Krazy Pix – Spielkritik

Gestalten, raten, punkten. Irgendwie biegt man seine Symbole doch zu einem grossen Ganzen hin. Krazy Pix ist ein kreativer Ratespass für die ganze Familie. Alles liegt eben im Auge des Betrachters, und der schaut nicht immer mit demselben Blick wie der Künstler.

Krazy Pix

Bei Krazy Pix sind gute Ideen in der Gestaltung gefragt. Ein simples Rateprinzip wird hier auf wenige Symbole beschränkt. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, solange man sich innerhalb des eigenen Gemäldes bewegt. In wenigen Minuten startet man eine Partie, die über 6 Runden geht. So kreiert man 6 kleine Meisterwerke, die hoffentlich von den Mitspielern anerkannt und gebührend gefeiert werden. Also noch schnell einen geheimen Begriff ziehen und sich 9 verdeckte Symbolplättchen schnappen. Der kreative Prozess kann beginnen.

Auf den kreisförmigen Symbolplättchen befinden sich allerlei kleine Bildchen, mal rein symbolisch mit Strichen und Kreisen, mal ziemlich bildlich mit klaren Zeichnungen. Mit 6 einfacheren und 3 spezielleren Plättchen macht man sich an die Arbeit. Die Symbole sollen so angeordnet werden, dass man den gezogenen Begriff irgendwie abbildet oder einen Bezug zu ihm herstellt. Dazu darf man einzelne oder sämtliche Plättchen benutzen, das nennt sich künstlerische Freiheit. Man ahnt jetzt schon, dass bei diesem Spiel der Name Programm ist: Krazy Pix.

Krazy Pix
Das grosse Maul macht den Unterschied…

Sind sämtliche Kunstwerke vollbracht, mischt man die Begriffskarten verdeckt durch und ergänzt sie ganz fies noch mit zusätzlichen Begriffen, die man so nicht auf dem Tisch entdecken sollte. Danach deckt man sämtliche Begriffe auf und ordnet sie Zahlen zu. Nun tippen die Spieler mit ihren Zahlenkarten bei jedem Mitspieler, was es denn dort zu sehen gibt.

Krazy Pix

Die Auflösung folgt sofort. Erst deckt jeder Spieler die Tippkarten seines Krazy Pix auf. Wenn alles klappt, fliessen gleich viele Punkte. Der Gestalter erhält für jeden richtigen Tipp einen Punkt, jeder Mitspieler, der richtig geraten hat, ebenfalls.
Meist folgen noch spannende Diskussionen über Talente und solche, die es wohl nie werden. Bei Krazy Pix hat man ja die Chance, sein Können erneut unter Beweis zu stellen. Nach 6 Runden steht ein Gewinner nach Punkten fest.


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Fazit

Mit Krazy Pix liegt ein richtig kreatives Ratespiel auf dem Tisch. Ob man nun ganz abstrakt oder sehr konkret denkt, die Vorstellungen, was sich hinter einem Bild verstecken könnte, gehen ziemlich weit auseinander. Für den Spielspass ist das natürlich förderlich. Richtig schön wird es, wenn die Zufallsbegriffe in die gleiche Kerbe schlagen, wie die ausliegenden Kunstwerke. Plötzlich schwinden sicher geglaubte Punkte bei den Künstlern dahin. Die Begriffe unterscheiden sich sehr. Von Redewendungen bis zu einsilbigen Wörtern findet man alles. Für reine Erwachsenenrunden gibt es spezielle Begriffe. Krazy Pix lässt sich auch mit kleineren Kindern spielen, dann muss man allerdings die Begriffskarten nach den eigenen Bedürfnissen aussortieren. Der gestalterische Ansatz und das Raten locken zu einer schnellen Partie. Krazy Pix ist in wenigen Minuten erklärt und startbereit. Auch in einer grösseren Spielrunde sind immer alle aktiv beteiligt. In diesem Spiel steckt sehr viel Unterhaltung.

Alles über Krazy Pix

Krazy Pix | Autorin: Sophia Wagner | Illustration: Ravensburger | Verlag: Ravensburger

Spielerzahl: Ratespiel für 3 – 8 Personen
Spieldauer: 30 – 45 Minuten
Altersangabe: ab 10 Jahren
Benötigt: Ideen und künstlerische Erkenntnis
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: kein 2er-Spiel
Beste Spielerzahl: ab 4 Personen
Richtet sich an: Familie

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