Ku-Ka-König – Spielkritik

Es gibt eben Könige und Könige. Dieser König gibt seinem Volk, was es haben möchte. Doch um sich die eigenen Wünsche zu erfüllen, spielt man bei Ku-Ka-König darum. Wer sich die wertvollsten Kombinationen im Königreich sammelt, gewinnt.

Ku-Ka-König

Ku-Ka-König ist ein reines Kartensammelspiel. Um an die Karten zu gelangen, wendet man ein klassisches Kinderspiel an: Schnick Schnack Schnuck (oder in der Schweiz: Sigg Sagg Sugg). Bevor es aber so weit ist, zeigt der König, was er so alles hat. Aus der grossen Auslage wünscht man sich die Karten, die gerade passend erscheinen. Ob man sie erhält, wird sich weisen. Je nach Anzahl der Mitspielenden legt man sich die Auslage zurecht. Zahlenkarten zeigen die Reihen an, die man sich holen kann. In jede Reihe legt man zufällig drei Karten. Damit ist Ku-Ka-König spielbereit. Alle Spielenden sehen sich die Auswahl an und entscheiden sich geheim für eine Reihe, die sie gerne hätten.

Im nächsten Schritt geht es an die Verteilung. Alle rufen in bester Schnick Schnack Schnuck – Manier „Ku-Ka-König“ und zeigen mit ihren Fingern die Zahl der Reihe an, die sie gerne einziehen möchten. Hat sich jemand ganz alleine für eine Reihe entschieden, darf die Person alle drei Karten zu sich nehmen und vor sich auslegen. Es ist der Idealfall des Spiels.
Haben sich mehrere Personen um dieselbe Reihe gestritten, gehen alle vorerst leer aus. Aus der umstrittenen Reihe entfernt man die vorderste Karte. Erneut dürfen die Streitenden eine Reihe wählen. Dabei darf man sich auch umentscheiden. Eventuell verschwinden noch weitere Karten aus der Auslage, bevor sich alle alleine für eine Reihe entscheiden konnten.

Ku-Ka-König

Sind die Karten vergeben, füllt man die gesamte Auslage wieder auf. In jeder Reihe befinden sich wieder drei Karten und es geht an die nächste Auslosung: „Ku-Ka-König!“
Besitzt jemand 13 oder mehr Karten in seiner Sammlung, findet die erste Wertung statt und der erste Durchgang endet.

Ku-Ka-König ist ein Kartensammelspiel. Es geht darum, schöne Kombinationen zu bilden, Mehrheiten zu erzielen oder direkte Punkte zu sammeln. Die Karten bieten dazu vielseitige Anreize. Königskarten und 8 verschiedene Tierarten bringen Punkte nach ihrer Anzahl in der eigenen Sammlung. Für Kirchen erhält man nur Punkte, wenn man alleine die Mehrheit besitzt. Ritter bringen auf jeden Fall Punkte, mit der Mehrheit verdoppelt sich die Punktzahl allerdings. Und ein Bauer zählt nur gemeinsam mit einer Bäuerin oder, noch besser, als Trio mit einem Bauernhaus.

Ku-Ka-König

Ein weiterer Kniff von Ku-Ka-König: Bauer, Bäuerin, Bauernhaus, Kirchen und direkte Siegpunkte verschwinden nach der ersten Wertung aus der Sammlung. Im zweiten Durchgang spielt man die restlichen Karten des Nachziehstapels durch. Einige Kartensorten sammelt man neu, während man andere weiterführen darf.
Sind alle Karten weggespielt, findet die zweite Wertung statt. Wer nun am meisten Punkte hat, gewinnt Ku-Ka-König.


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Fazit zu Ku-Ka-König

Der Schnick Schnack Schnuck – Mechanismus ist bei Ku-Ka-König perfekt in das Kartensammelspiel integriert. So muss man den Mitspielenden nur kurz erklären, wie es funktioniert, Schnick Schnack Schnuck kennt man aus Kinderzeiten. Das ist im ersten Moment ungewohnt, doch schon bald eifert man um die besten Karten in der Auslage und zeigt sich gegenseitig mit den Fingern Zahlen. Das Kartenspiel geht flott von der Hand. Am meisten Zeit benötigt man, um die Karten neu auszulegen und sich schnell einen Überblick zu verschaffen bis zum nächsten Gebot. Natürlich fährt man deutlich besser, wenn man gegen den Mainstream sammelt. Denken sich das aber alle am Spieltisch, treten trotzdem wieder die Unentschieden ein, die Karten verschwinden lassen und eine Ausbeute verkleinern. So perfektioniert man seine eigene Sammlung, achtet auf die Karten der Mitspielenden und versucht Runde für Runde eine lukrative Reihe zu ergattern. Das kleine Kartensammelspiel macht Spass, weil es ziemlich schnell geht. Oft spielt man nur wenige Schnick Schnack Schnuck – Runden bis zur nächsten Wertung. Karten erhält man auf jeden Fall, es ist nur die Frage, ob es der erste, zweite oder dritte Wunsch ist, der erfüllt wird. Wer perfektioniert seine Sammlung?

Fakten zu Ku-Ka-König

Autor: Reinhard Staupe | Illustrationen: Oliver und Sandra Freudenreich | Verlag: KENDi Games

Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Lukrative Sammlungen
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: ab 3 Personen
Richtet sich an: Familie

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