Lighthouse Run – Spielkritik

Ein Unwetter zieht auf und die Schiffe segeln den Fluss entlang in den sicheren Hafen. Nur im Schein der Leuchttürme findet man den sicheren Weg. Lighthouse Run ist ein besonders schönes Wettrennen, bei dem man auch die Mitspieler hin und wieder unterstützt.

Lighthouse Run

Über exakt 12 Runden läuft das Rennen gegen das Unwetter. Die Wolke nähert sich Runde für Runde dem Hafen. Holt sie Schiffe ein, scheiden sie aus und ankern vor Ort. Je näher man seine 5 Schiffe an den rettenden Hafen führt, desto mehr Punkte erhält man.

14 Bewegungskarten stehen den Spielern zum Manövrieren der Schiffe zur Verfügung, nur 12 davon kommen allerdings zum Einsatz. Das aber gleich in doppelter Hinsicht. Mit dem oberen Teil der Karte versetzt man die Leuchtfeuer der Leuchttürme am Fluss. Die unteren Kartenbereiche bestimmen die Schiffsbewegungen. Jeder Spieler besitzt einen verdeckten Kartenstapel, von dem er nur drei Karten in der Hand hält, um den nächsten Spielzug zu planen. Ganz wichtig dabei: Schiffe dürfen nur auf ein beleuchtetes Feld bewegt werden, sonst verfallen weitere Schritte.

Lighthouse Run

Der Reihe nach absolvieren die Spieler ihre Segeltouren. Die Leuchtturmaktion kommt zuerst: Die aktuelle Bewegungskarte zeigt an, ob ein bestimmter Leuchtturm bedient werden muss, oder ein beliebiger Lichtkegel versetzt wird. Danach sind die Schiffe an der Reihe. Auch hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Mit einer Solo-Karte bewegt man ein einzelnes Schiff, eine Gruppen-Karte bringt mehrere eigene Schiffe voran, allerdings vom selben Feld aus. An den Koop-Karten freuen sich auch die Mitspieler. Vom gewählten Feld aus bewegt man ein Schiff jeder dort stehenden Farbe. Bewegt man mindestens ein fremdes Schiff mit, erhält man einen Bewegungsbonus und fährt das eigene Schiff gleich nochmal so weit.

Lighthouse Run

Am Ende einer Runde schiebt man die Wolke eine Position voran. Sie startet gemütlich und nimmt immer mehr Fahrt auf. Nach 12 Runden zählen die Spieler ihre Positionspunkte zusammen und der Sieger steht fest.

Lighthouse Run bietet für 2 Spieler besondere Varianten an. Entweder spielt Erik mit und imitiert einen dritten Seefahrer, allerdings ohne Gruppenkarten. Oder man spielt gleich mit 2 Farben und lässt eine grosse Flotte in See stechen.


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Fazit

Lighthouse Run ist ein Familienspiel, wie ich es mir wünschen würde. Gross und schön in der Aufmachung, einfach in der Handhabung, mit ein paar wenigen Kniffen. Natürlich ist die Aktionswahl von den aktuellen Handkarten abhängig. Doch aus drei Karten findet man oft etwas Passendes und am Ende besitzen alle Spieler dieselben Karten, die sie irgendwann einmal einsetzen. Die Lichter der Leuchttürme kann man bewusst wandern lassen, Wege eng machen und abschneiden. Und die Koop-Karten sind immer eine Gratwanderung. Es locken die Boni, trotzdem will man die Mitspieler nicht zu weit vorantreiben. Vieles ist eine Frage des Timings bei Lighthouse Run. Zu Beginn wähnt man das Unwetter weit weg und plötzlich geht es ganz schnell, Schiffe scheiden aus, andere kommen voran. Das Gerangel um die Positionen auf dem Fluss ist ein einfaches Wettrennen, bei dem man auch mit der Hilfe der Mitspieler plant. Übersichtlich – eben für die ganze Familie.

Alles über Lighthouse Run

Lighthouse Run| Autor: Jim Harmon | Illustration: Christian Fiore | Verlag: AMIGO

Spielerzahl: Wettlauf für 2 bis 4 Personen
Spieldauer: 30 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Positionskampf im Leuchtfeuer
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: es geht
Beste Spielerzahl: 3 bis 4 Spieler
Richtet sich an: Familien

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