Mountains – Spielkritik

Ein herrlicher Tag, die Berge erstrahlen in sonnigem Glanz. Einem Schweizer muss man nicht erklären, dass der Berg ruft. Bei Mountains drängt sich vielmehr die Frage auf. Welche Tour soll es denn heute sein? Und kriegt man die passende Ausrüstung zusammen?

Mountains

Das Familienabenteuer glänzt mit für HABA typisch hochwertigem Material. Jeder Spieler erhält sein persönliches Gipfelheft, in das er seine Gipfelstempel einträgt. Sie entscheiden am Ende über den besten Gipfelstürmer. Zu Beginn erhält jeder noch eine Anzahl an Ausrüstungskarten, die man vorerst geheim hält. Auf dem Bergplan stapeln sich, für alle gut erreichbar, die Tourenkarten. Der Schwierigkeitsgrad der Bergtouren ist an der Anzahl der benötigten Ausrüstungsgegenständen erkennbar. Doch welche sind es?

Mountains lehnt ein wenig an das Quartett-Prinzip an: Man fragt seine Mitspieler nach passenden Ausrüstungskarten und versucht seine Bergtour erfolgreich zu absolvieren. Dazu wählt man zuerst eine Tagestour aus und dreht eine Karte des Bergplans um. Je schwieriger die Tour, desto grösser am Ende die Belohnung. Im Gebirge hilft man sich gegenseitig. Für einen Gefälligkeitsstein darf man sich bei einem Mitspieler einen Gegenstand ausleihen. Das kann man auch wiederholt machen, oder eben solange, wie die Gefälligkeitssteine reichen. Fragt man einen Mitspieler nach einem Gegenstand, gibt man ihm einen Stein. Wenn er den Gegenstand besitzt, legt er die gesuchte Karte vor sich aus. Den Stein bezahlt man auch, wenn der Gegenstand nicht beim befragten Spieler zu finden ist. Liegen am Ende alle gesuchten Ausrüstungsgegenstände auf dem Tisch, von sich selber oder den Mitspielern, hat man seine Tagestour erfolgreich absolviert.

Mountains

Im besten Fall erhält man zur Belohnung neue Gefälligkeitssteine oder begehrte Stempel in sein Gipfelheft. Die Ausrüstungskarten nehmen alle Spieler wieder auf die Hand. So lernt man mit jeder Spielrunde die Ausrüstung aller Spieler mehr und mehr kennen. Am Anfang besteht oft noch ein Mangel an Ausrüstung. Mit Sonderkarten unter den Tourenkarten nimmt man im Laufe einer Partie aber neue Karten auf oder kann sich zusätzliche Gipfelstempel erwerben gegen Gefälligkeitssteine. Es ist alles ein Frage der Einteilung. In Notfällen bricht man eine Tour frühzeitig ab und erhält als Trost einen Stein vom Vorrat. Notfälle können eintreten, wenn man bemerkt, dass ein Gegenstand noch nicht im Spiel ist und man ihn vergebens sucht. Legt man einen Ruhetag ein und startet gar nicht erst zur Tour, nimmt man sich drei neue Gefälligkeitssteine. Das ist der Notausgang, wenn man sich mit den Steinen mal total verrechnet hat und keine mehr besitzt.

Mountains

Sind zwei der Tourenkartenstapel mit hohem Schwierigkeitsgrad aufgebraucht, endet die Partie und der neue Gipfelstürmer mit den meisten Stempeln steht fest.


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Fazit

Hinter Mountains verbirgt die ein Frage- und Merkspiel, schön aufbereitet und mit freundlichen Bergregeln moralisch einwandfrei umgesetzt. Als Schweizer kann ich sowas nur unterstützen. Während des Spiels betreibt man einen Aufbau an mehreren Stellen. Erst sichert man sich Gefälligkeitssteine mit eher einfachen Touren, um sich später auf schwierigere Gipfelstürme vorzubereiten. Um sich Wissen über die Ausrüstungsgegenstände, die sich im Spiel befinden, anzueignen, benötigt man viele Steine. Zudem sollte man die Nachfragen der Mitspieler gut überwachen. Auch bei fremden Bergtouren erhält man wichtige Tipps über die Ausrüstung. So lernt man in jeder Runde dazu und holt sich mit den schwierigen Touren am Ende die begehrten Stempel. Zu zweit verliert das Spiel stark an Reiz. Es macht deutlich mehr Spass, wenn man die Ausrüstung bei verschiedenen Personen suchen muss. Mountains ist ein sehr schönes Familienspiel mit bekannten, spielerischen Elementen für einen leichten Einstieg in den Spieleabend.

Alles über Mountains

Mountains| Autor: Carlo A. Rossi| Illustration: Michael Menzel | Verlag: HABA

Spielerzahl: Merkspiel für 2 bis 5 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Gefälligkeiten am Berg
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: eher nicht
Beste Spielerzahl: 3-5 Personen
Richtet sich an: Familie

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