La Isla – Spielkritik

Forscher erkunden die grosse Insel auf der Suche nach seltenen, schützenswerten Tierarten. Mit solch ehrenwerten Absichten startet man seine Mission beim neuen alea-Brettspiel La Isla. Die Insel ist gross und trotzdem treten sich die Forscher schon bald gegenseitig auf die Füsse. Daher muss der Einsatz gleich in mehrfacher Hinsicht gut koordiniert sein.

La Isla 1Der sardische Pfeifhase, der Dodo, der Eulenfalter, der Riesenfossa oder die Goldkröte – sie alle befinden sich auf La Isla und wollen von uns gerettet werden. Kreist man mit seinen Forscher solch ein seltenes Exemplar ein, schnappt man es sich und bringt es in Sicherheit. La Isla liegt in jeder Spielrunde neu aus und besitzt neben den vielen, seltenen Tieren auch unterschiedliche Geländearten. Forscher lassen sich dadurch natürlich nicht beeindrucken und gehen forsch voran. Gesteuert wird das Spiel durch Karten und ein gefaltetes Etui, das die einzelnen Aktionsphasen wunderbar voneinander abtrennt.

In der Kartenphase nehmen sich die Spieler gleichzeitig drei Handkarten von verdeckten Nahziehstapeln. Auf jeder Karte findet man eine Auswahl für die folgenden Aktionsphasen: Eine Sonderaktion, ein Geländestein und eines der seltenen Tiere. Die gezogenen Karten verteilt man möglichst vorteilhaft unter sein Spieletui – für jede Aktion eine Karte.
Danach wird gespielt. Grosser Vorteil: Vieles kann man gemeinsam erledigen, die Wartezeiten sind gering.
– Die gewählte Sonderaktion wird aufgedeckt und ins eigene Etui gesteckt. Ab sofort kann sie genutzt werden. Beispiele: Günstiger forschen, Extrapunkte, eine zusätzliche Handkarte ziehen etc. Im Etui ist aber nur für drei Karten Platz. Ab der vierten Spielrunde muss man immer eine alte Sonderfunktion mit einer neuen abdecken.
– Die Karte mit dem Geländestein wird aufgedeckt. Der entsprechende Stein wird in den Besitz genommen.
– Die Forscher bewegen sich. Diese Phase wird der Reihe nach vorgenommen. Für zwei Geländesteine darf ein Forscher auf ein entsprechendes Feld der Insel gestellt werden. Kreist man dabei ein Tier ein, darf man es zu sich nehmen. Will oder kann man nicht forschen, nimmt man sich einen Geländestein.
– Die letzte Aktionskarte mit einem ausgewählten Tier wird umgedreht. Das Tier wird gewertet, der dazugehörige Tiermarker eine Position nach oben verschoben. Für jedes Tier in seinem Besitz, erhält man einen Punkt.

La Isla 2

Um Punkte geht es auch bei La Isla. Schon während des Spiels kann man also einige Punkte sammeln. Immer wenn man einen Tiermarker bewegen kann, erhält man Punkte für Tiere im eigenen Besitz. Bei einem erfolgreichen Tierfang erhöht man, je nach Schwierigkeit, sein Punktekonto ebenfalls. Über Sonderfunktionen der Karten kann man sich Bonuspunkte sichern.
Bei Spielende wertet man jeden Satz aus fünf verschiedenen Tieren. Jedes Tier punktet zudem noch alleine, je nach Höhe des entsprechenden Tiermarkers.
Die Tiermarker bestimmen auch das Spielende. Überschreiten sie (je nach Spielerzahl) eine bestimmte Summe, endet die Forscherreise auf La Isla.

Fazit:
La Isla besitzt einen eingängigen Spielablauf. Trotzdem muss man so einiges bedenken, um eine reibungslose Aktionsphase zu gestalten. Das beginnt natürlich schon mit dem Ziehen der Karten. Runde für Runde liegen Glück und Pech ganz nahe beisammen. Wer beispielsweise sein bestes Tier im Stall nie werten kann, weil man die entsprechende Tierkarte nicht zieht, rennt bereits den Punkten nach. Die Spielmechanik mit dem Etui ist super und durchdacht. Alle Spieler sind meist gemeinsam aktiv. Die Karten bieten drei Spielmöglichkeiten an. Welche davon will man nutzen?
Für erfolgreiche Expeditionen braucht man die passenden Geländesteine. Kombiniert mit den richtigen Sonderaktionen kommt man weit herum auf La Isla. Wo es anfangs noch ruhig und beschaulich ist, wird es durch die vielen Forscher bald eng und die gewünschten Tiere werden rar.
Forschen auf La Isla bedeutet ganz einfach, die glückslastige Kartenwahl möglichst perfekt in seine Expeditionen einzubauen. Und da jede Partie anders verläuft, macht diese Herausforderung immer wieder Spass.

La Isla | Autor: Stefan Feld | Verlag: alea / Ravensburger
Taktikspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 45-60 Minuten | Ab 10 Jahren | Benötigt: Karten, Karten, Geländesteine und Karten | Wiederspielreiz: gross

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