Raffi Raffzahn – Spielkritik

Zauberer Brummelus hat sich die Juwelen der Prinzessin geschnappt. Sämtliche Helden sind bisher daran gescheitert, die Steinchen zurückzuholen. Der furchtlose Raffi Raffzahn kann sich den Weg merken und schreckt auch vor magnetischen Fallen nicht zurück.

Raffi Raffzahn

Acht Wegplatten sind es nur bis zur Schatzkammer. Der Weg führt Raffi Raffzahn zuerst durch den Wald, danach in die Burg. Vom Startplättchen aus nimmt der Drache Anlauf zu seiner Heldentat. Er soll so viele Juwelen wie möglich aus der Burg holen. Doch Zauberer Brummelus hat Fallen aufgestellt. Magnetfallen pflastern den Weg zur Burg und in die soll Raffi Raffzahn auf keinen Fall tappen, sonst endet sein Spielzug sofort. Die Spielfigur des Drachen hat ein wandelbares Gesicht. Steht er auf einem Magnetfeld, wendet sich sein Gesicht und er verzaubert sich in ein Schweinchen. Zurück beim Start verliert der Zauber an Kraft und das Gesicht des Drachen kehrt zurück. Was für ein Glück!

Auf den vier möglichen Feldern einer quadratischen Wegplatte ist genau ein Magnetfeld unterlegt, auf das die Spielfigur reagiert. In seinem Spielzug hüpft Raffi Raffzahn immer ein Feld diagonal oder gerade vorwärts. Passiert nichts mit dem Drachen – umso besser und er kann weiter hüpfen. Tappt er in die Falle von Brummelus, wird er zu einem Schweinchen verwandelt. Der Zug endet und Raffi muss zurück zum Start. Der nächste Spieler ist an der Reihe. Mit der Zeit eignen sich die Helden Wissen über den korrekten Weg zur Burg an.

Raffi Raffzahn

Schafft es Raffi Raffzahn durch das Burgtor, darf er nach jedem Schritt entscheiden, ob er noch weiter zur Schatzkammer vordringen will. In der Burg gibt es Juwelenkärtchen, die Raffi mitnehmen darf. Je weiter in der Burg, desto mehr sind die Juwelen wert. Doch bei jedem Schritt lauert die Gefahr. Nimmt sich ein Spieler ein Juwelenkärtchen, ist Brummelus wütend: Eine Wegplatte muss um 90 Grad gedreht werden. Erreicht Raffi gar die Schatzkammer, muss man die letzte Wegplatte in der Burg einmal schnell im Kreis drehen. Nun ist der Weg zum grossen Schatz wieder verborgen.

In der Burg gibt es für Raffi Raffzahn einen Trostpreis, wenn er zu viel riskiert und in ein Schweinchen verwandelt wird. Mit einer Truhe bekommt er einen Bonus, den er in einem späteren Spielzug einsetzen kann: Sprungfedern, zusätzliche Juwelen oder einen Heiltrank. Mit einem Tornado oder dem Verwirr-Zauber befinden sich auch schlechte Eigenschaften in den Truhen.

Raffi Raffzahn

Je nach Spielerzahl endet die Partie mit einer bestimmten Anzahl an Juwelenkärtchen. Mit der Prinzessinnen-Variante (Sammle unterschiedliche Juwelen!) und der Brummelus-Wüterich-Variante (Drehe immer zwei Wegplättchen) gibt es zusätzliche Anreize für geübte Juwelensammler.


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Fazit

Mit einem überraschenden Magnet-Mechanismus und einem wandelbaren Wege-System sorgt Raffi Raffzahn für spannende Unterhaltung am Spieltisch. Jeder Schritt wird für die Kinder zur Überraschung und auch Erwachsene sind auf dem Weg zur Burg herausgefordert. Bei jedem Spielzug erwartet man ein Klackern und den bösen Zauber von Brummelus. Und man beweist Mut, wenn man einen Schritt ins Ungewisse unternimmt. Im Spiel ist eine klare Lernkurve erkennbar, die sofort auf die Probe gestellt wird, wenn die Helden die Burg erreichen. Dann drehen sich die Plättchen wieder und man steht plötzlich ganz verloren da. Die Truhen bereiten Draufgängern ein Trostpflaster. Wer zu viel riskiert, scheitert früher oder später. Raffi Raffzahn ist zudem ein Spiel, bei dem man von den Versuchen der Mitspieler profitiert. Wer genau beobachtet, merkt sich die passenden Plättchen und lässt die Fallen von Zauberer Brummelus aus. Die Wege zur Schatzkammer verlaufen in jeder Partie anders und verändern sich während des Spiels. Mit zwei Varianten gestaltet man die Aufgabe des Drachenhelden schwieriger, lässt man die Truhen weg, gibt es eine einfachere Spielvariante. So bleibt das Spiel spannend.

Alles über Raffi Raffzahn

Raffi Raffzahn| Autor: Gunter Baars | Illustration: Michael Menzel | Verlag: Kosmos

Spielerzahl: Heldenspiel für 2 – 4 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 6 Jahren
Benötigt: Merkfähigkeit und Mut
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2-4 Personen
Richtet sich an: Kinder, Familie

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