Ring der Magier – Spielkritik

Der Ring der Magier ist unberechenbar. Das hat er vor allem seinem magnetischen Inhalt zu verdanken. In unterschiedlicher Art und Weise nutzen die kleinen Magier seine Kräfte, um an die begehrten Kristalle zu gelangen. Dazu sind Geschick und Einschätzung gefragt.

Ring der Magier

8 Kristalle soll jeder Magier sammeln, zwei in jeder Farbe. Der Weg führt über den magischen Ring, dessen Fähigkeiten man richtig einschätzen soll. Der Ring ist ein heimlicher Magnet, der mit der Polung, je nach aufliegender Seite, spielt. Dadurch sind verschiedene Minispiele möglich. Durch das Aufdecken eines Aufgabenchips erhält man den magischen Auftrag zugeteilt, von dem auch die Mitspieler hin und wieder profitieren.

Die Ringwende ist ein Schnippauftrag. Der Ring der Magier muss via Bande oder Steinkrone in ein farbiges Feld gelangen. Der Magnet wirkt abstossend. Liegt der Ring am Ende auf einer Farbe, erhält man den entsprechenden Kristall. Ein guter Schubser bringt auch mal zwei Kristalle, wenn zwei Farben gleichzeitig belegt sind.
Der Ringsprung erfordert ein wenig Geschick. Auch hier arbeitet man mit der abstossenden Wirkung des Magneten. Man drückt den Ring von oben auf die Steinkrone in der Mitte des Spielfeldes und lässt ihn rechtzeitig los. Das führt zu einer Art Trampolin-Reaktion. Der Ring der Magier hüpft zurück und landet irgendwo auf dem Feld, wo es Kristalle zu gewinnen gibt.
Der Ringtanz funktioniert durch die Anziehungskraft der Krone. Der Ring der Magier dreht sich um die Krone. Die Spieler tippen, auf welcher Farbe er liegen bleibt. Ein richtiger Tipp bringt Kristalle.

Ring der Magier
Ringtanz um die Krone

Die Eckfelder des Spielfeldes bringen ihren Besitzern jederzeit Kristalle, wenn der Ring dort liegen bleibt. Da man von jeder Farbe nur zwei Kristalle sammeln muss, gibt es auch mal überzählige Kristalle. Die kann man zu einem späteren Zeitpunkt gegen zusätzliche Aufgabenkarten eintauschen. Wer zuerst 8 Kristalle gesammelt hat, ist Sieger des magischen Ringes.

Ring der Magier

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Fazit

Der Ring der Magier überzeugt mit einem tollen Mechanismus. Den Magnet gleich in drei unterschiedlichen Spielen einzusetzen, bei denen auch noch unterschiedliche Anforderungen notwendig sind, zaubert den Spielern erst einmal ein Staunen ins Gesicht. Nach einigen Spielrunden merkt man jedoch, dass die Idee nicht komplett ausgereift scheint. Ringwende und Ringsprung funktionieren einwandfrei. Der Ringtanz versagt seinen Dienste und das hat seine Gründe: Die Spielfläche ist nicht eben. Zwar wurde von Seiten des Herstellers einiges unternommen, siehe Unterseite des Spiels, um eine schöne Ebene zu erreichen. Doch in der Praxis gibt es zu viele Einflüsse (Karton, Verpackung, Material), die störend auf die Gleichmässigkeit einwirken. Der Magnet trägt ebenfalls seinen Teil dazu bei. Es wirkt ungleichmässig und daher lässt sich ziemlich genau vorhersagen, in welcher Farbe der Ring stehen bleibt. Das stört tatsächlich den Spielspass und die Kinder merken das nach kurzer Zeit. So toll die Idee auch ist, die Umsetzung ist heikel und gelingt bei Ring der Magier nur mässig. Das Spiel ist damit nicht kaputt, verliert aber stark an Wiederspielreiz mit zunehmendem Alter.

Alles über Ring der Magier

Ring der Magier| Autor: Kirsten Hiese | Illustration: Rolf ARVi Vogt | Verlag: Drei Magier

Spielerzahl: Magnetspiel für 2 bis 4 Personen
Spieldauer: 15 Minuten
Altersangabe: ab 5 Jahren
Benötigt: An- und abstossende Ringwettkämpfe
Wiederspielreiz: geht so

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: 3 bis 4 Spieler
Richtet sich an: Kinder

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