Keine Gnade für die Monster – Spielkritik

Da sind die Fröhlichs nur mal kurz aus dem Haus, schon haben sich 10 kleine Monster eingenistet. Gemeinsam vertreibt ihr die lustigen Wesen wieder aus dem Haus, mit ganz unkonventionellen Mitteln: Socken, Bällen und Wasser. Es gibt Keine Gnade für die Monster. Aber ob man mit Socken Monster erschreckt?

Keine Gnade für die Monster

Das Kinderspiel ist ein echter Blickfang. Aus der kleinen Spieleschachtel entfaltet sich das Haus der Familie Fröhlich, vor dem die kleinen Party-Monster Schlange stehen. Sie belegen jeden Raum des Hauses, aus dem man sie nach und nach wieder vertreibt. Dazu klappt man für jede Spielrunde ein neues Zimmer auf. Die Gestaltung ist schlicht grossartig und animiert sofort zu einer ersten Partie. In jedem Zimmer stehen 1 bis 3 Monster. Neben dem Haus der Fröhlichs liegen verdeckt die Wurfgeschosse bereit, mit denen man gleich auf Monsterjagd geht. Doch die Monster sind hartnäckig, sie belegen jeden Spieler mit einem kleinen Zauberspruch, den man erst auswürfelt.

Keine Gnade für die Monster ist ein kooperatives Spiel. Gemeinsam verjagt man die Monster aus dem Haus. Sind alle vertrieben, gewinnt man die Partie. Gehen den Spielern die Wurfgeschosse aus, feiern die Monster leider alleine weiter. Der Reihe nach begeben sich die Spieler auf Monsterjagd. Sie würfeln zuerst den Zauberspruch aus, mit dem sie für den folgenden Wurf belegt werden. Mit einem kleinen Handicap geht es danach weiter: Ein Wurf mit einem Auge, mit einer Grimasse, mit einem Schrei, auf einem Bein, mit der schwächeren Hand oder mit geschlossener Nase. Nebst dem Werfen trainiert man die koordinativen Fähigkeiten gleich mit.

Keine Gnade für die Monster

Es folgt die Wahl des Wurfgeschosses, man deckt ein Plättchen auf. Eine Socke wirft man aus einiger Entfernung von vorne ins Haus. Schmeisst man das Monster um, ist es besiegt. Findet man die aufgedeckte Socke irgendwo im Zimmer des Hauses abgebildet, erhält man sogar einen zweiten Wurf. Einen Ball wirft man seitlich durch das Fenster. Diese Aufgabe ist deutlich schwieriger zu bewältigen. Den Wassereimer lässt man von oben auf die Monster fallen. Zudem gibt es noch drei Monsterplättchen. Deckt man eines auf, richtet man ein umgefallenes Monster wieder auf. Das Monsterplättchen bleibt in der Auslage liegen, doch man kann sich ja merken, wo es sich befindet.

Keine Gnade für die Monster

Mit einem zweiten Würfel macht man die Monsterjagd ein wenig schwieriger. Der orange Würfel entscheidet in einem neuen Raum, ob zusätzlich ein zerbrechliches Objekt aufgestellt wird. Das sollte man natürlich verschonen. Schmeisst man trotzdem eines um, mischt man zur Strafe die Plättchen neu und verteilt damit auch die Monsterplättchen neu. In der schwierigen Variante merkt man sich also die Monsterplättchen nicht mehr so leicht.

Reichen die Socken aus, um alle Monster aus dem Haus zu vertreiben?


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Fazit

Ich lernte Keine Gnade für die Monster noch in einem Prototypen-Stadium schon ein wenig vorab kennen. Es ist erstaunlich, was sich daraus entwickelte. Die Einbindung der ganzen Spieleschachtel in die Monster-Geschichte ist absolut gut gelungen und war sicherlich kein einfaches Unterfangen. Der Aufbau des Hauses mit seinen Zimmern fasziniert die Kinder auf den ersten Blick. Nun liegt eine spannendes Mischung aus Glück, Memory und Geschicklichkeit auf dem Spieltisch, eingebettet in eine Geschichte mit lustigen kleinen Monstern, die für Unfug sorgen. Keine Gnade für die Monster ist in erster Linie ein Kinderspiel. Es lässt sich vereinfachen und auch schwieriger gestalten. So bleibt ein wenig Spielraum gegenüber dem Alter und der spielerischen Möglichkeiten der Kinder. Das kooperative Spiel eignet sich gut für den Spieleinstieg. Ganz so einfach ist es aber nicht zu gewinnen. Klebt einem das Pech zu sehr an den Händen, stehen die Monster wieder auf und die Socken fliegen auch einmal quer durchs Zimmer auf die falschen Objekte. Also immer schön Augen auf und auch zu Hause mit den Socken das Werfen trainieren. Wer ein wunderschönes Kinderspiel sucht, hier ist es!

Alles über Keine Gnade für die Monster

Keine Gnade für die Monster | Autoren: Jérôme & Emilie Soleil | Illustration: Kasia Fryza | Verlag: HELVETIQ

Spielerzahl: Kinderspiel für 1 – 6 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 4 Jahren
Benötigt: Geschicklichkeit beim Sockenwurf
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Kinder

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