MicroMacro Crime City – Spielkritik

Es ist mächtig viel los in MicroMacro Crime City. Das Verbrechen treibt in der Stadt an jeder Ecke sein Unwesen. Es braucht Detektive mit scharfen Augen, um auf dem grossen Wimmelbild Klarheit zu schaffen. Das gelingt in den vielen unglaublichen Fällen mit grosser Begeisterung.

MicroMacro Crime City

Ein innovatives Spielprinzip präsentiert sich hier. Eigentlich mit einem bekannten System dahinter. Wer kennt nicht noch die Wimmelbilder, in denen man Walter suchen musste. An diesem System orientiert sich MicroMacro Crime City. Und da steckte ganz bestimmt jede Menge Arbeit hinter dem Spiel. Die Stadt entfaltet sich mit einer grossen Zeichnung auf dem Spieltisch. MicroMacro benötigt Platz, viel Platz. In der Stadt ist jede Menge los. Auf dem Spielplan, der für jeden Kriminalfall zentral ist, findet man zahlreiche Menschen, Autos, Geschäfte und Alltagssituationen, die man in jeder anderen Stadt so ebenfalls antrifft. Zumindest beinahe so, denn Crime City ist die Stadt des Verbrechens. Und so ist auf den zweiten Blick erkennbar: In dieser Stadt liegen jede Menge Menschen regungslos am Boden herum. Das muss nicht sein. Daher sind gute Detektive gefragt, die sich den schlimmsten Fällen annehmen und gemeinsam nach Lösungen suchen. 16 unterschiedlichste Kriminalfälle warten auf die Spieler.

Eine grosse Einführung benötigt das Spiel nicht, trotzdem ist ein kleiner Einführungsfall in der Schachtel enthalten. Dort wird in wenigen Schritten das Spielprinzip am laufenden Fall erklärt.
Die einzelnen Kriminalfälle sind auf mehreren Spielkarten in kleinen Portionen erzählt. Es beginnt mit einer schrecklichen Tat, die man erst auf dem Spielplan suchen muss. Danach erhält man mit jeder weiteren Karte eine neue Fragestellung, die man beantwortet. Dazu beraten sich die Detektive und suchen auf dem Spielplan nach dem Hergang.

MicroMacro Crime City

Die Herleitung der Tat findet man irgendwo in der Stadt. Dort sind die Personen eines Falles mehrfach eingezeichnet. Ihr Weg lässt sich zurück verfolgen, wenn man sich in Crime City genauer umsieht. So läuft man ganze Wegstrecken ab, kombiniert sich über die Bilder weiter zum nächsten wichtigen Ort des Geschehens und lässt sich mit einer neuen Karte in ein weiteres Kapitel des Falles führen – bis die Lösung auf der Hand liegt. Kommt man an einer Stelle nicht weiter, so hilft die nächste Karte mit einem Bild und einem Rasterhinweis auf die Sprünge. Es gibt immer einen Ausweg.

MicroMacro Crime City
Nur ein kleines Teilstück des Spielplans

Natürlich sind die Details manchmal sehr klein eingezeichnet. Ein kleine Lupe liegt dem Spiel allerdings bei und die Suche ist eben manchmal kriminalistische Kleinarbeit. Die einzelnen Fälle unterscheiden sich in ihrer Länge (Anzahl Fragekarten) und ihrem Schwierigkeitsgrad (1 bis 5 Sterne).

Was mir aber besonders gut gefällt: Selbst nach dem Lösen aller 16 Fälle liefert der Spielplan noch Stoff für weitere Aufgaben. Auf der eigenen Webseite zum Spiel findest du zusätzliches Futter für Detektive:
>> Zur MicroMacro-Webseite


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Fazit

MicroMacro Crime City ist ein begeisterndes Spiel, das sämtliche Detektive sofort an den grossen Spielplan fesselt. Das Element des Wimmelbildes wurde hier perfekt zu mehreren Fällen verarbeitet. Mit einem grossen Augenzwinkern jagt man Verbrecher, verfolgt kleine und grosse Bagatellen des Alltags. Die einfachen Zeichnungen sind witzig und ziemlich oft bleibt man während des Suchvorgangs an Nebenschauplätzen hängen. Dieses Gewusel in der Stadt passt absolut zum Thema. Die Fälle sind nachvollziehbar, nicht selten bewegt man sich von einem Ende zum nächsten in Crime City. Das Suchspiel beschäftigt die ganze Familie und es ist NIE bei nur einem Fall geblieben, wenn die Detektive in die Stadt eintauchten. MicroMacro Crime City spielt sich einfach erfrischend unkompliziert und fühlt sich in dieser Art neuartig an, selbst wenn man früher schon andere Wimmelbilder besucht hat. Derart viele Stories in einer Stadt zu verarbeiten, das ist schon grosse Kunst – und der Ruf nach neuen Fällen ist ebenfalls gross.

Alles über MicroMacro Crime City

MicroMacro Crime City | Autor: Johannes Sich | Illustration: Johannes Sich, Daniel Goll, Tobias Jochinke | Verlag: Edition Spielwiese, Pegasus Spiele

Spielerzahl: Suchspiel für 1 – 4 Personen
Spieldauer: 15 – 45 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Gleitblick für schwierige Fälle
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 1 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

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