Kippelino – Spielkritik

Mit ein paar Bautafeln und einigen Holzscheiben zaubert man schnell ein Baumhaus auf den Tisch. Doch bald wird klar: Die Statik ist das Problem. Damit ist Kippelino alles andere als ein Kinderspiel.

Kippelino

Die Tiere möchten sich gerne ihr eigenes Baumhaus bauen. So spannen sie zusammen und stapeln unter Anleitung der Raben die Bautafeln. Schaffen sie es, die 12 Bautafeln aufeinander zu türmen, ohne dass das Bauwerk kracht? Die etwas dickeren Spielkarten liefern die Vorlagen für das Baumhaus. Zwischen den Karten legt man Holzscheiben auf vorgegebene Stellen.

Der Start erfolgt mit einer neutralen Bodenplatte. Neutral daher, weil die Holzscheiben mittig gelegt werden und so vorerst kaum Auswirkungen zu befürchten sind. Die restlichen Bautafeln mischt man, damit sie in zufälliger Reihenfolge erscheinen. Kippelino spielt man gemeinsam, der Erfolg hängt also vom Geschick aller Spieler ab. Der aktive Spieler nimmt sich die oberste Bautafel und dreht sie um. Dort findet er vier Baupunkte in den Farben rot, grün, gelb und blau. Auf der Rückseite der nächsten Bautafel sind zwei Farbpunkte sichtbar. Auf diese zwei Farben müssen die nächsten Holzscheiben gelegt werden.

Kippelino

Das kann unterschiedliche Auswirkungen haben. Mal sind die Punkte nahe beisammen, mal eher links, mal weit auseinander. Für die Statik des Baumhauses liegen sie nicht immer günstig. So oder so muss man die neue Karte nun auf das Baumhaus legen – und die neuen Holzscheiben an vorgegebener Stellen obendrauf.
Ob man sie nacheinander legt oder die Scheiben schon vorher auflegt und mit der Karte stapelt, ist den Spielern überlassen. Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile. Solange das Haus stabil steht, ist alles in Ordnung. Kracht es zusammen, endet die Partie. Je mehr Karten man bis dahin verarbeitet hat, desto besser schneidet man ab.

Kippelino

Natürlich lässt sich Kippelino auch gegeneinander spielen. Wer den Einsturz auslöst, verliert das Spiel.
Die gestellten Aufgaben sind gar nicht so einfach. Mit einer ungünstigen Farbfolge kann ein Gebäude schon nach drei Karten sehr wackelig dastehen. Lasst euch herausfordern!


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Fazit

Kippelino ist eine Art Mikro-Bauspiel. Alles passt in die kleine Schachtel, das Material mit den Karten und den kleinen Holzscheiben ist minimalistisch gehalten. Aber Kippelino funktioniert – und zwar sehr gut. Die dicken Karten sind natürlich super, die Vorgaben variieren von leicht bis schwierig. Je nach Abstand der Holzscheiben wackelt das Ding ganz schön und eine kluge Bauweise ist gefragt. Nun türmt sich das Baumhaus nicht meterhoch auf dem Tisch. Auch hier bleibt alles klein und fein und zentriert sich auf einen Kartenstapel mit Hölzchen. Durch diese Bauweise auf engstem Raum ist Geschicklichkeit gefragt und gegen Ende viel Fingerspitzengefühl. Wer alle 12 Karten verbauen will, muss ganz schön konzentriert vorgehen. Damit ist Kippelino nicht nur ein Kinderspiel.

Alles über Kippelino

Kippelino| Autor: Reinhard Staupe| Illustration: Oliver Freudenreich | Verlag: Nürnberger-Spielkarten-Verlag

Spielerzahl: Bauspiel für 1 bis 4 Personen
Spieldauer: 10 Minuten
Altersangabe: ab 5 Jahren
Benötigt: Einen Kartenstapel mit Holz
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 1-4 Personen
Richtet sich an: Kinder, Familie

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