Polterfass – Spielkritik

Polterfass ist ein originelles Würfelspiel mit einer äusserst thematischen Ausstattung. Die Würfel sind Fässer, gespielt wird auf Bierdeckeln und es wirtet der Wirt. Aber in diesem Gasthaus wird um jedes Bierfass gezockt. Nur wer die Lage am Zapfhahn am besten einschätzt, gewinnt Punkte, ähm Fässer.

PolterfassJeder Gast wird mit Zahlenkarten ausgestattet, mit denen er anzeigt, wie viele Biere er gerne trinken mag. Abwechselnd übernimmt jeder Spieler während einer Runde die Rolles des Wirtes. Das muss kein Nachteil sein. Denn der Wirt ist Herr über alle Fässer. Mit denen würfelt er zuerst eine Runde und setzt eine Vorgabe. Die Würfelfässer sind an den Enden mit Zahlen bestückt. Alle stehenden Fässer muss der Wirt zur Seite legen. Fässer, die liegen, kommen zurück in den Würfelbecher.
Nach der ersten Würfelrunde des Wirtes geben die Gäste ihre Bestellungen auf. Geheim! Sie dürfen bis zu zwei ihrer Zahlenkarten auslegen und fordern so ihre Getränke ein. Nun beginnt die grosse Zockerei. Was macht wohl der Wirt? Wird er weiter würfeln? Für beide Seiten kann ein guter Tipp in jeder Spielrunde einige Punkte bringen.

Die Sicht des Wirtes: Er würfelt eine hohe Punktzahl und überbietet damit die Wünsche der Gäste deutlich. Damit erhält der Wirt die Differenz in (Bier-)Punkten. Oder die Gäste sind zu gierig, wollen zu viel. In diesem Fall bekommt der Wirt die gesamte, gewürfelte Punktzahl.

Die Sicht der Gäste: Reicht die Würfelzahl für alle Gäste, so bekommen alle die gewünschte Punktzahl gutgeschrieben. Wollen die Gäste zu viel bestellen, erhält der gierigste Gast seine Bestellung als Minuspunkte. Dafür erhält der am wenigsten gierige Gast dessen Punkte als Pluspunkte. So wird das Bier blitzschnell über den Tresen geschoben.

Polterfass 2

Wenn kein Fass des Wirtes bei seinem Wurf stehen bleibt, erhalten die Gäste die gewünschte Bestellung. Der Wirt geht leer aus.

Die Rollen werden nach jeder Runde gewechselt. Alle versuchen das Beste aus der gewürfelten Bierfass-Situation herauszuholen und die Mitspieler einzuschätzen. Hat ein Spieler 75 Punkte erreicht, endet die fröhliche Fässer-Tour.

Fazit:
Es ist schon einmal neu, Fässer zu würfeln. Das Material mit den Polterfässern, den Bierdeckeln und dem Würfelbecher verbreitet gleich von Anfang an Stimmung. Polterfass ist viel Zocken und ein wenig Würfeln. Klar kann man mit einem guten Wurf kräftig punkten. Wichtige Punkte kriegt man aber auch, wenn man seine Mitspieler richtig einschätzt. Dabei kommt es nicht nur auf den jeweiligen Wirt an, sondern auch auf die „gierigen“ Mitspieler. Nach dem Prinzip „Ich weiss, was du denkst“ kann man in jeder Rolle auftrumpfen. Das sorgt immer wieder für Unterhaltung in der Spielrunde. Eine Partie dauert nicht sehr lange, alle Spieler sind am Geschehen beteiligt. Bis zu 6 Spielern können um die Fässer streiten, ab 4 Spielern entfaltet sich Polterfass so richtig gut. Ein kurzweiliger Würfelspass, der mit Bluff, Glück und Menschenkenntnissen gewonnen werden kann. Lasst die Fässer poltern!

Polterfass | Autor: Andreas Schmidt | Verlag: Zoch
Würfelspiel für 3-6 Personen | Spieldauer: ca. 30 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Fässerglück und Zockerblut | Wiederspielreiz: sehr gross

» Mit dem Newsletter immer spielend mehr wissen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Pflichtfelder sind mit * markiert.