Piraten kapern – Spielkritik

Piraten kapern ist ein weiteres Würfelspiel, das 2012 erschienen ist. Natürlich dreht sich dabei alles um einen möglichst grossen Piratenschatz in Form von Punkten. Den muss man sich allerdings erst erwürfeln und das ist gar nicht immer so einfach. Wechselnde Startbedingungen und das Würfelglück erschweren das Piratenenleben bei Piraten kapern.

8 Kaperwürfel mit verschiedenen Symbolen stehen im Zentrum von Piraten kapern. Gold, Diamanten, Tiere, Säbel oder Totenköpfe lassen das Piratenherz höher schlagen. Zumindest beinahe, denn Totenköpfe sollte man meiden.
Ein Spieler würfelt seine Beute in jeder Runde neu aus. Das darf er beliebig oft machen, solange er immer mit mindestens 2 Würfeln spielt. Die Kaperfahrt darf man jederzeit beenden. Würfelt man den dritten Totenkopf, muss man in dieser Runde eine Null schreiben. Gute Würfelkombinationen bringen bei Piraten kapern wertvolle Punkte. Je mehr gleiche Symbole, desto höher fällt der Punktgewinn aus. Gold oder Diamanten zählen dabei sowohl in der Kombination als auch einzeln. Schafft man mit allen Würfeln gültige Symbole, ist die Schatzkiste gefüllt und sogar ein Bonus erreicht. So ist das Timing bei Piraten kapern also wichtig, rechtzeitiges Aufhören lässt die Punktzahl steigen.
Aber auch Pechvögel kommen auf ihre Kosten. Wer beim ersten Wurf gleich 4 oder mehr Totenköpfe würfelt, muss mit den restlichen Würfeln so lange weitermachen, bis kein Totenkopf mehr erscheint. Sämtliche Totenköpfe bringen den Mitspielern in diesem Fall Minuspunkte ein und bremsen sie.

So geht die muntere Würfelei auf der Jagd nach Schätzen und Punkten reihum weiter. Piratenkarten bringen noch zusätzliche Spannung ins Spiel. Bevor ein Spieler würfelt, muss er eine Piratenkarte aufdecken, die die kommende Kaperfahrt beeinflusst. Man kann beispielsweise die doppelte Punktzahl notieren, erhält ein Goldstück zusätzlich für eine gelungene Kombination oder muss eine Mission erfüllen mit der passenden Anzahl Säbel.
Im schlimmsten Fall startet man die Würfelei mit einem oder zwei Totenköpfen auf den Piratenkarten. Und selbst das muss ja kein Nachteil sein.

Auf einem Punkteblock werden die gewürfelten Schätze fortlaufend notiert. Erreicht ein Spieler 6000 Punkte, dürfen alle anderen Spieler noch einmal nachziehen und die Partie endet mit einem Sieger nach Punkten.
Für kürzere oder längere Partien kann das Ziel natürlich auch beliebig verschoben werden.

Fazit:
Piraten kapern ist ein kurzweiliges Würfelspiel um die beste und punktereichste Kombination. Die Piratenkarten bringen neben den Würfeln eine zweite Zufallskomponente ins Spiel. Aber selbst mit einem schlechten ersten Wurf kann man seine Mitspieler noch schwächen und Glück und Zufall wirken über die gesamte Spieldauer nicht störend. Raffgierige Piraten werden bei diesem Spiel kein Glück haben. Mitentscheidend ist nämlich auch das Beenden einer Kaperfahrt. Nur so werden Punkte gutgeschrieben. Im Vergleich mit Wanzen tanzen aus dem gleichen Verlag hat Piraten kapern geringere Wartezeiten. Zudem verlaufen Pausen spannender, da Würfe auch alle Spieler betreffen können. So ist Piraten kapern ein in jeder Spieleranzahl spannendes Würfelspiel für die ganze Familie. In der kleinen Box kann man es auch überall hin mitnehmen. Auf zur Piratenfahrt!

Piraten kapern | Autor: Haim Shafir | Verlag: AMIGO
Würfelspiel für 2-5 Personen | Spieldauer: ca. 30 Minuten | Benötigt: Eine gewürfelte Schatztruhe mit wertvollen Gegenständen | Wiederspielreiz: gross

Besten Dank an Carletto und AMIGO für ein Rezensionsexemplar von Piraten kapern!

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