Saboteur: The Dark Cave – Spielkritik

Es herrscht wieder Goldgräberstimmung bei den Zwergen. Und wäre da nicht der plötzliche Wassereinbruch in der Höhle, hätte das friedlich enden können. Doch nun suchen alle hektisch den Ausgang. Wer arbeitet bei Saboteur: The Dark Cave für und wer gegen den eigenen Clan?

Saboteur: The Dark Cave

Wie schon bei früheren Versionen des Spiels ist der Name natürlich Programm. Bei Saboteur: The Dark Cave weiss man nie (ausser man spielt zu zweit), welcher Fraktion die Personen angehören. Neben der Goldsuche ist es relevant, die einzelnen Positionen aller Spielenden zu erkennen. Dadurch kann das Spiel auch ganz schön fies sein, wenn andere plötzlich das vermeintlich sichere Gold abgraben. Für die Spielvorbereitung benötigt man erst einmal die 4 Zielkarten, die man in den Ecken der Spielfläche platziert. Das Höhlensystem wächst erst im Verlaufe der Partie. Danach verteilt man zufällig die Zwergenkarten. Sie zeigen mit einer Farbe an, welchem Clan man angehört. Ob man allerdings ein loyaler Zwerg oder ein Saboteur ist, bleibt für die Mitspielenden geheim. Die Spielfiguren kommen auf das Startfeld in der Höhle. Mit ein wenig Gold und 5 Handkarten geht es los. Die übrigen Karten bilden einen Nachziehstapel, Gold und einige Kreaturen liegen neben dem Spiel bereit.

Das Spielfeld bei Saboteur: The Dark Cave wächst kontinuierlich. Die vielen Wege- und Aktionskarten sorgen für viel Interaktion in der Höhle. Der Spielablauf bleibt immer gleich, reihum widmet man sich den drei Aktionen:
Erst muss man eine Karte ausspielen. Das kann eine Wegekarte sein, die man passend an die Startkarte oder eine andere Wegekarte anlegt. So bildet sich ein Wegenetz. Auf den Wegen gibt es unterschiedlich viele Bewegungsfelder, aber auch Löcher, Brücken, Leitern, Tunnels oder Goldadern.
Aktionskarten bringen Bewegung ins Spiel: Karten tauschen, Informationen erhalten, Wege entfernen oder Gegenstände erhalten. Auch Kreaturen lässt man mit Aktionskarten auf einer Karte mit Loch erscheinen. Sind Ratte, Lindwurm oder Goblin schon im Spiel, bewegen sie sich und greifen auch mal die Zwerge an. So verliert man Gold, wird bewegungsunfähig oder verliert eine Handkarte.
Will man ganz einfach passen, wirft man eine oder zwei Karten ab in dieser Phase.

Saboteur: The Dark Cave

In der zweiten Phase darf man seinen Zwerg bewegen. Grundsätzlich geht es 1 bis 3 Schritte vorwärts. Die Bewegungsfelder muss man natürlich beachten, auch die Brücken, Tunnels, Leitern oder Spinnennetze. Kreaturen auf dem Weg kann man mit einer Streitaxt vertreiben.
Erreicht man eine Zielkarte, deckt man sie auf. Nur auf einer Zielkarte findet man den Höhlenausgang. Dann verabschiedet sich der Zwerg aus dem Spiel. Man deckt seine Clankarte auf, spielt aber in den nächsten Runden trotzdem weiter beim Ausspielen von Karten.

Am Ende des Spielzuges zieht man Karten nach und füllt seine Hand wieder auf.

Saboteur: The Dark Cave

Sabotage: The Dark Cave endet, wenn der Nachziehstapel und die Handkarten aufgebraucht sind oder alle Zwerge eines Clans den Ausgang gefunden haben.
Am Ende zählt das gerettete Gold multipliziert mit der Anzahl gegnerischer Zwerge. Wer mit dieser Rechnung den höheren Wert erreicht, gewinnt das Spiel.


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Fazit zu Saboteur: The Dark Cave

Kleine Schachtel, viele Karten, zahlreiche Aktionsmöglichkeiten und geheime Zwergen-Missionen – Sabotage: The Dark Cave ist nicht zu unterschätzen. Da steckt ziemlich viel in der Schachtel und das Spiel bietet eine Spieltiefe an, die man erstmal nicht so von AMIGO erwartet. So muss man einige Zusammenhänge erkennen können, im stetig wachsenden Höhlenlabyrinth. Man spielt für seinen Clan – oder etwa doch nicht? Kleine Fortschritte werden mit fiesen Angriffen des gegnerischen Clans quittiert. Was macht man nicht alles für das liebe Gold. Doch alles Gold ist wertlos, wenn man nicht rechtzeitig den richtigen Ausgang findet. Die Fülle an Karten, ihren Effekten und die Ungewissheit der Clanzugehörigkeit fordern bei Saboteur: The Dark Cave die Spielenden heraus. Übersichtskarten bieten eine Hilfe an. Mit etwas Spielerfahrung ist man schneller im Spiel.
Und wie erwähnt: Es steckt auch spielerisch ganz viel in der Schachtel. Man entdeckt die Höhle, schmiedet Pläne, schickt Kreaturen auf den Weg und sammelt nebenbei möglichst viel Gold ein. Natürlich benötigt man dazu die passenden Karten, was ein wenig Glückssache beim Nachziehen ist. Die Partien sind spannend, vor allem mit einer grösseren Besetzung. Zu zweit gibt es leider keinen Verschwörungszwerg, das nimmt viel von der eigentlichen Spannung des Spiels. Wer es gern ein wenig konfrontativ mag und auch einstecken kann, kann hier gut als kleiner Saboteur anheuern und durch das Höhlensystem streifen.

Fakten zu Saboteur: The Dark Cave

Autor: Frederic Moyersoen | Illustrationen: Alexander Jung | Verlag: AMIGO

Spielerzahl: 2 – 8 Personen
Spieldauer: 45 – 60 Minuten
Altersangabe: ab 10 Jahren
Benötigt: Den spielerischen Goldrausch
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: es geht
Beste Spielerzahl: ab 3 Personen
Richtet sich an: Familie, Kenner

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