Kariba – Spielkritik

Das Wasserloch lockt die Tiere Afrikas magisch an. Nur hier können sie ihren Durst stillen. Lange funktioniert das reibungslos, bis sich die Tiere bei Kariba gegenseitig verdrängen. Dabei kommt es auf die Grösse an – fast immer.

KaribaDie Spieler legen der Reihe nach ihre Handkarten ans Wasserloch. Das kann eine einzelne Karte sein, aber auch mehrere Karten einer Tierart. Die Tierkarten sind mit Zahlen versehen, die der Zuordnung an der Wasserstelle dienen. Legt ein Spieler das dritte Tier einer Art an, verscheuchen sie das nächste schwächere Tier. Die Zahlenwerte müssen dazu nicht nebeneinander liegen. Die Tiere können auch mehrere Positionen auseinander liegen. Einzig die Maus, das unterste Glied in der Nahrungskette, ist ein wenig verloren. Doch halt, das furchtlose kleine Wesen nimmt es mit den Elefanten auf. Liegen drei Mäuse aus, vertreiben sie die Elefanten – und nur die Elefanten.

Hat man eine Tierart abgelegt, zieht man neue Karten vom Nachziehstapel und das Spiel geht weiter. Verscheuchte Tierkarten nimmt man zu sich. Jede Karte ist am Ende einen Punkt wert.
Erwähnenswert ist noch die Situation, wenn bereits drei Tiere ausliegen. Mit einer weiteren Karte verscheucht man sofort wieder eine schwächere Tierart. Man muss also nicht noch einmal drei Karten lang warten.

Kariba

Kariba endet, wenn alle Karten von der Hand gespielt sind. Wer die meisten Tiere verscheucht hat, gewinnt.
Erfahrene Spieler spielen mit einer offenen Auslage. Dann kann man sich die nächsten Karten auswählen und weiss, was man erhält. Wer trotzdem auf Risiko spielen will, zieht nach wie vor eine verdeckte Karte vom Stapel.

Kariba

Fazit

Kariba ist ein Verdrängungs-Kartenspiel. Die Spielregeln sind einfach, der Spielablauf eingängig. Man spielt die Karten einer Tierart und überprüft, ob man andere Tiere verdrängen kann. In der Grundvariante ist das Spiel etwas glückslastig, da man nie weiss, ob die eigenen Karten passen oder man damit anderen Spielern eine Vorlage liefert. Mit einer offenen Auslage lässt sich die Kartenhand etwas mehr beeinflussen. Mindestens drei Spieler dürfen es gerne sein, damit für Abwechslung an der Wasserstelle gesorgt ist. Die etwas abstrakten Tiergrafiken gefallen mir gut. Kariba ist ein weiteres Spiel aus der kleinen Helvetiq-Reihe. Kurz, kompakt, knackig!

Kariba | Autor: Reiner Knizia | Verlag: Helvetiq
Kartenspiel für 2-5 Personen | Spieldauer: 15 Minuten | Ab 6 Jahren | Benötigt: Genügend Tiere am Wasserloch | Wiederspielreiz: gross

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Pflichtfelder sind mit * markiert.