Magic Rabbit – Spielkritik

Die Kaninchen machen sich kurz vor der nächsten Vorstellung selbstständig. Ordnung muss sein, besonders für den Zauberer, sonst wird er bei Magic Rabbit zum Zauderer. Ein Echtzeitspiel mit Merkeffekt in etwas mehr als 2 Minuten.

Magic Rabbit

Die kleine Spielschachtel kommt selber wie eine kleine Zauberbox daher. In der Packung findet man Zauberhüte, Kaninchen und Umschläge. Von den Umschlägen würde ich vorerst die Finger lassen, denn zuerst muss man sich bewähren. Die ordentliche Hand des Zauberers ist gefragt. Die Kaninchen verteilt man verdeckt in einer zufälligen Reihenfolge auf dem Tisch. Die Zauberhüte liegen offen auf den Kaninchen – ebenfalls zufällig. Am Ende flattern noch ein paar Tauben auf die Hüte und verdecken die Sicht. Es geht heute wirklich alles drunter und drüber vor der Vorstellung. Da das Publikum schon im Saal sitzt, heisst es leise sein. Kein Wort darf während der nächsten 2.30 Minuten gesprochen werden. Dafür soll danach wieder Ordnung herrschen – ganz einfach.

Die Spieler sind der Reihe nach am Zug. Vor der ersten Aktion dreht man die Sanduhr um, der Countdown läuft, exakt 2.30 Minuten. Magic Rabbit ist ein kooperatives Spiel. Entweder es gelingt, die Aufführung zu retten oder eben nicht. Genau 3 Aktionen haben die Zauberer zur Verfügung:
Man hebt einen ganzen Stapel an und sieht sich geheim das Kaninchen an. Die Zahl ist entscheidend, denn die Kaninchen sollen am Ende in der richtigen Reihenfolge von 1 bis 9 bereit sein. Stapel mit Tauben drauf kann man leider nicht anheben.
Man vertauscht 2 Hüte seiner Wahl. Auch hier gilt: Am Ende muss die Reihenfolge von 1 bis 9 eingehalten werden. Liegt eine Taube auf dem Hut, kann er nicht getauscht werden.
Man vertauscht 2 ganze Stapel miteinander. Mit einer Taube auf dem Stapel ist auch das nicht möglich.

Magic Rabbit

Am Ende einer Aktion darf man 1 Taube auf einen anderen Stapel verschieben. Das verbessert die Sicht, bringt aber andernorts Probleme. Schnipst man mit den Fingern ist der nächste Spieler an der Reihe. Es darf ja nicht kommuniziert werden und die Zeit drängt.

Ist die Sanduhr abgelaufen, endet die Partie. Sind die Hüte und die Kaninchen in der passenden Reihenfolge geordnet, hat man gewonnen und die Vorstellung gerettet.

Magic Rabbit

Magic Rabbit bietet aber noch viel mehr. In drei Umschlägen findet man zusätzliche Herausforderungen, die es in sich haben. Ob das böse Kätzchen auftaucht, die Turteltauben erscheinen oder die Hypnose des Zauberers greift – viele kleine Veränderungen sorgen für Abwechslung im Spiel. Trotzdem muss alles in 2.30 Minuten bereit sein!


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Fazit

Magic Rabbit ist selber wie Zauberei. Es braucht so wenig, um ein knackiges Spiel zu erstellen. Das kooperative Merkspiel läuft in Echtzeit ab. Das heisst, es bleibt keine Zeit, um durchzuatmen. Man merkt sich die Dinge, versucht sie zu verbessern und hofft, dass kein Mitspieler ins Zauberhandwerk pfuscht. Schon das Grundspiel fordert der Gruppe einiges ab. Mit den Umschlägen sorgen Kleinigkeiten für zusätzlichen Schub. Die Lernkurve einer Spielgruppe steigt von Partie zu Partie. Wer koordiniert vorgeht, macht keine überflüssigen Aktionen. Doch dazu muss man auf die Mitspieler achten. Magic Rabbit spielt sich kurz, knackig, intensiv und fordert mächtig heraus. Das ist Zauberei aus der kleinen Spielschachtel.

Alles über Magic Rabbit

Magic Rabbit | Autoren: Julie Dutois, Romaric Galonnier, Ludovic Simonet, Cécile Ziégler | Illustrationen: Jonathan Aucomte | Verlag: Funbot

Spielerzahl: Echtzeitspiel für 1 – 4 Personen
Spieldauer: 2.30 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Kaninchen und Hüte
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 1 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

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