Schummel Hummel – Spielkritik

Schummel Hummel ist stark verwandt mit Mogel Motte. Das ist kein Zufall, denn Verlag und Autoren sind gleich. Und Mogeln ist ausdrücklich erlaubt. Erwischen lassen sollte man sich allerdings nicht.

Schummel HummelGleich vorweg, die beiden oben genannten Spiele sind sich ähnlich. Schummel Hummel setzt dem Mogelspiel sogar noch die Krone auf. Das turbulente Spiel sorgt für Unruhe am Tisch und den Kopf sollte man unbedingt ganz bei der Sache haben. Bei diesem Spiel ist Schummeln erlaubt, durch klare Regeln aber eingeschränkt: Es darf nur immer eine Karte weggeschummelt werden, aber nie die letzte. Die Kartenhand muss über dem Tisch sein und man sollte sich nicht erwischen lassen. Ansonsten ist beim Schummeln die Fantasie gefragt. Karte wegwerfen, aufessen, untern Tisch kleben, aus dem Fenster werfen oder unters Toupet klemmen – alles, was nicht auffällt, ist erlaubt.

So ganz nebenbei spielt man dann auch noch. Blumen und ihre Farben werden sortiert und der Reihe nach abgelegt. Mindestens eine Farbe soll zur vorherigen Blume passen, alles ganz einfach. Doch dann kommt es bunt. Zahlreiche Sonderkarten bringen besondere Situationen ins Spiel. Wespen ohne Stachel schlägt man mit der flachen Hand, Wespen mit Stachel auf keinen Fall. Fehler bringen Zusatzkarten, die man ja unbedingt vermeiden möchte. Ein Spinnennetz legt man jederzeit ab, doch danach muss eine Spinne kommen. Wer nicht bedienen kann, nimmt eine Karte. Der Schmetterling beschenkt einen anderen Spieler. Jemand muss eine Karte aus der Hand des anderen ziehen. Mit einer Bestäuber-Biene ruft der Spieler laut „Bestäubung!“ aus, schnappt sich die Blütenstaubkarte und beschmeisst damit einen Mitspieler. Ein Treffer bringt zwei zusätzliche Handkarten.

Schummel Hummel

Zwischen zwei Spielern liegt ein Grashüpfer aus. Den sollte man nie aus den Augenwinkeln verlieren. Stiehlt ihn einer der Spieler unbemerkt – Strafkarten! Und nicht zu vergessen, der Star des Spiels: Die Schummel-Hummel! Sie darf nur weggeschummelt werden. Sonst macht sie den Spielern das Leben schwer, ausser man ist der Wächter-Wurm. Der überwacht das Kartenspiel und deckt Schummler gnadenlos auf. Dafür legt er eine Schummel-Hummel ganz normal auf den Stapel und ist die Karte los. Der Wurm wechselt die Spieler nach erfolgreicher Überwachung.

Schummel Hummel

Wem das alles noch nicht zu komplex ist, der spielt nach der Profi-Variante. Dann zeigt der Wächter-Wurm mit seiner Karte an, ob man auch mal mit entgegengesetzten Regeln spielt und die Blüten unpassend legt. Ein schönes Durcheinander! In jeder Variante gilt aber: Wer seine Karten weggespielt hat, gewinnt.

Fazit

Schummel Hummel ist ein witziges Kartenspiel mit ganz vielen Möglichkeiten. Wer die Mogel Motte bereits kennt: Die Schummel Hummel erweitert das Repertoire deutlich. Daher sollte man sich durchaus überlegen, ob es beide Spiele braucht. Denn die Schummel Hummel will ganz viel, in manchen Spielrunden zu viel. Es muss auf so viele Dinge geachtet werden, dass der Spielfluss zu kurz kommt. Ist der Grashüpfer noch da? Wespe mit oder ohne Stachel? Schlagen oder werfen? Die einzelnen Elemente sind lustig und bieten einen turbulenten Spielspass, doch irgendwie wirkt das in dieser Version überladen und lenkt ganz oft vom zentralen Thema, dem Schummel-Modus, ab. So empfehle ich die Hummel nur den Motten, die noch eins draufsetzen möchten. Die meisten Spielrunden sind mit der Mogel Motte aber schon bedient und genügend herausgefordert.

Schummel Hummel | Autoren: Emely + Lukas Brand | Verlag: Drei Magier
Kartenspiel für 3-5 Personen | Spieldauer:: 25 Minuten | Ab 7 Jahren | Benötigt: Tricks und Rundblick auf der Blumenwiese | Wiederspielreiz: ok

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