Schaben jagen – Spielkritik

Ungeziefer in der Küche? Das geht gar nicht! Als Kammerjäger befreit man die Küche von den kleinen, ungebetenen Gästen. Alleine! Denn Schaben jagen ist ein Logikspiel, das man solo bewältigt.

Schaben jagen

Das kleine Spielfeld erinnert ein wenig an Schach, rein spielerisch denkt man sofort an Rush Hour, doch hier geht es ans Eingemachte. Zumindest wollen die Schaben da ran. In 80 kniffligen Situationen sucht man die beste Lösung, um sämtliche Schaben in der Küche zu vernichten. Drei farblich gekennzeichnete Schwierigkeitsgrade fordern die Konzentration des Spielers. In einem kleinen Tutorial wird man ganz sanft in die Welt des Kammerjägers eingeführt. Dann steckt man auch schon mittendrin in den Rätselaufgaben. Auf den kleinen Quadraten des Spielfeldes stellt man, exakt nach Vorgabe, die Spielsteine des Kammerjägers und der Schaben auf. Bewegungskarten legt man ebenfalls bereit. Der Spielaufbau ist auf den Aufgabenkarten beschrieben und benötigt wenig Vorbereitungszeit.

Der Spielablauf ist immer gleich. Erst bewegt sich der Kammerjäger, danach macht jede Schabe einen Spielzug. Den Kammerjäger steuert man mit den Bewegungskarten. Jede Karte darf nur ein Mal verwendet werden, danach kommt sie aus dem Spiel. Pro Spielzug wählt man eine Karte und bewegt den Jäger dementsprechend: Vorwärts, links, recht, rückwärts, sogar Drehungen liegen drin. Die Anzahl der Felder, über die er marschiert, spielt dabei keine Rolle. Bewaffnet mit einem Heinzelmann-Staubsauger (Danke, Loriot!), saugt man sämtliche Tierchen im Blickfeld ein und sie verschwinden aus der Küche.

Schaben jagen
Wo saugt es sich am besten?

Die trägen Schaben machen immer nur einen Schritt vorwärts. An Kisten oder an der Wand wenden sie um 180 Grad. Dann führt ihr Weg wieder zurück. So ein Schabenleben ist ganz schön eintönig. Wo ich schon die Kisten erwähnt habe: Sie stehen als Hindernisse im Raum, dienen den Schaben als Versteck oder dem Kammerjäger als willkommene Blockade, um den Fluchtweg abzuschneiden. So erscheinen schon bald auch Bewegungskarten im Spiel, mit denen der Kammerjäger Kisten hinstellen oder entfernen darf.

Schaben jagen

Wie auch immer man sich auf dem Spielfeld bewegt. Bei Schaben jagen ist der Name Programm. Schafft man es, mit den vorgegebenen Bewegungskarten sämtliche Schaben zu verjagen, arbeitet man sich in die nächste Aufgabe vor. 80 knifflige Situationen gilt es zu bewältigen.


Spielend auf dem Laufenden sein? Kein Problem, mit dem Newsletter von brettspielblog.ch.
Hier für den Newsletter anmelden


Fazit

Schaben jagen ist als Solospiel tatsächlich vergleichbar mit dem bekannten Rush Hour. In der Aufgabenstellung ist Schaben jagen sogar noch einen Tick flexibler. Das Spiel ist eine wunderbare Knobelaufgabe für zwischendurch. Mit Drehungen und Berechnungen der Laufwege sucht man sich die besten Positionen, um am Ende alle Schaben im Sauger zu haben. Durch die Kisten kommt bald eine dritte Komponente hinzu. Schaben jagen startet ganz einfach und mausert sich im roten Bereich zu einer äusserst kniffligen Denkaufgabe. Das Spielmaterial ist super, die Aufgabenkarten selbsterklärend. Rätselfreunde erhalten hier viel Futter und gute Unterhaltung. Das Spiel ist eigentlich offen für zusätzliche Aktionen, also wer weiss, was da noch kommt…?

Alles über Schaben jagen

Schaben jagen| Autor: Marco Teubner | Illustration: Kreativbunker | Verlag: moses.

Spielerzahl: Solospiel
Spieldauer: ab 10 Minuten
Altersangabe: ab 10 Jahren
Benötigt: Schäbige Schaben und einen starken Sauger
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: wenn man gerne zusammenarbeitet
Beste Spielerzahl: 1 Spieler
Richtet sich an: Familien

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.