Karuba – Das Kartenspiel – Spielkritik

Das grosse Karuba war 2016 nominiert für das Spiel des Jahres. Nun ist Karuba – Das Kartenspiel erschienen, eine kleinere Kartenvariante, die sich natürlich am Original orientiert. Und so funktioniert es:

Karuba - Das KartenspielInsgesamt 16 Karten erhält jeder Spieler, die er gut mischt und für sich bereit legt. Die Karten sind durchnummeriert und mit Wegen, Tempeln oder Abenteurern besetzt. Auf einigen Wegen befinden sich zudem noch Goldstücke oder Kristalle. Die einzelnen Elemente kommen erfahrenen Spielern sicher bekannt vor. Sie orientieren sich am grossen Karuba. Drei Karten ziehen alle Spieler auf die Hand, von denen sie zwei auswählen, die sie gleich legen möchten. Die ausgewählten Dschungelkarten legt man verdeckt aus und zeigt sie erst, wenn alle Spieler bereit sind. Nun werden die Kartennummern addiert. Wer die kleinste Summe besitzt, muss eine der Karte abwerfen. Sie wird nicht in den eigenen Dschungel gelegt.

Karuba - Das Kartenspiel

Jetzt legen alle Spieler ihre Karten (zwei oder nur noch eine) in die eigene Dschungelauslage. Jeder darf einen Raster kreieren, der aus maximal 4×4 Karten besteht. Die Karten müssen seitlich angelegt und nicht gedreht werden. Um viele Punkte zu erringen, sollten die Abenteurer auf der eigenen Dschungelkarte in ihren Tempel gelangen, das heisst die Wege durch den Dschungel führen barrierefrei zum Ziel. Sammelt man auf dem Weg zum Tempel noch Gold oder Kristalle ein, bringt das zusätzliche Punkte. Wege dürfen von mehreren Abenteurern benutzt werden. Steht aber ein Abenteurer in der Strecke eines anderen, gilt er als Hindernis und das Ziel ist nicht erreichbar.

Karuba - Das Kartenspiel

Nach 16 Karten ist Schluss, die Dschungelkarten liegen offen vor den Spielern. Trotz gleicher Karten ähneln sie sich kaum. Oft legen die Spieler nicht alle Karten. Bei Karuba – Das Kartenspiel muss man mit Verlusten rechnen. Wer die meisten Punkte erreicht, gewinnt.
Eine Übersichtskarte ist ziemlich wichtig im Spiel. Dort kann man nachschauen, welche Karten im Spiel erscheinen. Das ist besonders bei Tempeln und Abenteurern wichtig, die ihre Karten nur über eine bestimmte Seite verlassen. Diese Informationen sind hilfreich, um eine grosse, komplette Karte zu erstellen.

Fazit

Bei Karuba – Das Kartenspiel liegt ein Vergleich mit dem grossen Original natürlich nahe. Grafik, Schrift, Autor und die gestellte Aufgabe sind im Grunde gleich, alles ist also auf einen Wiedererkennungswert angelegt. Das Kartenspiel spielt sich flotter, die Spielzeit ist deutlich kürzer. In den ersten Partien trauert man den verlorenen Karten nach, denen man jedoch über die Dauer einer Partie nicht entgehen kann. Beachtet man einige Punkte während des Spiels kann man ganz gute Resultate erreichen. Wie oben erwähnt, sind die Wege bei Abenteurern und Tempeln wichtig. Wer beachtet, auf welche Seite sie verlaufen, kann das schon von Anfang an in die eigene Gestaltung der Karte einfliessen lassen. So verliert man kaum Punkte durch fehlende Abenteurer oder Tempel. Was macht schliesslich den Unterschied? Die Reihenfolge der Karten, was dann arg dem Glück überlassen ist. Für ein Spiel von derart kurzer Dauer ist das grundsätzlich kein Problem. Spielreiz und Nervenkitzel reduzieren sich so aber nach einigen Partien. Kurze Spieldauer, schnelles Familienspiel – aber ich würde ein Original-Karuba jederzeit vorziehen.

Karuba – Das Kartenspiel | Autor: Rüdiger Dorn | Verlag: HABA
Kartenspiel für 2-6 Personen | Spieldauer: 15 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Den besten Plan im Dschungel | Wiederspielreiz: ok 

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