Qin – Spielkritik

Als Familienspiel wird Qin angepriesen. Der chinesische Name (gesprochen: Tschin) erweist sich nicht als familientauglich, das Spiel allerdings schon. Es geht um Provinzen, Dörfer und Pagoden, die möglichst passend gesetzt werden müssen. So entstehen bei Qin immer wieder neue Landschaften.

Qin 1Qin ist ein leicht zugängliches Spiel, das Material ist solide und verbreitet ein erstes chinesisches Spielgefühl. Die Spieler schnappen sich Pagoden in ihrer Spielfarbe und nehmen sich drei Gebietsplättchen. Das Spielprinzip ist nicht neu: Plättchen werden mit genauen Legeregeln auf das Spielfeld platziert, dabei sollte auf passende Farben geachtet werden. Wer seine Pagoden am schnellsten gebaut hat, gewinnt Qin.

Die Farbplättchen gibt es in gelb, blau und rot. Auf jedem Plättchen sind 2 Provinzfelder, im besten Fall sind sie in der gleichen Farbe. Ergibt sich beim Legen eines Plättchens eine neue Provinz mit mindestens 2 Feldern, darf man eine Pagode erstellen. Provinzen dürfen im Laufe des Spiels erweitert werden. Entsteht eine Grossprovinz aus mindestens 5 Feldern, kann die Pagode zur Doppelpagode aufgestockt werden. Solche Doppelpagoden sind im Spiel sicher, ihnen kann nichts mehr passieren.
Qin 2Das kann man von den kleinen Provinzen nicht behaupten. Sie können von den Gegenspielern übernommen werden, wenn man es schafft, ein grösseres Gebiet der gleichen Farbe anzuhängen. Im Spiel bringt das zwei Vorteile: Eine eigene Pagode kann verbaut werden, und der Gegenspieler muss seine Pagode wieder zurück nehmen.
Als letzte Option liegen noch einige Dörfer auf dem Spielplan. Sie wollen natürlich auch an das grosse chinesische Reich angeschlossen werden. Wer eine Provinz an ein Dorf setzt, darf es mit einer Pagode übernehmen. Achtung: Auch Dörfer können übernommen werden, wenn ein Mitspieler eine grössere Anzahl Pagoden anbauen kann.

Qin besitzt 2 Spielpläne und sorgt so für ein wenig Abwechslung. Auf beiden Seiten gilt: Nur der schnellste Pagodenbauer gewinnt.

Fazit:
Qin ist ein einfaches und schön gestaltetes Spiel. Die Regeln sind schnell zu verstehen. Das Glück spielt beim Pagodenbau manchmal mit. Beispielsweise beim Ziehen der neuen Plättchen. Doppelplättchen sind klar im Vorteil, mit ihnen lässt sich sofort eine Pagode bauen. Im Spiel muss man eine geeignete Mischung aus eigenem Pagodenbau und Einmischung beim Gegner finden. Eine Übernahme fremder Provinzen ist bei geschickter Spielweise trotzdem nur sehr schwer möglich. Aber: Qin ist ein Familienspiel. Dafür erfüllt es die Kriterien absolut. Für geübtere Spieler fehlt wohl ein wenig Pfeffer in der Partie.

Qin | Autor: Reiner Knizia | Verlag: eggertspiele/Pegasus
Legespiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 20-30 Minuten | Benötigt: Den geometrischen Überblick in der Landschaft | Wiederspielreiz: ok

Besten Dank an eggertspiele und Pegasus für ein Rezensionsexemplar von Qin!

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