Noch mal! Kids – Spielkritik

Das Würfelspiel Noch mal! kam bei den Spielern gut an. Nun sind auch die Kinder gefragt. In Noch mal! Kids versorgt man im Zoo die Tiere und lockt die Besucher an. Das Würfelspiel wird dabei auf das Wesentliche reduziert.

Noch mal! Kids

Im Zoo achten wir darauf, dass es den Tieren gut geht. Pinguine, Affen, Elefanten, Löwen und Krokodile zieren daher das Ankreuzgitter auf dem Spielzettel. Durch Farben lassen sich die Tiere den Kreuzen auf den drei Spielwürfeln zuordnen. Spielerisch gleicht ganz viel dem Mutterspiel Noch mal!. Auch das Spielsystem ist beibehalten worden: Würfeln, ankreuzen, allenfalls Punkte sichern. Bei Noch mal! Kids geschieht das natürlich auf einer einfacheren Ebene. Der aktive Spieler wählt aus den drei Würfeln eine Farbe für sich aus, danach bedienen sich die Mitspieler am „Rest“.

Mit einem gelben Kreuz kreuzt man sämtliche Löwen an in einem Gebiet. Dabei wählt man ein Löwengebiet aus dem Zentrum. Dort darf man jederzeit ankreuzen. Oder man nimmt ein passendes Gebiet, das an die eigenen Kreuze anschliesst. Diese Möglichkeiten besitzt man erst nach einigen Spielrunden und zieht damit das eigene Gelände in die Breite. Neu im Spiel sind die violetten Chamäleons. Auch dafür kann man sich entscheiden und ein Chamäleon-Joker-Feld ankreuzen. Beim zweiten Chamäleon-Feld wählt man sofort ein beliebiges Gebiet aus, natürlich ebenfalls korrekt verbunden.

Noch mal! Kids

Das Ankreuzen ist nur Mittel zum Zweck. Bei Noch mal! Kids kann man unterschiedliche Ziele erreichen. Gefüllte Spalten bringen Futtereimer. Ganz aussen im Zoo sogar in der doppelten Menge. Als erster Spieler mit einer kompletten Spalte erhält man einen zusätzlichen Besucher für seinen Zoo. Und schliesslich sorgt eine komplette Tierart für zusätzliches Futter. Die Tierarten sorgen auch für das Spielende. Hat jemand zwei Tierarten komplett angekreuzt, endet das Spiel.
Eimer, Tierfutter und Zoobesucher bringen Punkte. Wer seinen Zoo am besten versorgt hat, gewinnt das Spiel.


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Fazit

Ein Würfel- und Ankreuzspiel für Kinder, das hat es in dieser Form noch nicht gegeben. Noch mal! Kids bedient sich dabei ganz stark am Spiel der Erwachsenen. Der Ablauf bleibt gleich, der Mechanismus mit dem Ankreuzen der Farben und dem Sammeln von kompletten Spalten und Farben ebenfalls. Das erfordert von den Kindern einen gewissen Überblick. Das Ankreuzen funktioniert meist ohne Probleme, das punkteträchtige Denken in Rastern ist aber gar nicht so einfach. Hier muss man bereits strategisch vorgehen, um gezielt Farben zu wählen und zu sammeln. Damit wären wir bei der Altersangabe angelangt. Ab 5 Jahren? Das ist zu früh. Kinder in diesem Alter können wohl mitspielen, doch gezielt angehen werden sie die Aufgaben im Zoo nicht. Ab 7 Jahren liegt sicher einiges mehr drin bei Noch mal! Kids. Thematisch erhält man wohl einen Ansatz mit den Tieren, dem Futter und den Besuchern. Aus einem sonst schon abstrakten Spiel lässt sich aber kein so richtig stimmiges, thematisches machen. Doch damit will ich Noch mal! Kids nicht schlechtreden. Es ist ein gutes Würfel- und Ankreuz-Übungsfeld für Kinder. Ein wenig Spielerfahrung darf schon sein, damit man weiss, was man sammeln soll. Den Kindern macht das aber Spass, endlich auch mal einen Spielzettel in der Hand zu halten und mit den Grossen um die Wette zu kreuzen. Mit ein wenig Übung wachsen ernstzunehmende Gegner heran.

Alles über Noch mal! Kids

Noch mal! Kids | Autoren: Inka und Markus Brand| Illustration: Fiore GmbH | Verlag: Schmidt Spiele

Spielerzahl: Brettspiel für 2 – 4 Personen
Spieldauer: ca. 20 Minuten
Altersangabe: ab 5 Jahren (brettspielblog.ch: ab 7 Jahren)
Benötigt: Futter für alle Tiere
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Kinder, Familie

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