Riff Raff – Spielkritik

Bei Riff Raff muss man Seegang aushalten können. Das Schiff schaukelt in den hohen Wellen hin und her, doch die Ladung bleibt hoffentlich an Bord. Waren verstauen, Schiffsfracht fangen – bei Riff Raff sind verschiedene Fähigkeiten gefragt.

Schon nach dem Öffnen der Spieleschachtel erwartet die Spieler die erste Aufgabe. Die vielen Holzteile sollen zu einem Schiff, das auf einer hohen Welle in der Schachtel schwimmt, zusammengebaut werden. Doch das ist wohl die leichteste aller bevorstehenden Aufgaben. Das Spielmaterial fällt so zuerst auf. Holz und Metall, robustes Material – hier wurde keine Aufwand gescheut.
Wenn das Schiff ruhig schwimmt, nimmt sich jeder Spieler einen Kartensatz (Zahlen 1 bis 10) und 8 verschiedene Holzteile. Diese Teile sind unterschiedlich schwer und auch in den Formen verschiedene: Fass, Kiste, Truhe, Matrose etc.
Das Schiff hat einen grossen Mast mit 3 Querstangen (in Fachsprache: Rahen). Sie sind mit Zahlen nummeriert.

In jeder Spielrunde zieht ein Spieler geheim eine seiner Zahlenkarten. Sie bestimmt, wo er später auf dem Schiff eine Ware deponieren soll. Wer die höchste Zahl gezogen hat, legt zuerst eines seiner Holzteile auf die entsprechende Stelle des Schiffes. Liegen auf einer Rahe bereits Teile, so kann man sich vor dem Beladen entscheiden, gleich 2 Teile zu setzen. Doch Vorsicht: Das Schiff liegt sehr unruhig im Wasser und kriegt schnell Schlagseite, wenn es nicht gleichmässig beladen wird.
So füllt sich das Schiff zuerst, bevor sich irgendwann die Ladung ins Meer verabschieden will. Wer ein Unglück auslöst, muss schnell sein. Fängt man die fallenden Holzteile auf, kommen sie aus dem Spiel. Alle Teile, die ins Meer fällen, muss der Spieler zu sich nehmen. Das macht sich schlecht, denn Ziel ist es natürlich, die ganze Ware aufs Schiff zu bringen.

Im Laufe einer Partie schwinden die Lagerplätze auf dem Schiff, denn jede Zahlenkarte darf von einem Spieler nur einmal benutzt werden. Es gewinnt, wer alle Waren auf das Schiff gebracht hat, oder wer nach 10 Spielrunden am wenigsten Holzteile besitzt.

Fazit:
Auf den ersten Blick beeindruckt das Material bei Riff Raff. Das Schiff sieht toll aus und schaukelt unberechenbar auf den Wellen. Riff Raff präsentiert sich wirklich sehr schön. Das Spiel hat einen einfachen Ablauf, das Ziel ist klar definiert. Mit den Zahlenkarten und den Holzteilen muss man in jeder Runde neu abwägen, was wo möglich ist. Und selbst bei einer Fehleinschätzung holt man mit Geschicklichkeit wieder Vorteile für sich raus. Riff Raff ist ein Spiel für Familien, gefällt Kindern und überrascht Erwachsene. Eine wirklich gelungene Schiffschaukel, die Spass verbreitet.

Riff Raff | Autor: Christoph Cantzler | Verlag: Zoch
Geschicklichkeitsspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 30 Minuten | Benötigt: Eine ruhige und schnelle Hand auf hoher See | Wiederspielreiz: gross

Besten Dank an Carletto und Zoch für ein Rezensionsexemplar von Riff Raff

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