Magic Triland – Spielkritik

Magic Triland, eine kleine, terrassenförmig angelegte Insel im Ozean steht im Mittelpunkt des neuen Spiels der Stiftung Brändi. Die Aufgabe ist so einfach, wie schwierig: Boten mit Ringen sollen sich bei den Alchimisten magische Perlen herstellen lassen, um dem eigenen Königreich zu Weisheit und Kraft zu verhelfen.

Und wie immer bei Brändi-Spielen kann man schon auf den ersten Blick sagen: Das Material ist einfach grandios und hochwertig. Oder wie es auf der Spielschachtel steht: Massivholz! Magic Triland ist ein Spiel für 2 oder 3 Personen. Die Regeln unterscheiden sich dabei ein wenig. Zudem gibt es noch Varianten, die man ins Spiel einbauen kann. Der Grundmechanismus bleibt jedoch bestehen.
Gespielt wird auf einem dreieckigen Spielfeld, auf dem sechseckige Felder eingezeichnet sind. In der ersten Spielphase entsteht hier die terrassenförmige Landschaft, die in jeder Partie anders aussieht. Die Spieler legen abwechselnd ihre Massivhölzer aufs Spielbrett. Die Feldsteine gibt es in 6 unterschiedlichen Höhen. So entsteht schnell eine Terrasse, auf der gleich danach die Boten losgeschickt werden.
Jeder Spieler besitzt ein Heimatfeld (an der Spitze des Spielfeldes) und zwei Boten in der eigenen Spielfarbe. Als „Boten der Nacht“ oder „Boten des Tages“ haben sie unterschiedliche Sockel: Hell oder dunkel. Nicht ganz zufällig gibt es die Felder der eben gebauten Terrasse ebenfalls in hell oder dunkel. Dazu später mehr. Jeder Bote bekommt noch einige Ringe (je nach Spielerzahl und Version) mit auf den Weg. Und mit 8 Energiekarten mit den Werten von 0-8 geht es los. Die Boten sollen ihre Ringe mit anderen Boten tauschen und sie bei den Alchemisten auf den entsprechenden Feldern am Spielfeldrand in Perlen der Mischfarbe verwandeln.

Die Boten werden mit den Energiekarten bewegt. Dazu spielt man immer zwei von ihnen aus. Die Summe der beiden Karten muss man vollständig verwenden, kann sie aber auf beide Boten aufteilen. Die Energie verwendet man, um die Höhenunterschiede auf den Terrassen zu überwinden. Für jede Stufe benötigt man einen Energiepunkt. Auf jedem Feld darf sich nur ein Bote befinden. Einzige Ausnahme: Der Zug endet auf einem besetzten Feld. Dann stehen dort zwei Boten, die sich immer ganz freundlich begegnen – sie tauschen!
Besitzt der Sockel der Spielfigur dieselbe Farbe wie die Terrasse (also beide hell oder beide dunkel), ist die Figur stark. Eine starke Figur bestimmt den Tausch und wählt die Ringe oder Perlen beider Spielfiguren aus. Ein Gegenstand muss übergeben werden. Sind beide Figuren gleichwertig (stark oder schwach), wählt jeder Spieler selber, was er abgibt. Auch zwei eigene Boten tauschen, sollten sie sich treffen.

So wird Magic Triland zu einem Wettrennen der Boten, die sich mit den richtig ertauschten Ringen Perlen sichern. Die Energiekarten nimmt man nach vier Spielzügen wieder auf die Hand und schöpft aus dem Vollen.
Wer zuerst das Heimatfeld mit der richtigen Perle erreicht, gewinnt den Wettstreit der Boten.

Magic Triland kann man in verschiedenen Varianten spielen. In den Versionen zu zweit oder zu dritt wählt man die Perlenanzahl, die man sammelt. Die 0er-Karten werden, je nach Perlenzahl zu wertvollen Jokerkarten. Möchte man ein wenig mehr Zufall im Spiel haben, zieht man sich gegenseitig Energiekarten und stärkt oder schwächt so das eigene Kartendeck.

Fazit

Magic Triland ist ein hochwertig produziertes Spiel. Das ist Brändi-Qualität! Die hölzernen Terrassen präsentieren sich in jeder Partie anders. Das Spielthema wirkt, das muss man so sagen, ziemlich aufgesetzt. Man liest sich die Story wohl zu Beginn einmal durch, während des Spiels ist sie aber nicht mehr relevant. Magic Triland ist einfach ein wunderschönes, strategisches Holzspiel. Man überlegt sich, wie man die Boten auf dem besten Weg von A nach B bringt, woher man die passenden Ringe erhält. Erst ist man von den Mitspielern abhängig, doch das ändert sich, sobald man Perlen besitzt. Nun versuchen die Spieler die Rückkehr zur Heimat zu verhindern. Da geht es auch mal nicht so zimperlich zu und her, wenn sicher geglaubte Perlen den Besitzer wechseln müssen. Man kommt eben nicht immer nur auf starken Feldern über das Spielbrett. Auch die Energiekarten kann man in die eigenen Berechnungen einbeziehen. Wer die Spielzüge seiner Mitspieler aufmerksam verfolgt, rechnet sich aus, welche Werte sie noch besitzen. Magic Triland ordnet sich in das Genre der abstrakten Strategiespiele ein. Durch die in jeder Partie veränderten Bedingungen und möglichen Regelveränderungen hat man einiges auszuprobieren. Der Wettstreit um Ringe und Perlen macht auf jeden Fall hochwertigen Spass.

Magic Triland | Autor: Robert Schmid | Verlag: Stiftung Brändi
Strategiespiel für 2 oder 3 Personen | Spieldauer: 20-40 Minuten | Ab 10 Jahren | Benötigt: Ringe und Perlen über mehrere Terrassen | Wiederspielreiz: gross

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