Leo muss zum Friseur – Spielkritik

„Mann, hast du wieder eine Mähne. Ab mit dir zum Friseur!“ So was hört sich der Löwe Leo täglich an. Also macht er sich auf den Weg, auf dem er immer wieder andere Tiere trifft und die Zeit vergisst. Schafft er es trotzdem bis zu Bobos Salon? Denn eins ist klar: Leo muss zum Friseur.

leo-muss-zum-friseurDer Weg durch den Dschungel führt über 30 Wegplättchen. Sie liegen verdeckt. Alle Spieler versuchen gemeinsam, Leo zum Friseur zu bringen. Sie spielen Bewegungskarten, die Leo mal schneller, mal langsamer durch den Dschungel führen. Doch bei jedem Wegplättchen trifft Leo ein befreundetes Tier. Stimmt die Farbe der Bewegungskarte mit dem Wegplättchen überein, marschiert Leo schnell weiter und verliert keine Zeit. Sind die Farben unterschiedlich, verplappert sich Leo mühsam und die Zeit auf der Uhr muss gleich um Stunden vorgestellt werden. Glück hat Leo, wenn er bei einem Wegweiser landet. Kein Tier, kein Geschwätz – und weiter geht die Reise. Nicht bei jedem Tier verbringt Leo gleich viel Zeit. Logisch, dass die Löwin am meisten zu einem Schwätzchen lockt und gleich 5 Stunden in Anspruch nimmt.

Leo hat genau 12 Stunden Zeit, dann schliesst der Friseursalon. Leo darf wieder nach Hause und versucht es am nächsten Tag erneut. Die Spieler haben genau 5 Tage Zeit, um mit Leo Bobos Salon zu erreichen. Mit jedem Tag gewinnen sie aber hilfreiche Erkenntnisse dazu. Sie merken sich die Farben der aufgedeckten Wegplättchen. Am nächsten Tag sind sie zwar wieder verdeckt, doch man versucht sie mit der richtigen Farbe zu erreichen.
Das funktioniert tatsächlich gut. Meistens zumindest. Mit jedem Tag kommt Leo dem Friseursalon näher. Und mit gutem Teamwork trägt Leo seine Mähne wieder modern und kurz, bevor der 5. Tag zu Ende geht.

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Leo muss zum Friseur lässt sich mit einfachen Mitteln schwieriger oder auch leichter gestalten. In der schwierigen Variante darf erst geredet werden, wenn der erste Papagei auftaucht oder es wir ein Halt vor Bobos Friseurstuhl eingelegt. Einfacher wird das Spiel mit offenen Handkarten. Damit variiert man, bevor Leos Mähne bis zum Boden reicht.

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Fazit:
Leo muss zum Friseur ist ein Wettlauf mit Memory-Effekt. Nach dem ersten Tag meint man oft, den Friseurstuhl nie aus der Nähe zu sehen. Doch nach und nach lüften sich die Geheimnisse des Dschungels. Das Wissen wird von Runde zu Runde erweitert. Mit den passenden Handkarten könnte das ein Spaziergang werden. Leo durch den Dschungel zu begleiten macht einfach grossen Spass. Leo ist ein Wohlfühl-Löwe, man nimmt ihm seine Mähne nicht übel. 2016 erhielt das Spiel eine Nomination zum Kinderspiel des Jahres – zu Recht! Leo unterhält aber die ganze Familie und rückt, wie so oft bei Memory-Spielen, die Kinder sogar in den spielerischen Vordergrund. Ein klare Empfehlung für ein wunderschönes Spiel!

Leo muss zum Friseur | Autor: Leo Colovini | Verlag: CH: Game Factory / D: Abacusspiele
Teamspiel für 2-5 Personen | Spieldauer: 30 Minuten | Ab 6 Jahren | Benötigt: Informationen über Farbe und Zeit im Dschungel | Wiederspielreiz: sehr gross

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