Schusselige Schurken – Spielkritik

Als Schurke macht man grosse Beute und muss sie verstecken. Doch wo war das nochmal? Da die Türen alle gleich aussehen beginnt ein lustiges Merkspiel mit Fallen und Schätzen, sehr gut geeignet für Schusselige Schurken.

Schusselige Schurken

18 Türen führen ins Glück oder ins Unglück. Zu Beginn liegen hinter 15 Türen Schätze verborgen. 3 Türen sind allerdings Nieten, hinter denen sich eine Falle versteckt. Vielleicht ist es ein Gegenstand, eine Person oder ein Tier – dann gib ihm einen Namen, der ab sofort als Codewort dient. Ist es ein Geheimzeichen – dann mach es den Mitspielern vor. Oder ist es eine Zahl – dann nenne sie laut. Alle Spieler merken sich, hinter welchen Türen sich die Fallen befinden. Das geht ganz einfach, denn die Türen sind durchnummeriert.

Nun startet Schusselige Schurken schön der Reihe nach. Der erste Spieler kommt an Tür Nummer 1. Vermutet er einen Schatz dahinter, nennt er laut die Zahl der Tür. Vermutet er eine Falle, nennt er das entsprechende Codewort oder macht das Geheimzeichen. Der nächste Spieler fährt mit der nächsten Tür fort. So wandert man von Tür zu Tür… bis zum EINSPRUCH! Zweifelt ein Spieler die Richtigkeit einer Aussage an, erhebt er Einspruch und korrigiert die vermeintlich falsche Aussage.

Schusselige Schurken

Nun können verschiedene Szenarien eintreten.
a) Der Einspruch war berechtigt. Der fehlbare Spieler erhält eine Strafkarte (Minuspunkte). Der Einsprecher legt eine weitere Falle und nimmt sich dafür eine ausliegende Türkarte als Beute.
b) Der Einspruch war falsch. Der Einsprecher nimmt sich selber eine Minuskarte. Pech!
c) Der Einspruch war richtig, die Korrektur leider falsch. Beide Spieler erhalten eine Strafkarte.

Schusselige Schurken nimmt langsam Fahrt auf. Es erscheinen immer mehr Fallen im Spiel. Auch wenn die Spieler bei Tür 18 angelangen, ruft der nächste Spieler „Schusselige Schurken!“ und darf eine weitere Falle verstecken. Als Belohnung, weil eine Runde geschafft wurde.

Schusselige Schurken

Es ist also in doppelter Hinsicht wichtig, sich die Karten zu merken. Die Fallen, um Fehler zu vermeiden, die Beutekarten, um sich Punkte zu schnappen. Legt man die letzte Falle, endet das Spiel. Wer mit seiner Beute die meisten Punkte sammeln konnte, gewinnt Schusselige Schurken.


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Fazit

Schusselige Schurken beginnt ja ganz gemächlich. In den ersten Runden geschieht meist nicht sehr viel. Die wenigen Fallen kann man sich noch merken. Doch irgendwann zieht es an. Wo war noch gleich eine Falle? Und welche war es? Ganz fies sind Zahlen-Codewörter hinter anders lautenden Türnummern. Und schliesslich wäre es auch gut zu wissen, wo sich Beute befindet. Die Schadenfreude ist besonders gross, wenn sich ein Spieler eine Falle als Beute aus dem Spiel zieht. Spätestens jetzt kann man sich vorstellen, woher das Spiel seinen Namen hat. Schusselige Schurken ist ein tolles Merkspiel, das im Laufe einer Partie immer schwieriger und vielseitiger wird. Ein Memory-Plus mit Faxen und Wörtern und nur 18 Karten, die man eigentlich im Griff haben sollte. So schusselig kann man doch gar nicht sein…

Alles über Schusselige Schurken

Schusselige Schurken| Autor: Luca Bellini| Illustration: Monika Suska | Verlag: moses.

Spielerzahl: Merkspiel für 3 bis 8 Personen
Spieldauer: 15 – 30 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Eine breite Merkfähigkeit
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: nicht für 2 Spieler
Beste Spielerzahl: 4 – 6 Personen
Richtet sich an: Familie

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