Qwirkle – Spielkritik

Qwirkle ist ein Kombinationsspiel, das sich um Farben und Formen dreht. Eine ungeheure Kombinatorik wurde wohl auch schon bei der Namensfindung an den Tag gelegt. Anders lässt sich der ulkige Name des Spieles nicht erklären. Der Name ist aber schwieriger zu erlernen als das Spiel. Los geht’s!

In der grossen Qwirkle-Schachtel befinden sich 108 Spielsteine aus Holz. Sie sind mit 6 verschiedenen Formen in 6 verschiedenen Farben bemalt. Jeder Stein existiert genau drei Mal. Alle Steine werden im grossen Spielbeutel gemischt. Von dort werden laufend Steine nachgezogen.

Bei Spielbeginn ziehen alle Spieler 6 Steine. Nun sollen auf dem Spieltisch Reihen gebildet werden. Möglich sind Reihen mit der gleichen Farbe – jedoch unterschiedlichen Formen. Oder aber Reihen mit der gleichen Form – jedoch unterschiedlichen Farben. Dabei darf kein Spielstein doppelt vorkommen. So kann eine Reihe maximal 6 Steine vorweisen – das wäre dann ein Qwirkle.

Wer an der Reihe ist, hat 2 Aktionsmöglichkeiten. Entweder einen oder mehrere Steine an bereits liegende Spielsteine anlegen oder aber Steine eintauschen. Kann man nicht anlegen, so ist man zum Tausch gezwungen.
Gespielt wird nach Punkten. Jeder angelegte Stein bringt einen Punkt. Passt ein Stein gleich zu mehreren Reihen, so wird addiert. Wird eine Reihe komplettiert – hier ist er wieder, der Qwirkle – kriegt man sogar noch 6 Zusatzpunkte. Angelegte Steine darf man aus dem Beutel sofort wieder nachziehen.


Das Spiel dauert so lange bis ein Spieler den letzten Stein gelegt hat. Das bringt ihm zusätzliche 6 Bonuspunkte ein. Es gewinnt nun, wer am meisten Punkte eingefahren hat.

Fazit:
Qwirkle ist eines der Spiele, das mich nicht auf den ersten Blick anspricht. Die wunderschönen Holzsteine haben mich dann aber schnell umgestimmt. Das Spiel überzeugt durch seine Einfachheit, hat aber echte kombinatorische Spieltiefe. Das verlängert das Spiel, wenn Grübler am Tisch sitzen. Der Glücksfaktor beim Ziehen der Steine relativiert sich schnell wieder, weil man nie weiss, welche Kombination auf dem Spieltisch gefragt ist. Durch geschicktes Legen der Steine können Mitspieler auch gebremst werden. Es sind immer viele Möglichkeiten offen. Kurz: Qwirkle hat mich sehr positiv überrascht. Das Spiel eignet sich übrigens auch sehr gut für zwei Personen.

Qwirkle | Autorin: Susan McKinley Ross | Verlag: Schmidt
Legespiel für 2-4 Spieler | Spieldauer: ca. 40 Minuten | Benötigt: Den einzigartigen, quadratischen Kombinationsdurchblick | Wiederspielreiz: gross

Besten Dank an Carletto und Schmidt für ein Rezensionsexemplar von Qwirkle !

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