Mona Klecksa – Spielkritik

Manch Meisterwerk wäre wohl keines geworden, wenn sich der Künstler strikt an die Regeln gehalten hätte. Bei Mona Klecksa versucht man sich als dreister Fälscher – doch leider nicht allein. Und da zu viele Maler das Gemälde versalzen, äh verklecksen, ist der Grat zwischen gut oder schlecht ziemlich schmal.

Mit 5 Farbkarten machen sich die vermeintlichen Künstler ans Fälscherhandwerk. Der nächste Auftrag liegt bereit, doch erst mal sind nur die benötigten Farben ersichtlich. Der Reihe nach leistet jeder Spieler seinen Beitrag ans Kunstwerk. Dabei entscheidet man sich zwischen zwei Möglichkeiten:
– Man legt so viele passende Farbkarten wie man möchte auf die gute Seite des Gemäldes.
– Oder man pfuscht am Werk herum und legt genau eine Farbkarte, die das Bild nicht benötigt, auf die schlechte Seite des Gemäldes.

Am Ende des eigenen Pinselschwungs zieht man Farbkarten nach und der nächste Künstler macht sich ans Werk. Kann ein Spieler das richtige Gemälde vollenden, indem er die letzten gesuchten Farben legt, nimmt er es zu sich und verdient damit die angegebene Anzahl von Dollars. Je nach Schwierigkeit des Bildes können bis zu 12 Dollars rausspringen.
Muss ein Spieler die dritte falsche Farbe ans Bild legen, ist das Werk versaut und geht nur noch zum halben Preis über den Schwarzmarkt. Allerdings profitieren davon die Mitspieler. Man gibt das Bild weiter, denn selber möchte man mit so einem Pfusch nichts zu tun haben.
Die Spannung besteht auch darin, dass man in jeder Runde zwingend eine Karte legen muss. So erreicht man zwar immer mehr das perfekte Bild, doch werden die richtigen Farben knapp, beisst man auch mal in den sauren Apfel und überlässt den Mitspielern das manipulierte Werk.

Wer es insgesamt auf eine Fälschergage von 25 Dollar bringt, gewinnt das Spiel und merkt gleichzeitig: Mit Fälschungen wird man nicht reich. So gesehen ein richtig lehrreiches Spiel.

Fazit

Mona Klecksa ist ein locker-flockiges Spiel für jedermann. Schnell erklärte Regeln, einfacher Einstieg. Während man zu zweit und dritt gegeneinander spielt, bildet man zu viert Teams. Alles funktioniert gleich gut, die Überlegungen drehen sich bei jedem Spielzug um das Gleiche: Will man den Mitspielern eine gute Vorlage zum perfekten Bild bieten oder stockt man die Pfuschfarben ein wenig auf. Ein gewisses Risiko bleibt natürlich. Im nächsten Zug kann es einen selber wieder treffen. Das Kartenspiel lebt auch vom Kartenglück. Manchmal ist es erstaunlich, wie viele passende Karten die Spieler gerade auf der Hand haben. Nicht alles ist vorhersehbar, aber nicht vergessen: Mona Klecksa ist ein munteres Spielchen für zwischendurch. Die Gemälde sind übrigens sehr originell gezeichnet. Daraus lässt sich abseits vom Spiel ein kleines Ratespielchen aufziehen: Von wem stammt das Original? Und wo ist der Fehler eingebaut? Lustige Sache!

Mona Klecksa | Autor: Mark Elliott | Verlag: Space Buddies
Kartenspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 15 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Farb- und Schwarzmalerei an renommierten Werken | Wiederspielreiz: gross

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