Red Peak – Spielkritik

Ob es wirklich eine gute Idee war, auf einer Vulkaninsel Forschungen zu betreiben? Der Red Peak scheint etwas dagegen zu haben und bricht aus. Es beginnt eine kooperative Flucht von der Insel. Schaffen es die Spieler rechtzeitig ins Boot?

Red Peak

Die Forscher haben ihr Camp ziemlich nahe am Fusse des Red Peak aufgestellt. Der Weg bis zum Strand ins rettende Boot ist lang und nicht zu unterschätzen. So hilft nur die Ausrüstung, die alle Spieler als Handkarten bei sich tragen. Red Peak ist ein kooperatives Spiel, alle beraten sich und planen ihre Flucht gemeinsam. Gespielt wird in zwei Phasen. Tagsüber läuft die Zeit, in der die Forscher Pläne schmieden. Abends folgt in Ruhe die Abrechnung des Tages, bei der man seine Kräfte bündelt und die Situation neu erörtert. Doch gehen wir der Reihe nach.

Ausrüstungskarten bringen die Spieler auf der Insel voran. Die Spieler horten geheim ihre Karten, auf denen mehrere Gegenstände abgebildet sind. Sie dürfen tagsüber darüber sprechen, denn mit einer passenden Sammlung von Gegenständen kann man ein Wegekärtchen auf den Spielplan legen. Etwa 90 Sekunden bleiben den Abenteurern, um sich abzusprechen und so viele Wegekärtchen zu legen, wie es eben passt. In diesen 90 Sekunden müssen sie mit der Spielfigur auch den Weg abschreiten und die entsprechenden Karten abwerfen. Können sie das nicht, weil plötzlich Gegenstände fehlen, endet diese Phase sofort. Als kleine Hilfe gibt es Multifunktionswerkzeuge, sozusagen das Schweizer Taschenmesser, das als Joker für einen beliebigen Gegenstand eingesetzt werden kann. Überschreiten die Spieler in Phase 1 die Zeit, werden sie mit einer Zeitstrafe belegt und verlieren eine Spielrunde.

Red Peak

Multifunktionswerkzeuge, neue Wegekärtchen und Zeitplättchen, Ruderboote und neue Ausrüstungskarten nimmt man sich in Phase 2. Abends geht es ruhiger zu und her. Die Spieler ziehen ihr Zelt über die neuen Wegekärtchen nach und holen sich die darauf abgebildeten Boni. All die oben genannten Dinge lassen sich an dieser Stelle wieder auffüllen, wenn die Planung in Phase 1 optimal war. Doch was ist mit dem Vulkan? Leider geben die Wegekärtchen auch vor, wie weit die Lava des Red Peak sich verbreitet. Man zieht Vulkankärtchen und legt die Lava auf den Weg hinter den Abenteurern. Holt sie die Forscher ein, verlieren sie die Flucht. Mit etwas Glück legt der Vulkan auch mal eine Pause ein und lässt die Forscher durchatmen. Am Ende der zweiten Phase darf man Gegenstände nachkaufen, im Tausch gegen ein weiteres Vulkanplättchen.

Am Strand wartet das Ruderboot, das man sich während der Flucht auswählen kann. Schaffen es die Spieler ins Boot, ohne dass sie die Lava einholt, ist die Flucht geglückt.

Red Peak

Hat man die Challenge einige Male geschafft und als Team brilliert, dreht man den Spielplan einfach um. Dort findet man weitere Herausforderungen mit Bonusplättchen, die man einsammeln kann oder Aufgabenkarten, die eine Ortsvorgabe machen. Dann muss der Fluchtweg einen vorgegebenen Verlauf nehmen und die Flucht wird deutlich schwieriger.


Spielend auf dem Laufenden sein? Kein Problem, mit dem Newsletter von brettspielblog.ch.
Hier für den Newsletter anmelden


Fazit

Red Peak ist ein perfekt inszeniertes, kooperatives Familienabenteuer. In den Regeln nicht zu komplex, in der Lösungsfindung braucht das Spiel genaue Absprachen, Ideen und Entscheidungen, wie man von der Insel flieht. Viele Hilfsmittel stehen zur Verfügung. Mit der Wahl der Wegekärtchen bestimmt man zugleich den Nachschub der einzelnen Mittel. So muss man die Zeit im Auge behalten, gleichzeitig auch für neue Wege und Ausrüstung sorgen. Der Druck kommt von zwei Seiten. Die Sanduhr lässt die Spieler in der ersten Phase hektisch agieren, die Lava verfolgt die Spieler in der zweiten, ruhigeren Phase und holt sie langsam ein. Insgesamt eine echt schöne Kombination an unterschiedlichen Spielphasen, die bestens ineinander greifen und Spannung erzeugen. Mit den Varianten und den Aufgabenkarten bleibt die Herausforderung auch nach bestandenen Prüfungen noch bestehen. Eine klare Empfehlung für Familien.

Alles über Red Peak

Red Peak| Autor: Carlo A. Rossi| Illustration: Nora Nowatzyk, Vincent Dutrait | Verlag: Ravensburger

Spielerzahl: Kooperationsspiel für 2 bis 6 Personen
Spieldauer: 20-30 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Multifunktionswerkzeuge auf der Flucht
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.