Namaste – Spielkritik

Ein Hauch von Qwixx weht um Namaste. Würfeln, Zahlen aufsteigend eintragen, punkten. Beide Spiele verwenden die selben Eckpunkte. Doch um kein mieses Karma zu produzieren, sollte man immer eine Lücke frei halten.

Namaste

Das Wertungsblatt von Namaste scheint auf den ersten Blick gut gefüllt mit Farben und Feldern. Die Übersicht gewinnt man allerdings schnell zurück. Viele Kreise bilden ein Quadrat, in das man während der Partie die Zahlen einträgt. Ganz aussen findet man die Wertungskästchen, in das man die Punkte notiert, wenn eine Reihe mit Zahlen komplett gefüllt ist. Da das Quadrat auf der Spitze steht, erhalten die Eckpunkte eine besondere Aufmerksamkeit. Drei weisse und ein türkisfarbener Würfel liefern die Vorgaben für alle Spieler. Die Zahlenwerte variieren von 1 bis 7, da die kleinste mit der grössten Zahl auf einer Seite stehen. Der aktive Spieler steht, wie bei Qwixx, unter Schreibzwang. Wer würfelt, muss einen Wert notieren. Die restlichen Spieler dürfen.

Vier Felder stehen für mieses Karma zur Verfügung. Dort notiert man Werte, die sonst keinen Platz auf dem Zettel finden. Ist das miese Karma bei Namaste gefüllt, endet das Spiel. Also immer schön vorsichtig sein beim Zahlen wählen.

Zum Spielablauf: Der aktive Spieler wählt die Anzahl seiner Würfel. Der türkisfarbene Würfel ist Pflicht, ob ein, zwei oder drei weisse Würfel darf frei gewählt werden. Mehr Würfel können einen höheren Wert liefern. Bei Würfeln weiss man allerdings nie…
Der aktive Spieler notiert sich die Summe aller Würfel und trägt sie irgendwo auf dem Zettel ein. Von links nach recht und von oben nach unten müssen die Werte aufsteigend sein. Und: In jeder Reihe und Spalte müssen unterschiedliche Zahlen sein.

Die Mitspieler sind ebenfalls immer aktiv. Sie dürfen sich die Summe der weissen Würfel notieren. Die Regeln bleiben gleich. Bleibt noch die Frage, wann es bei Namaste Punkte gibt. Hat ein Spieler eine Reihe oder Spalte komplett, kann er sich Punkte notieren. Es zählt die Punktzahl aus dem mittleren Kreis (in roter Farbe). Nur der erste Spieler erhält die volle Punktzahl, alle weiteren Spieler nur noch die Hälfte ihrer roten Zahl. Mit den Eckzahlen verhält es sich anders. Da sie allein eine Reihe bilden, schreibt jeder Spieler bei den Anfangs-Eckzahlen die volle Punktzahl, bei den End-Eckzahlen die halbe. Es kommt nicht auf den Rang an.

Namaste

Kann oder will ein aktiver Spieler seinen Wurf nicht eintragen, erhält er mieses Karma in Form des türkisfarbenen Würfels. Diese grünen Zahlen zieht man am Ende vom eigenen Resultat ab.
Namaste endet, wenn ein Spieler den ganzen Raster mit Zahlen gefüllt hat oder jemand vier mal mieses Karma gesammelt hat. Es gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.


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Fazit

Namaste bedient sich bei Elementen von Qwixx. Mit einem aktiven und vielen weiteren Spielern sind immer alle am Spielgeschehen beteiligt. Auch der Schreibzwang des aktiven Spielers ist nicht neu. Die einzutragenden Zahlenwerte sucht man sich allerdings selber aus. Da ist natürlich ein gewisses Glückselement vorhanden, doch man kann auch ein wenig Zocken. In den roten (Punkte-) Feldern möchte man gern grössere Werte. Das erschwert aber das Füllen der Felder im oberen Zahlenbereich. Die Eckwerte versucht man möglichst schnell zu setzen. Es sind sichere und direkte Punkte. Ohne es zu merken, festigt man mit jedem Wurf die Rahmenbedingungen des eigenen Quadrats. Geht das am Ende auf? Mit der Wahl der Würfelanzahl schränkt man die Wurfzahl ein. Ein Garant für die passenden Zahlen ist es trotzdem nicht. Bei jedem Wurf wartet man mit Spannung auf die Zahl, freut sich, wenn ein Plan aufgeht und sucht Kompromisse, wenn es nicht passt. Ein tolles Roll & Write – Spiel, bei dem man sich selber spielerisch weiterentwickelt. Einzig der Zettel mit den Feldern ist zum Schreiben ein wenig klein geraten.

Alles über Namaste

Namaste | Autoren: Bernhard Lach, Uwe Rapp| Illustrationen: Kreativbunker | Verlag: moses.

Spielerzahl: Würfelspiel für 2 – 4 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Aufsteigende Werte
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

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