MammuZ – Spielkritik

Eiszeit herrscht nicht nur thematisch beim Kartenspiel MammuZ. Hier tauscht man eisige Blicke aus, wenn bei jeder Karte geblufft wird. Oder etwa doch nicht? So niedlich Mammut, Säbelzahntiger und Hase auch aussehen, man sollte sie doch ganz schnell wieder loswerden.

MammuZ 1In der Tischmitte liegen sämtliche Tierkarten als eiszeitliche Übersicht aus. Gross ist auch die Anzahl der noch übrig gebliebenen Tiere auf den Karten zu erkennen. Doch das macht die Angelegenheit nicht unbedingt einfacher.
Sämtliche Tierkarten werden an die Spieler verteilt, der grosse Bluff kann beginnen. Der Startspieler legt zwischen 1 und 4 Karten verdeckt auf den Tisch und behauptet stolz, um welche Rasse es sich dabei handelt. Der nachfolgende Spieler hat nun zwei Möglichkeiten. Entweder er glaubt dem Startspieler und legt gleich ein paar Karten der selben Rasse nach. Oder er zweifelt die Ansage seines Vorgängers an und deckt eine der Karte auf. Zweifelt er zu Unrecht, muss er sämtliche Karten auf seine Hand nehmen. Deckt er tatsächlich eine falsche Karte auf, nimmt der Schwindler alle Karten zu sich.

MammuZ 2

Mit diesem Mechanismus lässt MammuZ einigen Spielraum offen. Legt man tatsächlich die angesagten Tierkarten, ein Gemisch aus verschiedenen Arten oder blufft man sich mutig mit fremden Tieren durch das Spiel? Oft übersteigen die auf dem Tisch liegenden Karten die mögliche Anzahl einer Tierrasse. Doch wer hat nun geschwindelt. War es der letzte Spieler oder vielleicht schon der Initiator der aktuellen Spielrunde?
Einige Dinosaurierkarten sorgen für zusätzlichen Wirbel im Spiel. Sie werden wie die Tierkarten abgelegt. Deckt man jedoch eine Dino-Karte auf, spielt die Eiszeit verrückt. Ein Spieler bestimmt, wer die Karten aufnehmen muss, alle ausliegenden Karten werden an die Spieler verteilt oder der Kartenstapel wird für die nächste Runde aufgespart – nur um einige Beispiele zu nennen.

MammuZ 3

Eine Tierart kann während des Spiels aussterben. Wenn ein Spieler sämtliche Karten einer Rasse besitzt, legt er sie ab. Der Spielraum wird so immer kleiner.
Wer seine letzte Tierkarte ablegen kann, gewinnt das Spiel. Die letzte Karte muss von den Mitspielern jedoch immer angezweifelt werden. Damit kann man eine Partie nur mit einer wahren Ansage oder einer passenden Dino-Karte beenden.

Fazit:
MammuZ ist ein Kartenspiel mit einfachen Regeln. Hier muss zum richtigen Zeitpunkt geschummelt werden. Eine geschickte Kartenmischung oder auch die Dinosaurierkarten haben schon manchen Spieler gerettet. MammuZ macht in der Anfangsphase viel Spass. Durch geschicktes Bluffen, ein wenig Zocken und richtiges Einschätzen der Mitspieler kann man seine Kartenhand schnell reduzieren. Ein wenig zäh spielt sich MammuZ gegen Ende einer Partie. Während sich das Schummeln erst als grosse Stärke des Spiels erweist, kann es am Ende nur mit einer richtigen Ansage oder einer passenden Sonderkarte beendet werden. Schliesslich MUSS die letzte Karte ja angezweifelt werden. So dauert es manchmal einige Runden bis man sein Ziel erreicht, weil man nicht immer selber am Zug ist und die Tierart bestimmt. In dieser Situation ist auch ein Bluff nutzlos. Damit zeigt das Spiel neben vielen lustigen Momenten auch sein eisiges Gesicht.

MammuZ | Autor: Nikolay Pegasov | Verlag: Abacusspiele
Kartenspiel für 3-7 Personen | Spieldauer: 20 Minuten | Ab 7 Jahren | Benötigt: Gut getimtes Bluffen | Wiederspielreiz: ok

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