht zu unterschätzen.
Am Ende zieht man zwei Karten nach und der Gegenspieler holt zu seinem Angriff aus.

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Die Sonderfähigkeiten der Helden und Soldaten sind unterschiedlich. Einige Fähigkeiten sind einmalig und müssen gleich beim Einsetzen der Karte genutzt werden, andere gelten nur beim Angriff und dritte sind immer aktiv. So oder so, die Fähigkeiten stellen das Spiel ganz schön auf den Kopf. Sie bringen Sicherheit, Schlagkraft, neue Karten, Punkte usw.

Der Kampf um den Olymp ist gewonnen, wenn ein Spieler am Anfang seines Zuges alle eigenen Plätze belegt hat. Auch 7 Siegpunkte reichen für den Sieg. In seltenen Fällen ist der Nachziehstapel leergespielt – dann gewinnt der Spieler, der mehr Siegpunkte besitzt.

Fazit:
Kampf um den Olymp ist ein hartes Duell der Götter. Lust und Frust liegen oft ganz nah beieinander. Einen grossen Teil der Schuld trägt das Kartenglück. Mit passenden Farben und starken Karten frustriert man seinen Gegenspieler schnell. Holt man sich dann auch noch Bonuswerte in Form von Farben und zusätzlichen Karten, wiegt das schwer. Einige Karten sind auch überaus stark. Herakles beispielsweise mäht bereits vor dem eigentlichen Angriff seine Gegner nieder. In Kombination mit Nestor (Doppelangriff) ist er eine beinahe unbezwingbare Karte. Aber: Man muss Herakles erst einmal bezahlen können. Dauert das zu viele Spielrunden, ist der vermeintliche Sieg plötzlich wieder weg. Das Spiel läuft rund, die Gestaltung der griechischen Helden ist sehr gelungen, die Sonderfähigkeiten sorgen für viel Abwechslung im Spiel. Zudem sind in jeder Partie 20 Karten aus dem Spiel. Man weiss daher nie genau, was noch kommt. Der Glücksfaktor beim Karten ziehen wird durch eine angenehme Spieldauer ein wenig entschärft. Trotzdem braucht man beim Kampf um den Olymp hin und wieder eine dicke Spielerhaut. Persönlich gefällt mir das Spiel sehr gut. Es ist aktuell sogar eines meiner liebsten 2er-Spiele. Die Götter müssen eben manchmal verrückt sein.

Kampf um den Olymp | Autor: Matthias Cramer | Verlag: Lookout Spiele
Kartenspiel für 2 Personen | Spieldauer: 30 Minuten | Ab 12 Jahren | Benötigt: Glückliche Götter auf der eigenen Seite | Wiederspielreiz: sehr gross

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