Rune Stones – Spielkritik

Welcher Druide nutzt seine Macht geschickt, holt Kreaturen auf seine Seite und nutzt die richtigen Runensteine? Rune Stones ist ein spannender Wettkampf der Druiden, der langsam Fahrt aufnimmt. Am Ende wartet der Thron auf den Sieger.

Rune Stones

Die magische Welt von Rune Stones entfaltet sich gross auf dem Spieltisch. Die einzelnen Bereiche sind gut erkennbar. Da leben die Kreaturen, die den Spielern wertvolle Dienste leisten, auf ganz unterschiedliche Weise. Bei den Zwergen lassen sich Artefakte aus Edelsteinen schmieden. Und besonders wichtig: Die Runensteine, begrenzt in ihrer Anzahl, mit verschiedenen Effekten, die den Druiden Flügel verleihen. Sie bringen andauernde Vorteile und dehnen die Spielregeln zu Gunsten des jeweiligen Besitzers. Rune Stones ist im Grunde ein mehrfaches Sammelspiel. Erst holt man sich Kreaturen, die verhelfen zu Edelsteinen, die wiederum zu Artefakten und die werden in einer schönen Sammlung zu Magiepunkten mit Runensteinen. Wer seine Sammlung am effektivsten vorantreibt, besitzt gute Chancen, den Thron zu besteigen.

Der Rundenablauf bei Rune Stones ist immer derselbe. Schafft ein Spieler 65 Machtpunkte, startet die letzte Runde. Mit acht eigenen Druidenkarten und ein paar Edelsteinen startet man in die Partie. In jedem Zug führt man eine von drei Aktionen durch.

Rune Stones

Mögliche Aktion Nummer 1: Seine vier Handkarten kann man dazu verwenden, um Kreaturen auf seine Seite zu bringen. Dazu achtet man auf die Magiepunkte der Karten und tauscht so viele EINER Farbe ein, um dafür Kreaturenkarten aus der Auslage zu nehmen. Jede Kreatur besitzt unterschiedliche Fähigkeiten. Für den weiteren Spielverlauf wählt man also sorgfältig aus. Die neuen Karten legt man auf den eigenen Ablagestapel. Schon in wenigen Runden sind die neuen Mitglieder wieder im Spiel unter den Handkarten. Rune Stones ist zu einem grossen Teil Karten-Management.

Mögliche Aktion Nummer 2: Man nutzt die Fähigkeiten von zwei Handkarten. Die Karten bringen Edelsteine, machen Tauschgeschäfte, verhelfen zu neuen Karten oder direkten Machtpunkten. Das Spezielle an der zweiten Aktionsmöglichkeit: Da sämtliche Karten mit Werten versehen sind, muss man danach die Karte mit dem höheren Wert entfernen. So frischt man bei einem geschickten Karteneinsatz sein Deck auf. Will man eine Karte länger behalten, so muss sie beim Fähigkeiten-Einsatz den tieferen Wert besitzen. Ganz einfach.

Rune Stones

Als dritte Aktion bleibt das Schmieden von Artefakten. Dazu benötigt man eine gewisse Anzahl an farbigen Edelsteinen, die man sich im Laufe einer Partie bei Aktion 2 ertauscht hat. Höchstens 2 Artefakte darf man in einer Aktion schmieden. Nur direkt nach dem Schmieden holt man sich die pfiffigen Namensgeber des Spiels, die Runensteine. Eine schöne Sammlung von Artefakten tauscht man dann nämlich gegen Machtpunkte ein – und erhält zusätzlich einen der begehrten Runensteine. Wie bereits erwähnt, schaffen die Rune Stones dauerhafte Vorteile: Mehr Handkarten, zusätzliche Machtpunkte, Magiepunkte oder Joker-Edelsteine. Die Entscheidung für einen Runenstein legt auch die spielerische Marschrichtung fest. Man versucht die Macht der Steine möglichst effizient für sich zu nutzen.

Erreicht ein Spieler den Thron, endet die Partie nach Beendigung der letzten Runde. Wer nun ganz vorne liegt, gewinnt das grosse Duell der Druiden.


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Fazit

Rune Stones lebt hauptsächlich von zwei Mechanismen: Dem Tauschen und dem Auffrischen der eigenen Kartenhand. Das Tauschen findet auf mehreren Ebenen statt, ganz genau genommen in einer Kettenreaktion. Erst hole ich mir Karten, danach Edelsteine, schliesslich Artefakte und Runensteine. Wer hier möglichst schnell eine effiziente Reihenfolge schafft, kommt dem Thron ein bedeutendes Stück näher. Die Kartenhand ist jedoch nicht zu unterschätzen. Je nach Runensteinen sammelt man Kreaturen mit Machtpunkten oder solche mit Würfelaktionen. Man kann das Spiel nach seinen persönlichen Eigenschaften ausrichten. Daher lohnt es sich, gewisse Karten abzuwerfen. Das klappt mit der Fähigkeiten-Aktion wunderbar. Rune Stones liefert zahlreiche spielerische Kleinigkeiten: Einen Würfel, Erze als Ersatzwährung oder Boni beim Schmieden. Man kann sich gut bei dem Spiel verweilen. Es bietet einige Möglichkeiten, ohne überladen zu wirken. Der Spielverlauf beginnt erst ganz gemächlich und plötzlich nimmt Rune Stones Fahrt auf. Am Ende findet oft ein Showdown statt, der ziemlich knapp ausgeht. Rune Stones ist für mich ein Spiel im unteren Kennerbereich, das nach wenigen Runden ziemlich flott geht und die Spannung bis am Ende hält. Eine klare Empfehlung. Fortsetzung folgt, die Erweiterung ist bereits angekündigt.

Alles über Rune Stones

Rune Stones| Autor: Rüdiger Dorn| Illustration: Dennis Lohausen | Verlag: Queen Games

Spielerzahl: Brettspiel für 2 bis 4 Personen
Spieldauer: 60 Minuten
Altersangabe: ab 12 Jahren
Benötigt: Gute Karten im Tauschmarkt
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2-4 Personen
Richtet sich an: Kenner

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