Obsthain – Spielkritik

Der Obsthain wächst und wächst. In jeder Runde kommen neue Bäume dazu. Doch steigt damit auch die Ernte? Ein Kartenlegespiel, das man solo spielt – auf der Jagd nach dem neuen Ernterekord.

Obsthain

9 Karten, 15 Würfel und 2 Wurm-Marker – mehr benötigt man nicht für eine schnelle Solopartie Obsthain. Alles beginnt mit einer beliebigen Karte, auf der sich 6 Bäume befinden. Die Sorten sind an den Farben zu erkennen. Bei guter Pflege vermehrt sich die eigene Obstkultur. Und wir sind natürlich gute Pfleger. Da wir täglich mit unseren Bäumen sprechen, können bis zu 8 neue Karten in den folgenden Runden dazu kommen. Zwei Handkarten können wir uns offen ansehen. Die restlichen Karten liegen als verdeckter Stapel aus.

Der Spielablauf ist nicht komplex, er wird eher zunehmend kniffliger. In jeder Runde legt man eine neue Karte ab. Dabei muss man eine oder mehrere der bereits ausliegenden Karten mit mindestens einem Baum überdecken. Dazu darf man die neue Karte auch um 90 oder 180 Grad drehen. Einzige Bedingung beim Ablegen: Die Farbe des überdeckten Baumes muss identisch sein mit der des aufliegenden Baumes.

Obsthain

Gelingt das bei einem Baum erstmalig, bringt er Ertrag. Mit einem Würfel in der passenden Farbe markiert man das im Obsthain.
Doch auch Bäume mit einem Würfel darf man später erneut überdecken. Die Ernte steigt mit jeder Karte, die man drüber legt: Erst 1, dann 3, 6 und schliesslich 10.

Zwei Mal im Spiel darf man eine falsche Farbe auf einem Baum platzieren. Liegt dort bereits ein Würfel, muss man ihn entfernen. Ein Wurm-Marker zeigt ab sofort an, dass dort keine Ernte mehr zu erwarten ist. Der Baum darf auch nicht mehr überdeckt werden.

Obsthain

Obsthain endet, wenn die letzte Karte nach Regeln gelegt wird. Gelingt das nicht mehr, endet die Partie unter Umständen schon früher. Nun geht es an die Ernte. Sämtliche Würfelpunkte zählen, pro Wurm-Marker muss man 3 Punkte abziehen. Wie weit bringt man es mit seinem Obsthain?


Monatlich den brettspielblog.ch – Newsletter erhalten
Spielend auf dem Laufenden sein. Regelmässige Informationen erhalten. Nichts verpassen. Kurz, knackig und spielend einfach…
» Anmelden


Fazit zu Obsthain

Es ist ein kleines Spiel mit wunderschönem Material. Die kleine Spielschachtel passt in jede Hosentasche. Das ist gut so, denn Obsthain ist schliesslich ein Solospiel. Die Anleitung liefert zwar noch eine Variante für mehrere Personen, doch dann benötigen alle ein Exemplar Obsthain. Das Solospiel bietet aber genug Anreiz für mehrere Partien mit einer Rekordjagd. Es sind insgesamt 18 Karten in der Schachtel, nur 9 benötigt man für eine Partie. Das lässt natürlich schon viele mögliche Kombinationen zu. Und das ist es eigentlich auch, was das Kartenlegespiel ausmacht. Möglichst viele Bäume überdecken bringt viel Ernte auf eine Karte. Klappt das mehrmals bei einem Baum, wird die Ernte noch grösser. Doch dazu müssen die Karten richtig im Stapel liegen und man muss sie passend auslegen und… Obsthain ist gleich in mehreren Ebenen ein Spiel mit der Wahrscheinlichkeit. Aber darüber sollte man sich keine grossen Gedanken machen. Man freut sich, wenn man viele Bäume überdeckt und über jeden Würfel, den man drehen kann. Mit der Zeit erkennt man, wie man die Karten am besten legt, um in späteren Zügen profitieren zu können. Wenn die gewünschte Karte mit den passenden Bäumen noch erscheint. Na ja, vielleicht sollten wir doch lieber nett mit unseren Bäumen sprechen, um viel Ertrag zu erhalten. Obsthain ist trotzdem gute Unterhaltung in 10 Minuten, mit einem kleinen Knobelfaktor und vielen bunten Bäumen. Das macht Spass.

Fakten zu Obsthain

Autor: Mark Tuck | Illustrationen: Mark Tuck | Verlag: Board Game Circus

Spielerzahl: 1 Person
Spieldauer: 10 Minuten
Altersangabe: ab 10 Jahren
Benötigt: Obst, viel Obst
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: kein 2er-Spiel
Beste Spielerzahl: 1 Person
Richtet sich an: Familie

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert