Pocket Detective – Die Bombe tickt – Spielkritik

Der dritte Fall der Reihe ruft die Ermittler an einen bekannten Ort. Bei Pocket Detective – Die Bombe tickt droht der Stadt grosse Gefahr durch eine Bombe, die in der Fabrik am Stadtrand gefunden wurde. Schnelle Ermittlungen sind gefragt.

Pocket Detective - Die Bombe tickt

Während man in Teil 1 einen einen Mord aufklärte und in Teil 2 zufällig einen Toten vor einem Hotel entdeckte, ist die Gefahr dieses Mal für die ganze Stadt gross. In der Fabrik wurde eine Bombe entdeckt. Was nun? Das Spielsystem ist geblieben. Karten führen die Spieler durch diesen kooperativen Ermittlungsfall. Gemeinsam entscheidet man, in welche Richtung man ermitteln oder gehen will, sammelt Hinweise und Informationen, um am Ende die Bombe zu entschärfen und die Stadt zu retten. Neu ist bei Pocket Detective – Die Bombe tickt, dass man die eigene Rolle wählen kann. Als Neueinsteiger bleibt nur die Wahl eines Ingenieurs. Kennt man bereits Teil 1 oder 2, lässt sich das Abenteuer auch als Polizist oder Journalist spielen. Dazu benötigt man aber Vorwissen der ersten beiden Fälle.

Auch diesmal liegen unterschiedliche Stapel an Karten aus, dazu erhalten die Spieler ein Ermittlungsblatt für ihre Notizen. Nach einem schnellen Einstieg steckt man schon mitten in der Problematik. Die Bombe tickt und eine schnelle Lösung muss her! Mit jeder Karte bieten sich neue Wege an. Soll man Sicherheitsvorkehrungen treffen? Verfolgt man die mögliche Spur einer Täterin?

Pocket Detective - Die Bombe tickt

Für Zeitdruck sorgt die Bombe selber. Macht man zu grosse Schritte, deckt man eine Zeitkarte auf. Auch diese Hinweise erscheinen auf den Ermittlungskarten. Man kann sich selber ausmalen, was passiert, wenn man zu lange herumtrödelt.

Das ist auch eine bittere Erkenntnis des dritten Falls. Die Wahrscheinlichkeit liegt relativ hoch, das man sich irgendwo verheddert, in eine falsche Richtung läuft oder zu viel Zeit aufwendet, um am Ende wieder drei Schritte rückwärts zu gehen. Von Happy End bis Untergang liegt bei Pocket Detective – Die Bombe tickt einfach alles drin.

Pocket Detective - Die Bombe tickt

Das Ermittlungsteam ist erfolgreich, wenn es den bestmöglichen Ausgang des Falles schafft. Das ist nicht ganz einfach. Eine Partie kann schnell neu gestartet werden. Mit dem erworbenen Wissen ermittelt man in einer Folgepartie in eine andere Richtung. Auch das Wechseln der Rollen ist möglich – allerdings unter Vorbehalt, weil Vorwissen gefragt ist.


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Fazit

Fall 1 und Fall 2 der Pocket Detective-Reihe haben mir gut gefallen. Pocket Detective – Die Bombe tickt hat mich leider nicht mehr so überzeugt. Das hat unterschiedliche Gründe. Erst einmal werden Neueinsteiger zu zwei Dritteln ausgeschlossen. Nur ein Einstieg als Ingenieur ist möglich, da sonst Vorwissen abgefragt wird. Obwohl die Spielweise im Grund ähnlich zu den Vorgängerfällen ist, ändert sich die Aufgabe doch grundsätzlich. Während es in den ersten Fällen um die Ermittlung des Täters ging, die man mit mehr oder weniger Aufwand absolvieren konnte, liegt der Fokus bei Pocket Detective – Die Bombe tickt auf DEM perfekten Weg, um aus dem Dilemma zu kommen. Langes Ermitteln oder die Verfolgung einer falschen Spur bedeuten schlicht: Die Bombe geht hoch und man startet noch einmal von vorn. Das ist umso bitterer, wenn man auf der richtigen Spur ist, kurz vor dem Ziel aber scheitert, weil zu viele Zeitkarten gezogen wurden. Man wähnt sich ein wenig im Film „Und täglich grüsst das Murmeltier“. Spielt man 5x den selben Fall durch, ist das eher frustrierend, da man den Anfang ja kennt. Der Fall selber ist nicht wirklich komplex. Mit ein wenig Kombinationsgabe engt sich der Täterkreis schnell ein. Überflüssige Schritte bei den Ermittlungen sind aber nicht gefragt. Die Zeit…. Es ist ein sonderbarer Fall, der sich hier präsentiert. Zwar spielbar mit zahlreichen Wiederholungen, aber dadurch nicht spannender. Im schlechtesten Fall endet die erste Partie bereits nach 5 Minuten, die Bombe tickt eben…

Alles über Pocket Detective – Die Bombe tickt

Pocket Detective – Die Bombe tickt | Autor: Yury Yamshchikov | Illustrationen: Leon Schiffer | Verlag: Schmidt Spiele

Spielerzahl: Detektivspiel für 1 – 6 Personen
Spieldauer: 60-90 Minuten
Altersangabe: ab 12 Jahren
Benötigt: Den Durchblick in der Chemiefirma
Wiederspielreiz: geht so

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Kenner

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