Rüssel raus! – Spielkritik

Termiten sammeln will gelernt sein, denn Termite ist nicht gleich Termite, und Hügel ist nicht gleich Hügel. Zudem schadet zu viel Pfeffer im Rüssel der guten Laune. Also Rüssel raus! und ran an die Termiten.

Rüssel raus!

5 unterschiedliche Arten von Termiten tummeln sich im Kartenstapel von Rüssel raus! Dazu noch einige Dosen Pfefferspray, der ganz hilfreich sein kann, wenn man ihn nicht im Übermass konsumiert. Je nach Spielerzahl türmt man seine Termitenhügel vor sich auf. Dort will man die kleinen Tiere gerne hinlocken. Damit sie den Weg finden, sind die Hügel nummeriert. Ein gut gemischter Kartenstapel mit Termiten und Pfefferspray sorgt für Nachschub. Man legt jede Runde genau so viele Karten aus, wie Spieler teilnehmen. Um diese Beute wird es gleich gehen.

Eine Spielrunde startet immer mit dem Rüsseleinsatz aller Termitenfänger. Auf das Kommando „Rüssel raus!“ strecken alle Spieler ihren Zeigefinger oder ihre geballte Faust in die Mitte. Die Anzahl der Finger ergibt die Hausnummer des Termitenhügels, um den es gerade geht. Bei zwei Fingern müssen alle Spieler ihren Fang Termitenhügel 2 zuordnen.

Rüssel raus!

Der Reihe nach wählt jeder Spieler seine gewünschte Karte von der offenen Auslage und legt sie bei Hügel 2 an. Der Startspieler wechselt in jeder Runde, so dass man mal eine grössere, mal eine kleine Auswahl hat.

Nach jeder Termitenwahl erfolgt eine Kontrolle der Hügel, denn folgende Ereignisse können eintreten: Bei einer Pfefferspray-Überdosis mit 2 Pfeffersprays niest man ein lautes „Hatschi!“ und muss leider alle Karten des entsprechenden Hügels abwerfen. Zu viel Pfeffer vertreibt die Termiten. Hat man Drillinge bei einem Hügel, dreht man die Hügelkarte um. Einen Teil der Sammelmission hat man damit erfüllt. Allerdings räumt man sämtliche Karten bei diesem Hügel nun ab. Oder ist der Pfefferspray gar schön verteilt und bei jedem Hügel befindet sich genau eine Spraydose? Dann dreht man eine Hügelkarte seiner Wahl um, muss allerdings alle Karten bei den Hügeln danach entfernen.

Rüssel raus!

Ohne Ereignis geht das Spiel sofort in die nächste Runde, sprich: Neue Karten, neuer Rüsseleinsatz, neue Auswahl.
Rüssel raus! endet, wenn ein Spieler zum zweiten Mal eine Hügelkarte umdreht. Das kann auch zwei Mal derselbe Hügel sein. Schaffen das mehrere Spieler gleichzeitig, gibt es auch mehrere Gewinner.


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Fazit

Rüssel raus! ist ein kurzes, flottes Spiel mit zwei Komponenten. Erst versucht man mit dem Rüsseleinsatz Einfluss zu nehmen auf den eigenen Wunschhügel. Je nach Auslage möchte man die Termiten schliesslich gerne an die passende Stelle lotsen. Die Auswahl selber ist der zweite, wichtige Teil des Spiels. Das Planen mit den Pfeffersprays ist eine heikle Gratwanderung. Erwischt man zu viel, ist die beste Vorlage sofort futsch. Schön verteilt, verhilft der Spray zum Drehen einer Karte. Und auch einen gewissen Ärgerfaktor gibt es bei Rüssel raus! Muss man die letzte Karte nehmen, kann man einem Mitspieler unerwünschte Karten überlassen – unter anderem den berüchtigten „Pfefferspray zu viel“. Das kleine Kartenspiel bindet sämtliche Spieler ständig in die Partie ein und obwohl der eigene Einfluss immer vom Vorhaben der Mitspieler abhängig ist, unterhält es in der kurzen Spielzeit prächtig. Rüssel raus! ist ein kurzweiliger Karten-Sammelspass für die ganze Familie.

Alles über Rüssel raus!

Rüssel raus! | Autoren: Matthias Prinz, Inka und Markus Brand | Illustration: Angela Komoss | Verlag: Zoch

Spielerzahl: Kartenspiel für 2 – 4 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 6 Jahren
Benötigt: Ordnung im Termitenhügel
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: 3 – 4 Personen
Richtet sich an: Kinder, Familie

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