Patchwork Express – Spielkritik

Wenn man textile Reststücke zusammen näht, entsteht ein bunter Flickenteppich. Bei Patchwork Express puzzeln sich zwei Spieler im direkten Duell zum komplettesten Gesamtkunstwerk. Am Ende kommt es auf jeden Knopf an.

Patchwork Express

Jeder Spieler startet mit einem leeren Spieltableau. In der Mitte liegt die Zeittafel, rundherum eine grosse Anzahl an Flicken in unterschiedlichsten Formen. Eine Spielfigur zeigt an, wo man sich gerade befindet. Sie wird sich gleich im Uhrzeigersinn um die Punktetafel bewegen. Patchwork Express besitzt einen Hauch von Tetris mit den Formen, die aus unterschiedlich zusammengefügten Quadraten bestehen. Das Ziel: Mit den Flicken-Formen soll das eigene Spieltableau möglichst komplett gefüllt werden. Patchwork Express spielt man nicht in abwechselnder Reihenfolge. Hier gilt: Wer auf der Zeittafel hinten liegt, kommt als Nächster dran.

In einem Spielzug wählt man aus zwei Möglichkeiten. Man lässt die Zeit sausen, setzt seinen Zeitmarker vor den des Mitspielers und nimmt sich für jedes zurückgelegte Feld einen Knopf. Knöpfe sind das Spielgeld, die Punktemarker der Patchworker und Flickenkünstler. Mit dieser Aktion übernimmt danach der Mitspieler das Ruder, er liegt ja dann hinten.
Als zweite Möglichkeit geht man einkaufen. Bis zu drei Schritte darf man die Spielfigur bewegen und sich den dort ausliegenden Flicken sichern. Bezahlt wird mit Knöpfen, jedes Teil besitzt seinen Preis. Flicken legt man sofort auf sein eigenes Tableau. Den Platz wählt man frei, am Ende sollte einfach alles passen und ein grosses Gesamtwerk entstehen. Zusätzlich zum Preis, benötigt das Einnähen der Flicken auch Zeit. Eine Sanduhr auf jedem Flicken zeigt an, wie weit man seinen Zeitmarker bewegen muss. Liegt man danach immer noch hinter dem Marker des Mitspielers, macht man gleich noch einmal eine Aktion.

Patchwork Express

Auf der Zeittafel gibt es kleine Lederflicken zu gewinnen. Wer zuerst bei den Einer-Quadraten vorbeikommt, darf sich das kleine Teil aufs eigene Tableau legen. Es ist die einzige Möglichkeit, um an Einer-Quadrate zu gelangen und so kleinste Löcher in seinem Kunstwerk zu stopfen. Eine zusätzliche Möglichkeit, um an Knopfgeld zu gelangen, gibt es ebenfalls. Einzelne Flicken haben bereits einen Knopf aufgenäht. Überschreitet man auf der Zeittafel einen Knopf, löst das eine Knopfwertung aus. Für jeden eingenähten Knopf auf seinem Tableau erhält man neues Knopf-Spielgeld mit dem man wieder einkaufen kann.

Patchwork Express

Bei Patchwork Express ist auch das Ende flexibel. Ein Spieler kann unter Umständen alleine die letzten Runden bestreiten. Die Endabrechnung ist einfach. Jedes freie Feld auf dem eigenen Tableau bringt 2 Minuspunkte, jeder verdiente Knopf bringt einen Pluspunkt. Wer die höhere Punktzahl erreicht, darf die eben genähte Decke behalten.


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Fazit

Patchwork Express ist am Ende zwar ein einziges Flickwerk, spielerisch aber ein klasse Spiel für 2. Einfache Regeln, überschaubare Optionen, ein wenig Knobel- und Puzzlefaktor und immer wieder Entscheidungen, was man selber nehmen oder dem Mitspieler überlassen soll. Anfangs kämpft man um jeden Knopf, gegen Ende nimmt Patchwork Express Fahrt auf und die Kasse füllt sich. So benötigt man einerseits einen Blick für die passenden Teile, andererseits ein gutes Geld- und Zeitmanagement. Die Spielzeit ist knackig kurz. Wer mit seinen Ressourcen am besten umgeht, erhält hier Stoff für viele spannende Spielrunden.

Alles über Patchwork Express

Patchwork Express| Autor: Uwe Rosenberg | Illustration: Klemens Franz | Verlag: Lookout Spiele

Spielerzahl: Legespiel für 2 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 6 Jahren
Benötigt: Jeden Knopf für Stoffresten
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: NUR für 2
Beste Spielerzahl: 2 Spieler
Richtet sich an: Familien

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