Monopoly Kanton St.Gallen – Spielkritik

Offizielle 80 Jahre hat Monopoly nun schon auf dem Buckel. Der Immobilienhandel stirbt einfach nie aus und ist ein Dauerbrenner auf den Spieltischen. Mittlerweile erscheint das Spiel in unzähligen thematischen Ausgaben. Jetzt auch in der wichtigsten aller Ausgaben – das Monopoly Kanton St.Gallen. Jaaa, darauf habe ich gewartet, denn: „Ick bin ein St.Galler!“ Und so wird’s gespielt:

Monopoly Kanton St.Gallen 1Monopoly ist das Spiel mit den meisten Hausregeln. Doch sind wir ehrlich, in der Originalfassung ist Monopoly kein Kinderspiel. Da geht es um Hypotheken, Immobilien und Schulden. Kurz: Um knallhartes Business! Die Spieler würfeln sich um den Rundkurs und landen auf unterschiedlichen Grundstücken. Gehört das Grundstück niemandem, entscheidet man, ob man es selber kaufen will. Andernfalls wird es versteigert. Landet man auf dem Grundstück eines Mitspielers, zahlt man ihm Miete für den Besuch. Die Miete kann sich erhöhen, wenn man Grundstücke mit Häusern (höchstens 4) oder gar einem Hotel bebaut. Das wird teuer.

Monopoly Kanton St.Gallen 2Monopoly ist ein Spiel, das vorwiegend von Mangel oder Überfluss lebt. Ist genügend Geld vorhanden, baut man sein Imperium schön regelmässig aus. Doch früher oder später ist Zahltag. Wird das Geld knapp, muss man seine Häuser und Grundstücke belasten oder gar verkaufen. Davon profitieren vor allem die Mitspieler oder die Bank. Ereigniskarten, Steuern und das Gefängnis tragen noch ihres zum Spiel bei, dass es eben nicht immer rund läuft. Genau dieses Handeln mit den Grundstücken, das Hin und Her mit Hypotheken und Geld machen Monopoly nicht zu einem reinen Kinderspiel.

Mit dem beiliegenden Tempowürfel spielt man Monopoly noch schneller. Zusätzliche Zahlen, der Bus oder Mr. Monopoly höchstpersönlich sorgen für ein schnelleres Spiel und schnellere Verkäufe der noch freien Grundstücke. Damit nimmt Monopoly auch bei einem kurzen Zeitfenster richtig Fahrt auf. Eine sinnvolle Spielergänzung.

Monopoly Kanton St.Gallen 3 (2)

Monopoly ist und bleibt ein Ausscheidungsspiel. Wer pleite ist, fliegt raus. Der letzte Immobilienhai im Spiel gewinnt.

Was ist nun das Besondere an Monopoly Kanton St.Gallen? Kurz und knapp zusammengefasst: Es ist die Identifikation mit der Region. Hier findet man Ortschaften des Kantons, regionale Sehenswürdigkeiten und Bergbahnen. Monopoly in frischem und bekanntem Look.

Fazit:
Gross steht es in der Anleitung: Befolgen sie die Regeln! Recht so. Ich erinnere mich an endlose und zähe Partien in meiner Jugend. Grund dafür waren wohl eher die Hausregeln, als das Spiel selber. Doch früher wollte ich vor allem Geld scheffeln und zählen, das Spiel war Nebensache. Jetzt werden knallhart Immobilien gehandelt. Noch immer drehen die bekannten Monopoly-Figuren im Kreis ihre Runden. Doch in bekannter Umgebung spielt sich Monopoly ziemlich locker. Jeder scheint das Spiel zu kennen, jeder hat seine Erfahrungen damit gemacht, doch kaum einer kennt die richtigen Regeln. Dieses regionale Produkt kommt gut an. Die Ortschaften tragen ihren Teil dazu bei, das Schwelgen in alten Spiel-Erinnerungen ebenfalls. Spielerisch bleibt Monopoly ein äusserst glücksbetontes Laufspiel. Die Würfel geben den Takt an – und entscheiden über Gewinn und Verlust. Wer als Erster die lukrativen Plätze ergattert oder die Strassen einer Farbe besitzt, kommt eher zum grossen Geld. Die eigenen spielerischen Entscheidungsmomente sind rar gestreut. Doch eines muss man dem Spiel lassen: Zu einer Partie Monopoly Kanton St.Gallen kriegt man auch Wenig- und Kaumspieler an den Tisch. Man kennt es schliesslich.

Monopoly Kanton St.Gallen | Autor: keine Angabe | Verlag: Hasbro / Unique GAMING PARTNERS
Brettspiel für 2-8 Spieler | Spieldauer: ca. 60 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Geld, Immobilien und gute Würfel | Wiederspielreiz: ok

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