Rauf und Runter – Spielkritik

Die Erdmännchen sind los und turnen kreuz und quer durch die Savanne. Bei Rauf und Runter besuchen sie ihre Freunde und bewegen sich mal über-, mal unterirdisch durch die Landschaft. Bei diesem Kinderspiel ist alles in Bewegung – sogar das Spielbrett.

Rauf und Runter 1Rauf und Runter ist eigentlich ein klassisches Laufspiel, das von einer bestimmten Wendung lebt. Gewendet wird das Spielbrett, und mit ihm verändert sich die Lauflandschaft ständig. Jeder Spieler puzzelt sich aber erst seine Freunde zufällig aneinander. Nur der erste Freund aller Erdmännchen ist sichtbar. Den gilt es zu erreichen, über einen Weg durch ein kleines Labyrinth in der Savanne. Hindernisse dürfen dabei nicht übersprungen werden. Das Tempo diktiert ein Würfel. Der Reihe nach würfeln die Spieler ihre Schritte aus und schieben ihre Tiere auf dem Spielplan durch die Savanne. Der Clou dabei: Ein zweites Erdmännchen läuft, verbunden durch einen Magnet, unterirdisch mit. Es wird später auch zum Einsatz kommen.
Hat man seinen Freund besucht, wirft man das erste Puzzle-Teil ab und rettet sich in den weiteren Spielzügen in ein Erdloch. An dieser Stelle verändert sich für alle Erdmännchen der Spielplan. Er wird gewendet, weiter geht’s in der Unterwelt. Auf der anderen Seite findet man ein neues Labyrinth, einen neuen Standort und sucht seine Freunde an neuen Plätzen.

Rauf und Runter 3Spieler, die ihre Freunde noch nicht erreicht haben, erhalten bei der Wende einen kleinen Bonus. Ein Supermännchen-Chip verhilft zu zusätzlichen Schritten, nochmaligem Würfeln oder zum Durchqueren eines Hindernisses. Diese Chips sind in weiteren Spielzügen einmalig einsetzbar. Damit lässt sich ein grosser Rückstand eventuell später wieder einholen.

Wer als Erster alle seine Freunde besucht hat und endgültig im Erdloch abtaucht, gewinnt das Spiel. Durch die Anzahl der aneinander gepuzzelten Freunde kann die Spieldauer beliebig variiert werden. Am Spielablauf ändert sich dadurch nichts.

Rauf und Runter 2

Fazit:
Rauf und Runter richtet sich klar an die kleinste Spieler-Generation. Das Material ist wunderbar und die Idee mit den magnetischen Erdmännchen auf beiden Seiten der Spielflächen ist genial. Die überraschendsten Momente hat das Spiel immer beim Wenden der Fläche. Wo steht man danach und wie geht es weiter? Ansonsten ist Rauf und Runter ein gewöhnliches Laufspiel, abhängig von Zufall und Würfelglück. Die Reihenfolge der zu besuchenden Freunde bringt lange oder kurze Wege mit sich, wird aber zufällig ausgelost. Glück und Pech beim Würfeln können auch die Supermännchen-Chips nur begrenzt ausgleichen. Der jüngsten Spielergeneration genügen die Dreh- und Magneteffekte absolut. Sie lieben die Erdmännchen und den Wettlauf. Grösseren Kindern (nach Ravensburgertabelle bis 99) ist das schnell einmal zu wenig, der Spielablauf zu banal. In der Zielgruppe kommt man mit diesem einsteigerfreundlichen Würfelwettlauf aber gut an.

Rauf und Runter | Autoren: Inka und Markus Brand | Verlag: Ravensburger
Laufspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 20 Minuten | Ab 5 Jahren | Benötigt: Ober- und unterirdisches Glück | Wiederspielreiz: in der direkten Zielgruppe gross

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