Pigasus – Spielkritik

Bei Pigasus hat der Illustrator ganze Arbeit geleistet. Auf den Bildern verschmelzen immer zwei Tiere miteinander. Doch welche sind es? Welche Karten passen zueinander? Schon sind wir mitten im Reaktionsspiel.

Pigasus

Pigasus ist der eigentliche Star des Spiels, ein quiekendes Schwein mit Flügeln, das laute Töne von sich gibt, wenn man es drückt. Das fliegende Schwein gehört mitten auf den Tisch, für jedermann gut zu erreichen. Die Tierkarten werden gemischt und eine nach der anderen auf den Spieltisch umgedreht. Die Spieler suchen passende Paare, wobei „passend“ nicht im herkömmlichen Sinne zu verstehen ist. Denn bei den Tierbildern passt gar nichts, vielmehr hat eine Verschmelzung zweier Tiere stattgefunden. So gehört der „Krokoraffe“ unweigerlich zum „Girodil“, da sich Giraffe und Krokodil nicht einig waren, wer Vorder- und wer Hinterteil spendet.

Entdeckt ein Spieler ein solches Mixed-Pärchen auf dem Tisch, quiekt er mit dem Pigasus. Zeigt er auf ein richtiges Paar, nimmt er sich die Karten und wird zum neuen Kartenleger. Lohnt es sich, einfach mal drauflos zu qieken? Nein, Pigasusse (oder Pigasusen?) sind da sehr eitel. Es droht eine drastische Strafe, wenn man auf ein falsches Paar zeigt. Dann muss man so viele Karten abgeben, wie Spieler am Wettkampf teilnehmen.

Pigasus

Das Spiel endet, wenn sämtliche Karten aufgedeckt wurden. Vorsicht, es sind nicht alle Karten im Spiel. Es können also auch Tiere übrig bleiben. Wer die meisten Karten sammeln konnte, geht als neuer Tierversteher in die Geschichtsbücher ein und gewinnt Pigasus.
In grösseren Runden lässt sich Pigasus auch in Teams spielen. Die Spieler suchen gemeinsam nach Paaren und sammeln die Karten auf einem Stapel.

Pigasus
Ein richtiges Paar: Schneckodil und Krokonecke

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Fazit

Pigasus ist eigentlich ein rasantes Reaktionsspiel, doch manchmal geht es ganz gemächlich zu und her. Das hat mit den Tierkarten zu tun. Sie sind genial gezeichnet. Die Verschmelzung von 9 verschiedenen Tierarten in sämtlichen Kombinationen war ganz bestimmt eine Herausforderung. So ist das auch für die Spieler. Man schaut sich die Bilder sehr genau an, um die passenden Paare zu finden. Oft wundert man sich nur und lacht über total verrückte Kombinationen. Durch die Abgabe von vielen Karten bei einer Strafe, will man sich bei einem Entscheid ganz sicher sein. Pigasus ist ein schnelles Spiel, das ein gutes Auge benötigt. Nach einigen Partien erkennt man die Paare deutlich schneller. Das Spielprinzip, passende Paare zu suchen, ist nicht ganz neu, mit den tollen Tierillustrationen aber sehr schön und herausfordernd umgesetzt.

Alles über Pigasus

Pigasus| Autoren: Urtis Sulinskas, Martynas Balciunas, Dmitrij Makovejev| Illustration: Reinis Petersons | Verlag: Brain Games

Spielerzahl: Reaktionsspiel für 2 bis 8 Personen
Spieldauer: 15 Minuten
Altersangabe: ab 7 Jahren
Benötigt: Tierische Kombinationen
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: es geht
Beste Spielerzahl: 4-6 Personen
Richtet sich an: Kinder, Familie

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