Rolling Dice – Spielkritik

Ein ungewöhnliches Schachtelformat erwartet die Spieler bei Rolling Dice. Ziemlich flach und lang wird die Würfelfläche, auf der man spielt. Nur eine Eisscholle und ein paar Würfel finden Platz. Mit wenigen Handgriffen steht die Spielfläche bereit. Es darf gezockt werden.

Rolling Dice

Die Würfelarena ist eine grosse Eisscholle, in die man von einer Seite die Würfel einwirft. Rund um die Scholle liegt ein kleiner Streifen Wasser. Dort sollten die eigenen Würfel nie landen, denn sonst sind sie aus dem Spiel. Zum Glück besitzt jeder Spieler gleich vier Würfel in seiner Farbe, von denen einer jeweils besser sein muss, wie die Vorgabe aus dem vorherigen Wurf. Wer sich regelmässig verbessert, holt sich die gewünschte Punkte bis zum Ziel. Den Punktestand liest man bei Rolling Dice jederzeit vom Rand der Schachtel ab. Dort schiebt man kleine Robben um die Schachtel und sieht jederzeit, wer in Führung liegt.

Am Anfang jeder Spielrunde steht ein geglückter Wurf. In der Startrunde muss mindestens ein Würfel auf der Eisscholle liegen, um in die erste Wertung zu gelangen. In den folgenden Runden wirft man nur noch drei Würfel, wovon einer entweder weiter vorne auf der Scholle liegen oder einen grösseren Wert aufweisen soll wie der Würfel aus der vorherigen Runde. In der ersten Runde wählt man einen beliebigen Würfel für die Wertung aus.

Rolling Dice

Mit einem Wertungsring markiert man den aktuellen Würfel, den es zu verbessern gilt. Nach dem neuen Wurf räumt man die Würfel seiner Farbe wieder ab und lässt den neuen Wertungswürfel liegen. Haben alle Spieler ihr Glück versucht, wertet man die Runde. Der vorderste Würfel auf der Eisscholle erhält den eigenen Wert, sowie die Werte aller hinter ihm liegenden Würfel. Mit den restlichen Würfeln wird genauso verfahren. So holt sich jeder Würfel auf der Eisscholle Punkte. Je weiter hinten man liegt, desto weniger Würfel zählen mit.

Nun können besondere Situationen eintreten. Fremde Würfel darf man mit dem eigenen Wurf verschieben. Schiesst man einen fremden Würfel vom Feld, darf er vom Besitzer irgendwo auf der Scholle neu platziert werden. Das kann ein Vorteil sein.
Schiesst man den eigenen Wertungswürfel ins Wasser, kommt er auf einen kleinen Eisblock neben dem Spielfeld – die Strafbank. Dort geht er in der aktuellen Runde leer aus. Für die gegnerischen Punkte zählt er jedoch mit.
Dasselbe gilt für einen eigenen Wurf ohne Verbesserung. Der Wertungswürfel landet auf dem Eisblock.

Rolling Dice

Auf der Eisscholle gibt es Felder mit Fischnetzen. Liegt ein Würfel auf einem Netz, erhöht sich die persönliche Punktzahl. Auf einem Eisloch führt das allerdings zu Minuspunkten.

Je nach Spielerzahl muss man 75 oder 100 Punkte erreichen. Im Spiel zu zweit würfelt man mit zwei Farben.


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Fazit

Das Werfen der Würfel bei Rolling Dice (erhältlich ab 17.67 Euro) ist ziemlich glücksbetont. Ein wenig Geschicklichkeit benötigt alleine die Länge eines Wurfes, die Zahlenwerte hat man natürlich überhaupt nicht selber im Griff. Obwohl die Eisscholle ziemlich gross ist, purzeln die Würfeln gerne zur Seite hinunter. Fingerspitzengefühl ist also gefragt. Je mehr Spieler am Wettkampf teilnehmen, desto grösser ist das Gedränge auf der Scholle. Das System mit dem Wertungswürfel ist aber sehr gut gelöst. Wer nur auf grosse Werte aus ist, scheitert wohl ganz vorne am Eis. Daher braucht es zwischendurch Erholungsphasen mit kleineren Werten, um im folgenden Wurf wieder zuzuschlagen. Alles ist besser, als mit einer Null durch die Wertung zu rutschen. Mit den Netzen und den Eislöchern gibt es kleine Ziele auf dem Eis. Die Schadenfreude ist gross, wenn man einen gegnerischen Würfel in die Minuspunkte schickt. Rolling Dice ist ein flottes Würfelspiel, bei dem die Konkurrenz das Geschäft belebt. Wenn die Scholle voll ist, kommt das Spiel in Fahrt. Dann ist der Würfelspass am ausgeprägtesten.

Alles über Rolling Dice

Rolling Dice | Autoren: Peter Wichmann, Albrecht Werstein, Karl-Heinz Schmiel, Klaus Zoch | Illustrationen: Kreativbunker | Verlag: ABACUSSPIELE

Spielerzahl: Würfelspiel für 2 – 6 Personen
Spieldauer: 30 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Fingerspitzengefühl beim Würfeln
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: 3 – 6 Personen
Richtet sich an: Familie

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