La Cucaracula – Spielkritik

La Cucaracula geistert durch das Schloss und will die Kinder erschrecken. Dank der Schweizer Viersprachigkeit erscheint das Ravensburger-Spiel hier mit internationalem Namen. In Deutschland heisst der böse HEXBUG Kakerlacula.

La Cucaracula

Ravensburger führt damit das erfolgreiche Konzept mit dem selbstständigen kleinen Käfer weiter. Bereits zwei Abenteuer gibt es, nun führt ihn der Weg aufs Schloss. Der Spielaufbau ist riesig: Ein grosser Spielplan mit vielen Räumen, durch Wände abgetrennt. Der Mond scheint über dem Schloss und besonders auffällig ist das grosse Katapult am anderen Ende des Spielplans. Es ist eindeutig der Star in diesem spielerischen Abenteuer, bei dem man La Cucaracula zu weiten Flügen verhelfen will. La Cucaracula ist ein kooperatives Spiel – alle gegen den flinken Käfer. Die Spieler versuchen im ganzen Schloss Kerzen anzuzünden, La Cucaracula will das verhindern. Berührt er eine Spielfigur, muss sie zurück ins Kinderzimmer und gibt einen Knoblauch-Chip ab. So lange die Spieler noch Knoblauch besitzen, spielen sie weiter. Entweder geht im ganzen Schloss das Licht an oder La Cucaracula streift die Spielfiguren zu oft. Beides führt zum Ende des Spiels.

La Cucaracula ist ein hektisches Spiel. In sämtlichen Räumen auf dem Schloss liegen Kerzen. Jeder Spieler muss die Kerzen seiner Farbe erreichen. Die Bewegung erfolgt mit dem Würfel. Der Reihe nach würfeln die Spieler und fahren ihre Spielfiguren durch die Räume. Erreicht man eine passende Kerze, dreht man sie um und sie brennt. Während der ganzen Zeit bewegt sich auch der HEXBUG durch das Schloss. Möglichen Berührungen kann man ausweichen, indem man die Spielfiguren eher am Rand der Räume platziert. Hat La Cucaracula trotzdem Erfolg, startet man im Kinderzimmer neu. Es muss also schnell gespielt werden.

La Cucaracula

Die Knoblauch-Chips sind wichtig, sie halten die Spieler am Leben. Es wird Zeit, das Katapult einzuführen. La Cucaracula kann sich nämlich verlaufen. Gerät er in die Sackgasse zum Katapult, gewinnt er einen Freiflug. Der Spieler mit dem Katapult-Chip haut auf die Schleuder, die Kakerlake fliegt Richtung Mond auf der anderen Spielbrettseite. Geht sein Flug durch den Mond, erhalten die Spieler sämtliche Knoblauch-Chips zurück, die der Käfer bisher erobert hat. Landet er im Burggraben, bringt das immerhin noch einen Chip. Verfehlt der Käfer das Ziel, geht es ohne neue Chips weiter. Natürlich ist beim nächsten Flug ein anderer Spieler an der Reihe. Die Flugphase verlängert den Spielspass also um einige Knoblauchzehen.

La Cucaracula
La Cucaracula vor dem Abflug

La Cucaracula lässt sich variieren. Am Schwierigkeitsgrad schraubt man mit den Knoblauch-Chips, einer Verkleinerung des Mondes oder wenn die Spielfiguren nur in die Mitte der Räume stehen dürfen. Dem Spiel liegt auch eine Variante bei, in der man gegeneinander antritt. Dann sammelt man die Kerzen in der ersten Phase und bestreitet in Phase zwei ein Wettschiessen mit La Cucaracula. Am Ende zählt das persönliche Ergebnis eines Spielers.


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Fazit

La Cucaracula ist eine weitere tolle Idee für ein Spiel mit dem HEXBUG. In der gesamten Reihe ist es wohl das einfachste. Am Anfang plagen einen noch Skrupel, den Käfer durch die Luft zu schiessen. Aber sind wir ehrlich: Das macht am meisten Spass. La Cucaracula ist ein einfaches Sammelspiel und gefällt mir in der kooperativen Variante am besten. Dann ist auch das Katapult mitten ins Spiel eingebunden. Die Spieler dürfen sich gegenseitig helfen, wenn jemand alle eigenen Kerzen angezündet hat. Das Spiel ist nun schon länger in Betrieb, es verliert seinen Reiz bei Kindern nicht. Doch zwei Dinge fallen mir auf: Das Abräumen erfordert ein wenig Feingefühl, sonst wölben sich die Böden bald, wenn alles einfach in die Schachtel gequetscht wird. Der HEXBUG überzeugt mich in dieser Variante nicht vollends. Ihm geht nämlich im wahrsten Sinne des Wortes die Puste aus. Mit voller Energie schafft er alles, doch bald stösst er an Grenzen, bleibt in Ecken stecken und bewegt sich nicht mehr geschmeidig durch das Schloss. Das Problem lässt sich nur mit einer neuen Batterie lösen. Für den vollen Spielspass muss man die, nach meinem Gefühl, zu oft wechseln. Solche Probleme hatte ich mit den Vorgängerspielen nicht. Und ein lahmer La Cucaracula trübt den Spielspass natürlich ein wenig.

Alles über La Cucaracula

La Cucaracula/Kakerlacula | Autoren: Inka und Markus Brand | Illustration: Janos Jantner | Verlag: Ravensburger

Spielerzahl: Würfel- und Geschicklichkeitsspiel für 2 bis 4 Personen
Spieldauer: 15 Minuten
Altersangabe: ab 6 Jahren
Benötigt: Würfeln im Höhenflug
Wiederspielreiz: ok

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: 3 oder 4 Spieler
Richtet sich an: Familien, Kinder

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