Redaktion Wadenbeisser – Die Jagd nach der Titelstory – Spielkritik

Die Comic-Helden der Redaktion Wadenbeisser sind zumindest Geolino-Lesern ein Begriff. Dort jagen sie in jeder Ausgabe den besten Stories nach. Marco Teubner hat die neugierigen Kids nun in ein spannendes Brettspiel-Abenteuer geschickt: Redaktion Wadenbeisser – Die Jagd nach der Titelstory.

Ben Riecher, Klara Argus und Co. sind auf der Suche nach ihrer nächsten Titelstory. Gar nicht so einfach, schliesslich soll ihre Schülerzeitung nicht irgendein Käseblatt sein. So hetzen sie durch die Stadt, um Informationen in Form von Recherche-Plättchen einzusammeln. Der Stadtplan erinnert an ein Mini-Scotland Yard. Sogar U-Bahn-Stationen sind zu finden. Und schon entscheidet man sich für eine der beiden folgenden Spielvarianten:

Das Grundspiel

Im Grundspiel geht es eher gemütlich zu und her. Jeder Spieler schlüpft in die Rolle eines Reporters und erhält 3 Rätselkarten. Sie ergäben eine tolle Titelstory, wenn man die entsprechenden Recherche-Plättchen auf dem Stadtplan vorher einsammelt. Die Plättchen unterscheiden sich farblich und liegen in der ganzen Stadt verteilt. Diese Informationen muss man sich nur noch holen. Das machen die Spieler abwechslungsweise, indem sie entweder zwei neue Laufkarten vom Stapel ziehen oder beliebige ihrer Karten ausspielen, um ihre Figuren vorwärts zu bewegen. Ein Mal im Spiel darf man eine U-Bahn benutzen. Die Laufkarten geben die Marschrichtung in der Stadt an. Wer an einem Recherche-Plättchen vorbeikommt, sammelt es ein.
Sind die Recherchen einer Rätsel-Karte abgeschlossen, überprüft man die Informationen. Das ist sehr schön gelöst. 30 Sekunden lang darf der Spieler das Bild auf seiner Rätselkarte betrachten und sich die Details merken. Danach stellt ihm ein Mitspieler eine von zehn Fragen auf der Kartenrückseite. Gibt man die richtige Antwort, behält man die Karte. Ist die Antwort falsch, behält man die Recherche-Plättchen, die Rätselkarte wird ersetzt. Wer seine Titelstory zuerst findet und drei Rätselkarten löst, gewinnt das Spiel.

Die Profi-Variante

In der Profi-Version geht es hektischer zu und her. In der Planungsphase sind alle Spieler gleichzeitig aktiv. Und auch um die Rätselkarten entsteht ein kleines Wettrennen. Die Spieler merken sich den Weg, den sie gleich gehen möchten. Dann suchen sie sich aus 8 Kartenstapeln gleichzeitig die Laufkarten, die nur in ihrer Spielerfarbe sein dürfen. Es können mehrere U-Bahnkarten verwendet werden. Wer sich sicher fühlt, beendet die Suche und schnappt sich den Zahlenchip mit der Spielerreihenfolge. Diese Reihenfolge ist beim Laufen und Lösen der Rätselkarten wichtig. Wer zuerst kommt, schnappt sich das dringend benötigte Recherche-Plättchen vor den anderen Spielern und hat auch bei den Rätselkarten die Nase vorn. Auch hier gilt: Wer seine Titelstory aus drei Teilen als Erster komplett hat, gewinnt.

Fazit

Redaktion Wadenbeisser – Die Jagd nach der Titelstory hat bei Geolino-Lesern einen hohen Wiedererkennungswert. Auch wenn die bekannten Comic-Figuren locken, findet jeder Spielertyp seinen passenden Einstieg ins Spiel. Ob bedächtig, in einer vereinfachten Variante mit einem geregelten Spielablauf, oder auch etwas hektischer und mit einem grösseren, planerischen Aspekt – je nach Können der Spieler steigt man mit der passenden Variante ins Spiel. Höhepunkt sind die tollen Rätselkarten, bei denen man sich die wichtigsten Sachen merken sollte. Doch welche Frage kommt nachher tatsächlich? Ganz nebenbei: Die Rätselkarten lassen sich natürlich auch unabhängig vom Spiel verwenden und machen Spass. Insgesamt gefällt mir die Brettspielumsetzung des Comics gut. Sie ist perfekt auf das Zielpublikum ausgerichtet. Persönlich trifft die Profi-Variante eher meinen Geschmack. Der Wettkampf wird dabei auf die Spitze getrieben, der Zeitdruck provoziert auch Fehler, was dem Spielspass wiederum zu Gute kommt.

Redaktion Wadenbeisser – Die Jagd nach der Titelstory | Autor: Marco Teubner | Verlag: moses.
Brettspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 30 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Rätselhafte Orientierung in der Stadt | Wiederspielreiz: gross

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