Nope! – Spielkritik

Die Vorzeichen stehen eindeutig auf UNO, doch das Kartenspiel Nope! macht genau alles anders. Zwar soll man seine Karten ablegen, muss aber bis zum Ende noch welche behalten. Ein bunter, kurzweiliger Kartenspass mit Kniff.

Nope!

Nope! ist so ein typisches kleines Familienspiel. Kurze, knappe Regeln und die Karten erinnern in ihrer Art an einen Klassiker. So federleicht spielt sich das Spiel dann auch, allerdings muss man ein wenig umdenken und verlässt die gewohnten Bahnen schliesslich beinahe unbemerkt. Da sind einmal die Karten: Leuchtend, schrill, in auffälligem Design. Mit 7 Handkarten startet man in die Partie (zu zweit mit 8). Doch bei Nope! will man die Karten eigentlich nicht abwerfen. Denn: Wer als Letzter noch Karten besitzt, gewinnt das Spiel!

Die einzelnen Karten besitzen Zahlen, die angeben, wie viele Karten der nächste Spieler abwerfen muss. Zudem zeigt jede Karte bis zu 2 Farben an. Das Spielprinzip ist einfach: Liegt eine türkis-gelbe 2 aus, so muss der nächste Spieler 2 gelbe oder 2 türkise Karten ablegen. Die Karten dürfen dabei nicht farblich kombiniert werden. Die Reihenfolge des Ablegens wählt man selber. Ein Hintergedanke bleibt: Die Aufgabe der obersten Karte muss der nächste Spieler erfüllen und soll passend sein.

Kann man eine gestellte Aufgabe nicht erfüllen, muss man eine Karte nachziehen. Da man ja Karten sammeln möchte, ist das ein willkommener Zug. Ist mit der gezogenen Karte ein gesuchtes Set möglich, muss man doch noch Karten ablegen. Am liebsten sendet man ein lautes „Nope!“ an seine Mitspieler, was bedeutet, dass man in dieser Runde keine Karte spielen kann. Man will ja bis zum Ende im Spiel bleiben.

Nope!

Zudem gibt es noch Joker (sämtliche Farben) und Aktionskarten im Spiel. Die Aktionskarte muss als farblich passender Teil eines Sets abgelegt werden oder einzeln. Einzelnes Ablegen geht allerdings nur, wenn man ein passendes Set in der Hand hält.

Mit den Aktionskarten manipuliert man den Spielfluss ein wenig – und spart Karten. Der Neustart beendet den eigenen Spielzug und lässt den nächsten Spieler ans Werk. Besonders geeignet, wenn man eine hohe Kartenzahl ablegen müsste.

Mit dem Durchblick beendet man den eigenen Spielzug ebenfalls, der nächste Spieler muss allerdings den Auftrag unter dieser Aktionskarte ausführen. Man reicht also einen schwierigen Auftrag einfach weiter und pausiert.

Nope!

Mit der Auswahlkarte übergibt man an einen beliebigen Mitspieler. Man nennt ihm die gewünschte Anzahl an Karten. Die Farbe legt die Auswahlkarte fest.
So legt man bei Nope! reihum seine Karte ab oder legt noch viel lieber zu. Wer keine Karten mehr besitzt, scheidet aus. Wer zuletzt noch Karten besitzt, gewinnt.


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Fazit

Nope! ist ein kleines, feines Kartenspiel und spielt sich mit einem UNO-Gefühl ziemlich leicht von der Hand. Zu Beginn vergisst man noch, dass man die Karten sammeln sollte. Das bedingt eine etwas andere Spielweise, als bei den bekannten Kartenablege-Spielen. So erkennt man schnell den Nutzen von einfarbigen Karten. Sie sind nicht sehr flexibel, blockieren die Hand und verhelfen zu neuen Karten. Gut so! Die Aktionskarten sorgen für Zündstoff. Geschickt eingesetzt, fordert man die Mitspieler heraus und lockt die Karten auf den Tisch. Und manchmal entwickelt sich bei Nope! eine Falle als echter Bumerang und man verliert selber seine Karten, da die Mitspieler blockiert sind. Nope! bringt mit seinen bunten Karten und dem Umkehr-Kniff frischen Schwung in das Genre – als lockeres Kartenspiel für zwischendurch.

Alles über Nope!

Nope!| Autor: Ridley’s Team | Illustration: Ridley’s Games | Verlag: Game Factory

Spielerzahl: Kartenspiel für 2 – 6 Personen
Spieldauer: 15 Minuten
Altersangabe: ab 7 Jahren
Benötigt: Viele Karten
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: 3 – 6 Personen
Richtet sich an: Familie

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