Kuhmilchschafkäsefuss – Spielkritik

Das Kuhmilchschaf hat Käsefüsse zum Fressen gern. Doch bevor es alle anknabbert vertreibt man es schnell vom Tisch. Kuhmilchschafkäsefuss ist ein schnelles Reaktionsspiel, bei dem man äusserst konzentriert zur Sache gehen muss – Hand drauf!

Kuhmilchschafkäsefuss

Das Kuhmilchschaf ist eine äusserst seltene Rasse und wenn es nach der Anleitung im Kartenspiel geht, irgendwo in Ostfriesland entstanden. Das allein wäre schon bemerkenswert, doch die Liebe zu Käsefüssen lässt am Spieltisch aufhorchen. Kuhmilchschafkäsefuss ist ein knallhartes Reaktionsspiel, das man ebenso gut dem Halli Galli – Universum zuordnen könnte. Nach dem Prinzip „schauen-hauen-Karten weg“ versucht man seine Handkarten möglichst bald loszuwerden. In der Tischmitte lauert das Kuhmilchschaf, die Spieler erhalten die gleiche Anzahl an Karten, die sie als verdeckten Stapel vor sich auslegen. Und schon geht es los.

Der Reihe nach decken die Spieler eine Karte ihres Stapel auf und bilden eigene Ablagestapel. Dabei nennt man laut das abgebildete Wort. Das können einfache Begriffe sein (Kuh, Milch, Schaf etc.), aber auch zusammengesetzte (Schafkäse, Kuhmilch etc.). Das Aufdecken der Karten sollte zügig gehen und immer nur mit einer Hand.

Kuhmilchschafkäsefuss

Nun müssen die Spieler wachsam sein. Liegt eine Kombination auf dem Tisch mit einem passenden Trio, z. B. Kuh, Milch und Kuhmilch, so erscheint das Kuhmilchschaf und möchte die Füsse der Spieler anknabbern. Das wird mit einem Schlag auf das Bild des Kuhmilchschafes verhindert. Wer seine Hand zuerst auf dem Kuhmilchschaf hat, gewinnt alle Ablagestapelkarten und verteilt sie an seine Mitspieler. Damit verhindert man den schnellen Kartenabbau aller Mitspieler, geschicktes Verteilen natürlich vorausgesetzt.

Kuhmilchschafkäsefuss lebt auch von den Fehlern der Spieler. Irrtümliches Schlagen des Kuhmilchschafes, ein Zucken mit der Hand, zu langsames Vorlesen oder gar ein Versprecher haben sofort die Aufnahme aller Karten zur Folge.

Kuhmilchschafkäsefuss

Doch das ist noch lange nicht alles. Erscheint ein Käsefuss in der Auslage, bestätigen das alle Spieler mit einem lauten „Müüüüh“, dem Ruf des Kuhmilchschafes. Der letzte Rufer erhält von allen Mitspielern eine Karte geschenkt.

Wer seine letzte Karte weggespielt hat, gewinnt das Spiel. Der eigene Ablagestapel muss allerdings auch weg sein. Das erreicht man nur mit einem letzten, korrekten Schlag auf das Kuhmilchschaf. Zu einem frühzeitigen Ende kann es kommen, wenn je eine Karte Kuh, Milch, Schaf, Käse und Fuss ausliegt. Das ist erst ab 5 Spielern möglich. Wer eine derartige Situation zuerst erkennt und den Namen des Spiels dazu ruft, gewinnt vorzeitig.


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Fazit

Kuhmilchschafkäsefuss zähle ich zu den Spielen der Hirnverzwirbler. Es ist eines dieser simplen, locker-flockig daherkommenden Spielen, die eine Menge Konzentration und schliesslich auch Reaktion einfordern. Neben dem korrekten Benennen der eigenen Karten muss man immer die Summe aller Karten im Überblick behalten. Liegt bereits ein Trio aus? Kuhmilchschafkäsefuss lebt vom schnellen Spiel und der Schadenfreude. Eben teilt man seinen Mitspielern noch Karten aus, schon steckt man selber wieder ein bei der nächsten Unachtsamkeit. Das ist zugleich eine kleine Schwäche des Spiels. In ausgewogenen Spielgruppen wandern die Karten hin und her und es ist gar nicht so einfach, die Partie zu beenden. Zur Not beendet man das Spiel mit einem Gewinner mit den wenigsten Karten. In den meisten Fällen endet das kleine, knackige Spiel aber nach vielen „Müüüh“’s und einem letzten Schlag auf das Kuhmilchschaf. Es ist ein Kartenspiel, das für schnelle Unterhaltung am Spieltisch sorgt und ganz wenig Vorbereitung benötigt. Hin und wieder muss man lediglich ein wenig einstecken können.

Alles über Kuhmilchschafkäsefuss

Kuhmilchschafkäsefuss | Autor: keine Angabe| Illustration: keine Angabe | Verlag: Pihu

Spielerzahl: Kartenspiel für 4 – 6 Personen
Spieldauer: ca. 20 Minuten
Altersangabe: ab 6 Jahren
Benötigt: Einen Schlag für Kuhmilchschafe
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: kein 2er-Spiel
Beste Spielerzahl: 4 – 6 Personen
Richtet sich an: Familie

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