Paku Paku – Spielkritik

Bei Paku Paku habe ich mich gleich auf grosse Recherche begeben: Wie viel frisst so ein Panda tatsächlich am Tag? Es sind zwischen 10 und 40 kg Bambus. Na, das erklärt eigentlich alles. Da muss er aufpassen, dass der Tag nicht endet, bevor sein Hunger gestillt ist.

Der zivilisierte Panda benötigt auch so einiges an Geschirr. Das stapelt sich im Laufe des Tages. Und genau hier setzt das Würfelspiel an. Hungrige Hektik, gepaart mit viel Geschirr – das ist Paku Paku.
Die 5 Spielwürfel werden gleichmässig an die Spieler verteilt. Da das Spiel für bis zu 8 Pandas gedacht ist, kann es vorkommen, dass man auch mal ohne Würfel in die Partie startet. Das ändert sich jedoch rasend schnell. Das Geschirr wird in die Tischmitte gelegt. Es muss von allen Spielern gut erreichbar sein. Die asiatische Stapelmatte für das gebrauchte Geschirr liegt bereit. Auf „Paku Paku“ legen alle Spieler los.

Es wird gewürfelt, schnell gewürfelt, sehr schnell gewürfelt. Denn wer zu viele Würfel besitzt, den beissen die Pandas. Daher gilt: Schnell loswerden, die Dinger. Zeigt ein Würfel einen lächelnden Panda-Kopf, so gibt man ihn schnell an den linken Nachbarn weiter. Mit einer 1 oder 2 geschieht nichts – sofort setzt man zum nächsten Wurf an. Noch mehr Zeit verliert man, bei einem gewürfelten Geschirrstapel. Der Panda hat gespeist, das Geschirr soll weg. Man legt in der Tischmitte ein beliebiges Stück (Teller, Schüssel, Tasse) auf den Geschirrstapel.

Wie die Würfel gehen, so kommen sie natürlich auch wieder. Jeder Spieler will sie weg haben, also entwickelt sich eine flotte Würfelei am Spieltisch, die nur durch zwei Besonderheiten gestoppt wird:
– Der Geschirrstapel fällt. Der Schuldige stellt sich der Verantwortung und wird bestraft.
– Der Koch ist zu langsam und sammelt zu viele Würfel (abhängig von der Spielerzahl). Der Koch wird bestraft.
In beiden Fällen rufen die Spieler „Paku Stopp“. Der Schuldige muss mit seinen vor ihm liegenden Würfel erneut würfeln. Jetzt zählen jedoch die Zahlen. Für alle Einer und Zweier nimmt er sich Strafpunkte.
Alles geht in die Ausgangsposition, die nächste Runde startet, denn der Panda hat Hunger. Hat ein Spieler 10 Strafpunkte erreicht, endet das Spiel. Es gewinnt, wer am wenigsten Strafpunkte besitzt.

Fazit

Paku Paku ist ein sehr flottes, schnelles, hektisches Würfelspiel. Es geht turbulent zu und her, die Zielgruppe ist damit klar definiert. Es gibt keine Ausreden. In der ganzen Hektik ist nicht immer genau ersichtlich, wer einen Fehler begangen hat. Während der eine Würfel geht, erscheint der nächste bereits von rechts. Man darf das nicht zu Ernst nehmen. Manche Entscheidungen sind knapp, wenn sie denn überhaupt gesehen werden. Die Bestrafung kann auch mal ganz sanft ausfallen. Wenn gar keine Zahl gewürfelt wird, war der grosse Panda gnädig und das Spiel geht ohne Strafpunkte weiter. Mit dem Geschirrstapel ist noch ein Geschicklichkeitselement eingebaut. Der Turm stapelt sich schnell in die Höhe. Am besten gefällt mir jedoch die Entscheidung bei einem Gleichstand am Ende des Spiels. Dann duellieren sich die Spieler beim Geschirr stapeln. Bei wem kippt der Stapel zuerst? Die Spielerzahl ist grosszügig ausgelegt. Es ist schlicht komisch, wenn einzelne Spieler ohne Würfel starten müssen. Ausserdem verliert man in grossen Spielrunden die Übersicht und der Geschirrstapel ist nicht von jedem gut erreichbar. In kleineren Spielrunden macht Paku Paku viel Spass. Tempo, kurze Spieldauer, Geschicklichkeit und ein wenig Schadenfreude beim immer hungrigen Panda.

Paku Paku | Autor: Antoine Bauza | Verlag: Ravensburger
Würfelspiel für 2-8 Personen | Spieldauer: 10 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Ein zittriges Handgelenk für schnelle Würfel | Wiederspielreiz: gross

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